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Foto: dpa

Keine neuen Erkenntnisse: Toter Säugling in Ruhpolding aufgefunden – Zeugen gesucht

Ruhpolding – Keine neuen Erkenntnisse gibt es bezüglich des gewaltsamen Todes eines Säuglings, der am Sonntag in der Nähe des Wanderparkplatzes Seekopf nahe Ruhpolding gefunden wurde. Das teilte das Polizeipräsidium Oberbayern Süd am gestrigen Dienstag auf Nachfrage des Traunsteiner Tagblatts mit.


Update

Die Meldung darüber bewegt nach wie vor die Gemeinde Ruhpolding. »Ein junges Leben ging viel zu früh zu Ende. Die Nachricht vom Säuglingstod am vergangenen Sonntag berührt unseren Ort zutiefst«, heißt es in einer Stellungnahme von Bürgermeister Justus Pfeifer auf Instagram. Und weiter: »Die katholische und evangelische Kirchengemeinde laden am Freitag um 18.30 Uhr zur ökumenischen Gedenkandacht für den verstorbenen Buben in der Pfarrkirche St. Georg ein, bei der man seiner Trauer Ausdruck verleihen kann.« Die Andacht ist verbunden mit einem gemeinsamen Weg in Stille zur Marienfigur oberhalb des ehemaligen Altenheims St. Adelheid. Diese befindet sich in einem Baumstamm am Fußweg, der vom neuen Friedhof Richtung St. Adelheid führt. »Ich glaube, dass das Interesse nicht nur in Ruhpolding sehr groß sein wird, das Ereignis und die Trauer berühren den gesamten Landkreis Traunstein«, sagt der Bürgermeister im Gespräch mit unserer Zeitung.

Erstmeldung

Ruhpolding – Ein toter Säugling wurde am Sonntagmittag, 4. Dezember, im Bereich des Wanderparkplatzes Seekopf aufgefunden. Die Kriminalpolizei Traunstein hat noch vor Ort unter der Sachleitung der Staatsanwaltschaft Traunstein die Ermittlungen aufgenommen.

Am Sonntag, den 4. Dezember, ging bei der Polizeistation Ruhpolding gegen 12.20 Uhr die Mitteilung über ein totes Neugeborenes im Wald im Bereich des Wanderparkplatzes Seekopf ein. Ein Zeuge hatte in dem Bereich einen toten Säugling bemerkt und daraufhin sofort die Polizei verständigt.  

Die alarmierten Einsatzkräfte der Polizeistation Ruhpolding stellten vor Ort einen toten Säugling hinter einem Wall am Wanderweg in Richtung Förchensee fest.

Noch vor Ort nahmen Beamte des Kriminaldauerdienstes, des zuständigen Fachkommissariats 1 sowie des Fachkommissariats für Spurensicherung der Kriminalpolizeiinspektion Traunstein und der zuständige Staatsanwalt der Staatsanwaltschaft Traunstein die Ermittlungen auf. Nach derzeitigem Kenntnisstand dürfte das Neugeborene zeitnah zur Auffindung dort abgelegt worden sein.

Im Zuge der sofort eingeleiteten kriminalpolizeilichen Untersuchungen und der noch am gleichen Abend im Institut für Rechtsmedizin durchgeführten Obduktion ergaben sich Hinweise auf einen gewaltsamen Tod, weshalb von Seiten der sachleitenden Staatsanwaltschaft Traunstein Ermittlungen wegen eines Tötungsdelikts eingeleitet wurden.

Zur Klärung des Sachverhalts bitten Staatsanwaltschaft und Kripo die Bevölkerung um Hinweise in dem Fall unter Telefon 0861/9873-0:

  • Sind jemandem Personen vor oder nach der Auffindezeit im näheren Umfeld des Tatorts aufgefallen, die im Zusammenhang mit der Tat stehen könnten?
  • Wer kann Hinweise auf die mögliche Kindsmutter geben? Wer kennt eine schwangere Person, die kürzlich entbunden haben müsste und kein Kind hat?
  • Etwaige Hinweise können auch anonym abgegeben werden.
  • Wer konnte außerdem verdächtige Wahrnehmungen im persönlichen Umfeld machen, die im Zusammenhang mit der Tat stehen könnten?

fb/red

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