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Fischer-Loipe besteht Testzeit mit Bravour

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Reger Betrieb herrschte immer bei entsprechendem Wetter auf der neuen Fritz Fischer-Loipe. (Foto: Giesen)

Ruhpolding – Besonders nochmal zum »Frühlingsanfang« am vergangenen Wochenende bewies der Nutzerandrang auf der neuen Fritz Fischer-Loipe nahe des Biathlonleistungszentrums in der Laubau, wie wichtig die kleine neue Loipe gerade für die Einheimischen ist. Auf Anregung von VRB-Gemeinderat Sepp Zeller wurde die neue Fritz-Fischer-Loipe sehr kurzfristig im Dezember des vergangenen Jahres in Betrieb genommen.


Die 5,8 Kilometer lange Loipe führt von der Sichinger Wiese vom Parkplatz des Biathlonzentrums Richtung Laubau an der Traun entlang. Nach einer Kurve auf der Wiese geht es mitten durch den Wald auf der ehemaligen Waldbahntrasse und führt in einem Rundweg zurück zum Parkplatz. Die Loipe ist gerade für Familien, Alt und Jung, gleichermaßen gut geeignet, weil sie keine steilen Strecken, schärfere Kurven oder andere schwer zu bewältigende Situationen enthält.

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Nach längeren Überlegungen mit seinem alten Schulfreund Fritz Fischer unterbreitete Sepp Zeller seine Idee der neuen Loipe für den Breitensport Ruhpoldings Bürgermeister Justus Pfeifer, den Bayerischen Staatsforsten in Person von Paul Höglmüller, über deren Gebiet die Loipe größtenteils führt.

Selbstverständlich musste dazu auch das Einverständnis aller Laubauer Almbauern eingeholt werden, deren Hütten auf dem betreffenden Gelände stehen. Mit der Gemeinde wurde erstmal ein Probejahr verabredet. Bei gutem Erfolg sollte die Gemeinde im kommenden Winter noch für eine entsprechende Infrastruktur zum Beispiel mit den jetzt noch fehlenden Toiletten und eventuellen Brotzeitmöglichkeiten für die Loipennutzer sorgen.

Nach all den Vorbereitungen waren die notwendigen Arbeiten für die neue Loipe schnell erledigt, erzählten Sepp Zeller und Fritz Fischer im Gespräch mit unserer Zeitung. Wenige, ohnehin schon morsche Eschen mussten aus Sicherheitsgründen entlang der Trasse entfernt werden, ebenso ein paar Baumstümpfe. Arbeiten, die Sepp Zeller und Freunde selbst mit Hilfe seiner landwirtschaftlichen Maschinen ausführen konnten. Die Raupenfahrer der Gemeinde sorgten während der letzten drei Monate bei genügend Schnee zuverlässig für das Präparieren der Loipe.

»An allen Tagen, wo das Langlaufen möglich war, nutzten die Loipe Hunderte von alten und jungen Leuten«, freut sich Fritz Fischer. Nach seiner aktiven Zeit als höchst erfolgreicher Biathlet hat der 66-Jährige seit fünf Jahren die so genannte »Moasalm« von Sepp Zeller für sich und seine Familie gemietet und verbringt hier gerne seine freien Tage. Die »Laubauer Maisalm«, wie die Moasalm offiziell heißt, gehört seit gut 300 Jahren zum Großgstatter Hof von Sepp Zeller in Gstatt in Ruhpolding. Vor der Vermietung an Fritz Fischer wurde sie in 2007 vom Eigentümer rundum nach den neuesten baulichen Standards saniert.

Fritz Fischer ist bis heute auch in Ruhpolding mit seinem Biathlon-Camp für Firmen und andere Interessierte sehr aktiv. Ehrenamtlich engagiert er sich auch gerne für den Breitensport mit Kindertraining oder Langlaufkursen.

»Ich bin so dankbar für das, was mir der Sport gegeben hat, dass ich es gerne an die Bevölkerung zurückgeben möchte«, so der Goldmedaillengewinner bei den Olympischen Spielen in Albertville 1992. Gerade in Corona-Zeiten sei es wichtig, Kindern und Familien Sport an der frischen Luft zu ermöglichen.

gi

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