Nächtlicher Einsatz am Rauschberg: Bergwacht rettet schwerverletzte Gleitschirmfliegerin

Ruhoplding: Bergwacht rettet schwerverletzte Gleitschirmfliegerin mit Hubschrauber
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Foto: Bergwacht Ruhpolding
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Ruhpolding – Eine 17-jährige Rosenheimerin musste gestern Abend von der Bergwacht Ruhpolding am Rauschberg geborgen werden. Sie stürzte kurz nach dem Start mit ihrem Gleitschirm aus großer Höhe ab und verletzte sich lebensbedrohlich. Ihre beiden Freunde alarmierten sofort die Rettungskräfte. Mit einem aufwändigen Bergrettungseinsatz konnte die Jugendliche mit einem Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht werden.


Eine Gruppe junger Gleitschirmflieger war am Mittwochnachmittag zu Fuß auf den Rauschberg gestiegen und wollte bei Sonnenuntergang ins Tal fliegen. Die 17-Jährige aus dem Landkreis Rosenheim startete zuerst. Kurz nach dem Start stürzte sie mit ihrem Schirm ab und verletzte sich dabei schwer. Die beiden 17- und 18-jährigen Begleiter aus dem Landkreis Traunstein setzten gegen 16.30 Uhr den Notruf ab.

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Die ehrenamtlichen Bergretter der Bergwacht Ruhpolding machten sich sofort auf den Weg. Zwei Bergretter und ein Bergwacht-Notarzt fuhren so nah wie möglich an die Unfallstelle und waren trotz winterlicher Verhältnisse am Rauschberg in weniger als einer Stunde bei der Patientin. Unterkühlt und mit lebensbedrohlichen Verletzungen wurde die junge Frau sofort notärztlich versorgt und in eine Wärmepackung gewickelt. Weitere Einsatzkräfte trafen nach kurzer Zeit am Unfallort ein.

Da die umliegenden Rettungshubschrauber nur tagsüber fliegen, forderte die Einsatzleitung vorab aus München einen nachtflugtauglichen Rettungshubschrauber mit Windenausrüstung an.

Wegen schlechter Sicht rund um München war ein Hubschrauberanflug anfangs unsicher. Die Einsatzkräfte bereiteten sich daher parallel auf einen bodengebundenen Abtransport der Patientin vor. Um diesen zu ermöglichen, setzte die Belegschaft der Rauschbergbahn die Seilbahn in Gang und stand schnell und unkompliziert bereit.

Trotz Bewölkung und Bodennebel konnte jedoch der angeforderte Hubschrauber der Landespolizei am Münchner Flughafen starten und nach Ruhpolding fliegen. Bei einer kurzen Zwischenlandung im Tal nahm die Maschine einen Luftretter der Bergwacht auf und flog zur Einsatzstelle.

Vor Ort hatten die Einsatzkräfte einen ebenen Platz vorbereitet und die Patientin dorthin getragen. Der Hubschrauber nahm die verletzte Jugendliche samt Bergwacht-Notarzt auf und brachte sie ins Klinikum Traunstein. Dort stand bereits ein großes medizinisches Team mit Ärzten aus verschiedenen Fachrichtungen bereit, um die junge Frau zu versorgen.

Aktuell liegen uns über den Zustand der Gleitschirmspringerin keine neuen Informationen vor. 

fb/red

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