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Internationales Flair im Medienzentrum

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Ruhpolding Biathlon
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Cornelia Hartmann (5. von links) von Ruhpolding Tourismus ist für die Medienbetreuung rund um den Biathlon-Weltcup zuständig. Zu ihrem Team gehören (von links) Markus Klapfenberger, Rainer Klapfenberger, Lisa Beilhack, Ingrid Rey, Florian Schindler, Marion Targatsch, Andreas Scheck und Thomas Lapper. (Foto: Brenninger)

Ab Oktober wird es in Sachen Biathlon Jahr für Jahr richtig stressig für Cornelia Hartmann von Ruhpolding Tourismus. Sie ist seit Jahren für die Medienbetreuung rund um den Biathlon-Weltcup in Ruhpolding zuständig und sie erfüllt ihre Arbeit sportlich gelassen. »Wir sind schon eine Art Biathlon-Familie«, sagt sie voller Vorfreude auf die Tage in der Chiemgau-Arena. »Manche Journalisten und Fotografen kennen wir jetzt schon viele Jahre. Und man freut sich einfach darauf, dass man alle einmal im Jahr wiedersieht.«


Im Vorfeld der Veranstaltung laufen bei ihr eben ab Oktober täglich die Medienanfragen aus der ganzen Welt ein. Alle wollen beim Weltcup in Ruhpolding hautnah dabei sein und darüber aktuell über die verschiedenen Kanäle berichten – auch unsere Zeitung ist täglich vor Ort. Aber die Kapazitäten im Pressezentrum der Chiemgau-Arena, das sich direkt im Gebäudekomplex hinter der Tribüne befindet, sind beschränkt.

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Gute Arbeitsbedingungen für die Medienvertreter

120 moderne Arbeitsplätze stehen für die Journalisten zur Verfügung, 60 sind es für die Fotografen. Mehr geht nicht. »Schließlich wollen wir allen gute Arbeitsbedingungen bieten«, sagt Hartmann – und deshalb muss sie im Vorfeld in Absprache mit der Internationalen Biathlon Union (IBU) auch eine Auswahl treffen. Alles andere als eine leichte Aufgabe. »Man muss da manchmal schon genau abwägen«, sagt Hartmann, in deren Zuständigkeit keine Fernsehjournalisten fallen, die kommen also noch dazu.

Die Wochen vor dem Weltcup ist Cornelia Hartmann noch Einzelkämpferin. Während der Biathlon-Woche steht ihr dann aber ihr komplettes Team zur Seite – und die neunköpfige Truppe arbeitet seit Jahren perfekt Hand in Hand zusammen. »Ich lebe von meinem Team«, sagt sie. »Es geht einfach nur miteinander.«

Eine Änderung hat es in diesem Jahr aber gegeben: Markus Stuckmann war die vergangenen sechs Jahre der Medienchef beim Ruhpoldinger Weltcup. Da er seine Tätigkeit als Ruhpoldinger Tourismusdirektor beendet hat, ist auch seine Mitarbeit im Weltcup-OK zu Ende gegangen.

Cornelia Hartmann und ihre Mannschaft müssen die vielen Aufgaben nun ohne Stuckmann stemmen. Lisa Beilhack, Marion Targatsch, Ingrid Rey, Rainer Klapfenberger, Thomas Lapper, Florian Schindler, Andreas Scheck und Markus Klapfenberger wissen aber ganz genau, was zu tun ist. »Bei uns ist schon ganz viel Routine dabei«, hebt Hartmann hervor.

Das Team arbeitet im Schichtbetrieb. Bei der Öffnung des Pressezentrums müssen noch nicht alle Helfer vor Ort sein und abends genügt es auch, wenn ein Teil der Truppe bis zur Schließung des Zentrums da ist. Rund zwei Stunden vor dem Wettkampf sind aber meistens alle Teammitglieder vor Ort, um alle Fragen und Wünsche der Journalisten und Fotografen schnell beantworten zu können.

Das Team betreut die zahlreichen Medienvertreter aber nicht nur im Pressezentrum, sondern auch darüber hinaus. »Wir sind quasi Ansprechpartner für alles«, erzählt Hartmann. »Da wird beispielsweise schon mal ein Ladekabel im Hotel vergessen«, erzählt sie. Doch das Medien-Team besorgt umgehend Ersatz oder organisiert schnell einen Shuttle zum Hotel.

Die Aufgaben des Teams sind weitreichend. Vor dem Rennen müssen etwa die Startlisten rechtzeitig vorliegen, nach dem Rennen wollen die Medienvertreter so schnell wie möglich die Ergebnislisten zur Hand haben. Dann muss alles für die Pressekonferenz hergerichtet werden. Und immer muss vor allem eines passen: die technische Ausstattung. Das Internet etwa muss funktionieren, schließlich werden minütlich Nachrichten aus der Arena in die Welt gesendet.

Neben dem Stress gibt's aber auch viele schöne Momente für das Team. Einer davon ist etwa, wenn einer der Helfer die Sportler aus der Mixed-Zone nach oben zur Pressekonferenz begleiten darf. »Das ist das Highlight für uns. Das will dann immer jeder machen«, sagt Cornelia Hartmann.

Ein wenig Zeit, die Rennen hautnah zu verfolgen

Vor und nach dem Wettkampf hat das Team also jede Menge zu tun. Dazwischen gibt’s ein wenig Leerlauf – und die freiwilligen Helfer haben dann auch Zeit, die Rennen zu verfolgen. »Das ist einfach schön.«

Ruhpolding präsentiert sich jedes Jahr als perfekter Gastgeber – und auch die Medienvertreter profitieren davon. Im Café Biathlon etwa werden die Journalisten bestens verpflegt. Und auch beim Bayerischen Abend dürfen sie dabei sein. Für Cornelia Hartmann und ihr Team bedeutet das zusätzlich einiges an Arbeit. »Aber das ist alles Teil unseres Services.« Und der läuft perfekt – und jetzt kehrt in Sachen Biathlon bei Cornelia Hartmann erst einmal wieder Ruhe ein. Stressig wird es für sie in dieser Sache dann erst wieder im Oktober. Stephanie Brenninger