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»Neue Drehleiter ist wichtiges Generationenprojekt«

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Hoch hinauf ging es bei der »Probefahrt« für (von links) Pfarrer Thomas Schmeckenbecher, Pfarrer Otto Stangl, Feuerwehrkommandant Michael Mayer jun. und Bürgermeister Claus Pichler. (Foto: Burghartswieser)

Ruhpolding – Seiner Bestimmung übergeben wurde am Sonntag das neue Drehleiterfahrzeugfahrzeug DLK 23/12 der Feuerwehr Ruhpolding. Damit ist das Ersatzfahrzeug für die fast 30 Jahre alte Drehleiter, die 1991 zur Ruhpoldinger Wehr kam, für die Rettungs- und Löscheinsätze ein wichtiger Part in der optimalen Ausstattung der Feuerwehrler.


Nach dem Gedenkgottesdienst in der Pfarrkirche St. Georg, zelebriert von Pfarrer Otto Stangl, zogen die Besucher, angeführt von den Fahnensektionen der Ruhpoldinger Feuerwehr und der Nachbarwehren aus Inzell, Eisenärzt, Reit im Winkl und Siegsdorf zum Kirchenplatz, wo das neue Feuerwehrfahrzeug festlich geschmückt auf den kirchlichen Segen wartete.

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Kommandant Michael Mayer jun. erinnerte zunächst an den langen Weg zur Beschaffung des neuen Einsatzfahrzeugs. Bereits 2015 wurde festgestellt, dass eine neue Drehleiter von Nöten sei. In einer interkommunalen Beschaffung, zusammen mit den Gemeinden Waging und Inzell, konnte nach einer EU-weiten Ausschreibung schließlich dieses neue Fahrzeug bestellt werden. Besonders dankte er dabei dem Gemeinderat unter Bürgermeister Claus Pichler und der Gemeindeverwaltung um den Geschäftsführer Martin Heinemann, die mit ihrer Unterstützung letztlich die Anschaffung möglich gemacht haben.

Bürgermeister Claus Pichler betonte, dass »die neue Drehleiter für ganz Ruhpolding ein wichtiges Generationenprojekt« sei. Er sei ebenfalls stolz darauf und hob hervor: »Eine gute Mannschaft verdient eine gute Ausrüstung.« Er erinnert auch daran, dass die Beschaffung eine große Herausforderung für den kommunalen Haushalt war, aber durch die zugesagten Förderungen dies realisierbar werden konnte.

»Seine« Feuerwehrler bezeichnete er abschließend als »wichtiges Glied in der Kette in der Dorfgemeinschaft« und schloss mit den Worten: »Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr« seine Festrede. Kreisbrandrat Christof Grundner meinte, dass das Geld gut angelegt sei, um die Sicherheit für die Bevölkerung zu gewährleisten. Das neue Drehleiterfahrzeug habe eine wichtige Bedeutung und diene in erster Linie zur Rettung von Personen.

Nach dem kirchlichen Segen des neuen Fahrzeugs durch Pfarrer Otto Stangl und seinem evangelischen Amtskollegen Thomas Schmeckenbecher durften die beiden Geistlichen und Bürgermeister Pichler zusammen mit dem Feuerwehrkommandanten bei einer »Probefahrt« gleich einmal die imposante Höhe der Drehleiter genießen.

Das Drehleiterfahrzeug DLK 23/12 darf getrost als Fahrzeug der Superlative bezeichnet werden. Ein Turbodiesel mit 290 PS gibt dem Allradfahrzeug die nötige Kraft und Geschwindigkeit. Ausgestattet ist die Drehleiter mit einem fünfteiligen Leiterpark und einem Knickteil an der obersten Stufe.

Die Rettungshöhe beträgt 23 Meter bei einer Ausladung von zwölf Metern. »Wenn es jedoch die Möglichkeit zulässt, näher an ein Gebäude heranzukommen, kann eine Leiterlänge von über 30 Metern erreicht werden«, bestätigte Feuerwehrkommandant Michael Mayer jun. Der Preis beläuft sich auf rund 633 000 Euro, dafür darf aber ein Zuschuss von fast 390 000 Euro erwartet werden. hab