Jubiläumsfeier – Vor genau 100 Jahren entstand die Waldbahn

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Die Aufschrift an der Tür der Tennishalle in Ruhpolding ist neu und soll auf die Waldbahn hinweisen. Sie ist gut sichtbar, wenn man die alte Brücke der Waldbahn überquert.

Ruhpolding – Noch ein ganz anderes Thema stand mit der Waldbahn auf der Tagesordnung der jüngsten Gemeinderatssitzung. Den Arbeitskreis Waldbahn im Historischen Verein Ruhpolding stellte dessen Sprecher Thomas Siegel vor.


Der Arbeitskreis beschäftige sich mit der Geschichte der ehemaligen Waldbahn, die von Ruhpolding über Seehaus und Seegatterl nach Reit im Winkl führte. Sie entstand vor genau 100 Jahren durch die Bayerische Staatsforstverwaltung und fuhr bis April 1940. Die forsteigene Schmalspurbahn wurde wegen eines großen Holzwindbruchs im Gebiet Seegatterl und Winkelmoosalm zur Holzbringung gebaut. »Es ist unser Anliegen, das Wissen und die Erinnerungen aus dieser Zeit zu sammeln, zu dokumentieren und zu präsentieren«, sagte Siegel. Dazu soll es eine Jubiläumsfeier geben und die Ausstellung, die seit 2020 in der Alten Schule zu sehen ist, soll eine Dauerausstellung im kleinen Umfang werden.

Die Waldbahn sei sicher ein fester Bestandteil der Historie im Ort, sagte Bürgermeister Justus Pfeifer. Er könne sich vorstellen, dass sich die Gemeinde für die Umsetzung der Dauerausstellung und bei der Durchführung des Jubiläums beteiligen werde. Das Jubiläum wurde wegen Corona verschoben.

Flächenmanager Sven Kriesche gab einen kleinen Bericht über seine Tätigkeit ab. Zu seinen Aufgaben gehört auch, den Leerständen in Ruhpolding entgegenzuwirken. Er meinte, dass er sich die Kontaktaufnahme zu den Ladeneigentümern nicht so schwierig vorgestellt habe, wie sie sich gestaltet habe. Er habe oft erleben müssen, dass die Eigentümer kein Interesse zeigten, den Laden zu vermieten. Als Erfolg verzeichnete Kriesche die Plattform »Das digitale Einkaufdorf« und seine Mitwirkung bei der Umsetzung des Parkplatzkonzepts. Abschließend merkte Kriesche an, dass der Gemeinde für seine 22-monatige Tätigkeit 7333 Euro Kosten entstanden seien.

Der Bürgermeister zeigte sich überzeugt, dass die angefallenen Kosten für die Gemeinde gut investiert gewesen seien. Wie es mit dem Projekt »Flächenmanager« weitergehen werde, werde mit den beiden Bürgermeistern von Inzell und Siegsdorf besprochen, in denen Kriesche im Verbund tätig war, so Pfeifer. Gemeinderat Josef Hohlweger (Grüne) merkte an, dass in der Corona-Zeit viele verhalten waren und oft nicht wussten, wie es weitergehen werde. Doch müsste geschaut werden, wie man gemeinsam was auf den Weg bringen könne, noch dazu, wenn die Ladeneigentümer zurückhaltend seien, so Hohlweger.

Ob es Sinn mache, im Einzelhandel Nischen zu besetzen, wollte Utzinger wissen. Dazu meinte der Flächenmanager, dass das eine gute Möglichkeit wäre. Es sei jedoch schwierig, diese sehr gut zu besetzen, meinte der Flächenmanager.

MP

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