Neue Rettungswache des BRK kommt in Sicht

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Auf einem 6600 Quadratmeter großen Grundstück an der Seehauser Straße gegenüber dem Netto-Markt ist der Neubau der BRK-Rettungswache mit Akademie zur Weiterbildung geplant. (Foto: Giesen)

Ruhpolding – Bei vier Gegenstimmen beschloss der Gemeinderat, für das Gebiet »BRK Rettungswache – Akademie Seehauser Straße« einen Bebauungsplan aufzustellen.


Seit Jahrzehnten ist die Rettungswache des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) auf einem Grundstück an der Waldbahnstraße zusammen mit den anderen Rettungsorganisationen untergebracht. Wegen der beengten Situation sucht der BRK-Kreisverband jedoch seit rund zwei Jahren nach einem geeigneten Standort für den Neubau einer Rettungswache. Neu ist, dass sie in Verbindung mit einer Akademie zur Aus- und Fortbildung für Ärzte und nicht-ärztliches Personal errichtet werden soll.

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Wie der Leiter der Bauabteilung, Hans Hechenbichler, dem Gemeinderat vortrug, soll das Bauvorhaben nunmehr auf dem Simandl-Grundstück gegenüber dem Netto-Markt in der Gemarkung Vachenau an der Seehauser Straße verwirklicht werden. Der Standort mit der unmittelbaren Anbindung an die Staatsstraße 2098 sei ideal, um die Hilfsfristen einhalten zu können. Das Grundstück sei auch ausreichend groß für die BRK-Garagen und die geplante Akademie.

Vorgesehen ist, dass dort an den Wochenenden rund 15 Personen eine Zusatzausbildung zum Rettungsdienst absolvieren können. Damit solle auch ein Beitrag zur Versorgung mit Hausärzten auf dem Land geleistet werden, sagte Hechenbichler. Deshalb sei es auch vorteilhaft, daneben ein Mehrfamilienhaus mit mindestens fünf Wohnungen anbieten zu können. Der Wohnungsmarkt in Ruhpolding sei sehr angespannt. Auf der südlichen Teilfläche solle außerdem noch eine private Wohnbebauung ermöglicht werden.

Der Planungs- und Ortsgestaltungsausschuss hatte sich Ende März mit dem Vorhaben befasst und dem Gemeinderat empfohlen, einen Bebauungsplan aufzustellen. Im Flächennutzungsplan, der derzeit neu aufgestellt wird, ist das Plangebiet als Mischbaufläche dargestellt. Nach den bisherigen Stellungnahmen der Öffentlichkeit und der Behörden wird voraussichtlich eine Genehmigung erteilt werden.

Mehrere Gemeinderäte wollten in der Diskussion wissen, weshalb nicht, wie anfangs geplant, das gegenüberliegende, große Grundstück auf der westlichen Seite der Seehauser Straße verwendet wurde. Bürgermeister Justus Pfeifer sagte, dass es ein Vorteil des quer gegenüberliegenden Grundstücks sei, dass hier kein Radlweg gekreuzt werden müsse. Das andere Grundstück wolle man für die Planungen des Ruhpoldingers Wohnbauwerks bewahren.

Wie der Bürgermeister freute sich auch SPD-Fraktionssprecher Johannes Hillebrand, dass die BRK-Ret-tungswache im Ort bleibt. Das bedeute für den Ort einen bedeutenden Mehrwert. Auch Sepp Zeller (CSU) begrüßte das, bedauerte aber, dass nicht mehr alle Rettungskräfte an einem Ort vereint sein werden. Er selbst als Feuerwehrler habe oft erlebt, dass das ein Vorteil sei.

Hermann Hipf, Fraktionssprecher der Vereinigung Ruhpoldinger Bürger (VRB), hielt den Geh- und Radweg für keinen einsichtigen Grund, dass die BRK-Wache nicht auf die ursprünglich geplante andere Seite der Straße kam.

Xaver Utzinger (CSU) bemängelte die Vorgehensweise, dass die Wahl des Grundstücks nicht klar in der Fraktion entschieden worden sei.

Thomas Schuhbeck (CSU) sagte, dass auch die Gemeinde bei der neuen Beplanung der Seehauser Straße einen finanziellen Nutzen haben sollte. Der Bürgermeister versicherte, dass darüber Gespräche geführt würden, aber natürlich würde darüber nicht in der öffentlichen Sitzung gesprochen.

gi

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