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Die rustikale Gestaltung mit alten Holzbalken im Kurhaus sorgt im Hauptfluchtweg für große Risiken beim Brandschutz, wie bei einer Besichtigung zu erfahren war. Christian Schulz von der technischen Bauabteilung der Gemeinde (rechts) und Bürgermeister Justus Pfeifer (links) informierten die Interessierten. (Foto: Peter)

Kurhaus in Ruhpolding ist in einem schlechten Zustand – Besichtigung mit interessierten Bürgern

Ruhpolding – Die Besichtigung des Kurhauses war ein weiterer Schritt in der Umsetzung des Projekts »Zukunft 2030« der Gemeinde Ruhpolding. In den vergangenen zwei Jahren hat es in der Gemeinde eine Bestandsaufnahme der gemeindlichen Liegenschaften gegeben. Hierbei zeigte sich, dass es bei verschiedenen Immobilien, wie dem Erlebnisbad Vita Alpina und dem Kurhaus, einen erhöhten und zugleich dringenden Investitionsbedarf gibt. Zusammen mit interessierten Bürgern wurde nun das Kurhaus besichtigt.


Wie Bürgermeister Justus Pfeifer auch in der vergangenen Gemeinderatssitzungen sagte, solle der Handlungsdruck genutzt werden, zusammen mit den Bürgern zu überlegen, was in Bezug auf Bad und Kurhaus in Zukunft wirklich gebraucht werde und wie beides ausgerichtet werden sollte.

Die Besichtigung diene dazu, dass sich jeder ein Bild über den Zustand des Kurhauses machen könne, betonte Pfeifer. Die Diskussionen über die weiteren Schritte sollten in folgenden Veranstaltungen geführt werden. Er zeigte sich auch erfreut, dass das Interesse an der Besichtigung und den bereits geführten Diskussionen sehr groß sei und sich viele Leute daran beteiligten.

Der Bürgermeister merkte an, dass bereits in den 90-er Jahren schon mal ein Abriss angedacht worden sei. Aus seiner Sicht sei es nun Zeit, sich wieder über die weiteren Planungen Gedanken zu machen, sagte Pfeifer. Im November oder Dezember solle es eine Entscheidung geben. Hier solle aufgezeigt werden, wie ein zukunftsfähiger Saal für die Traditionsvereine geschaffen werden könne, meinte Pfeifer. Die Führungen wurden von Mitarbeitern der technischen Bauabteilung der Gemeinde durchgeführt. So merkte der Leiter Sepp Eder an, dass der Zustand des Hauses selbsterklärend sei.

Vom Mitarbeiter Christian Schulz vom Bereich Bautechnik, Hoch- und Tiefbau, kam der Hinweis, dass die Substanz des Kurhauses auf das Jahr 1933 zurück gehe. In den Erläuterungen während der Besichtigung war zu erfahren, dass alle Bereiche an einem Gesamtversorgungssystem zusammenhängen und die Technik nicht mehr zeitgemäß und auf dem aktuellen Stand sei.

Große Herausforderungen stelle insbesondere auch der Brandschutz dar. Das Kurhaus ist seit Mitte Januar aus sicherheitsrelevanten Gründen und aufgrund des desolaten Zustands komplett geschlossen.

MP

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