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Feuerwehren konnten Waldbrand bei Ruhpolding vollständig löschen

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Brand bei Ruhpolding am Ochsenlahnerkopf – Helis bekämpfen Waldbrand
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Rund 100 Einsatzkräfte sind am Ochsenlahnerkopf bei Ruhpolding im Einsatz um den am Montag ausgebrochenen Waldbrand zu bekämpfen. Foto: Peter Volk (Kreisfeuerwehrverband Traunstein)

Ruhpolding – Mit Hubschraubern und Bodentrupps von Feuerwehr und Bergwacht bekämpfen am heutigen Dienstag rund 100 Einsatzkräfte den Waldbrand am Ochsenlahnerkopf an der Grenze zu Österreich. Der Brand hält die Helfer bereits seit Montagabend auf Trab. Spätestens am Mittwoch sollen auch die letzten Glutnester gelöscht sein.


Update, Mittwochmorgen:

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Beim Kontrollflug eines Polizeihubschraubers mit einer Wärmebildkamera am Mittwochmorgen konnte die Besatzung keine Brandstellen und Glutnester ausmachen. Die Auswertung der Bilder gab keinerlei Feststellungen, dass bis Dienstagabend nicht alle brennenden Bereiche von Feuerwehr und Bergwacht vollständig abgelöscht worden wären. Damit wurde auch die Einsatzleitung aufgelöst und die Beauftragung von Traunsteins Kreisbrandrat Christof Grundner als Örtlicher Einsatzleiter beendet.

In den nächsten Tagen wird es noch weitere Kontrollflüge durch die Bayerische Polizeihubschrauberstaffel geben. Das am Berg, in der Nähe der Brandstellen zurückgelassene Einsatzmaterial, wie Schläuche, Wasserbehälter, Pumpen, usw. werden erst nach dem kommenden Wochenende, an dem ein Wetterwechsel mit Regenfällen erwartet wird, abgebaut. Auch die Seilsicherungen der Bergwacht zum Schutz der Einsatzkräfte werden dann erst beseitigt.

Update, Dienstagabend:

Wie Feuerwehr und Polizei mitteilen, konnten die rund 100 Einsatzkräfte der Feuerwehren und Bergwachten den Waldbrand am Ochsenlahnerkopf bei Ruhpolding in den Abendstunden vollständig bekämpfen. Damit wurden aus die letzten Glutnester gelöscht.

Update, Dienstag, 16.40 Uhr:

Laut Feuerwehr dauern die Löscharbeiten im Bergwald südlich von Ruhpolding heute noch den gesamten Dienstag über an. Rund 100 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Bergwacht kämpfen gegen den Wurzel- und Bodenbrand auf 1450 Metern Seehöhe, im steilen, felsigen Gelände, bewachsen mit Latschen, Sträuchern und kleinen Bäumen.

Am Morgen wurde zunächst versucht dem Schwelbrand aus der Luft Herr zu werden. Zwei Hubschrauber der Bayerischen Polizei mit Außenlastbehältern und ein Transporthubschrauber einer österreichischen Firma warfen Wasser auf die insgesamt rund 40 Quadratmeter großen Brandstellen. Danach war ab dem späten Dienstagvormittag mühsame Handarbeit der Löschtrupps von Nöten. Die Helfer von Feuerwehr und Bergwacht, die zuvor von den Hubschraubern der Polizei an die Brandstelle geflogen wurden, müssen den Waldboden aufhacken und Wurzelwerk mit Motorsägen aufschneiden, um an die Glutnester im Boden zu gelangen. Dann erst kann der Schwelbrand abgelöscht werden.

Dazu wurden in der Nähe der Brandstellen 600 und 1000 Liter fassende Container mit Wasser abgesetzt. Von dort verlegen die Feuerwehrler Schlauchleitungen bis an die Brandorte und löschen den klimmenden Waldboden. Die Helfer der Bergwacht verlegten im steilen Gelände Seilsicherungen für die am Berg eingesetzten Einsatzkräfte. Quadratmeter für Quadratmeter und Stück für Stück löschen die Floriansjünger seither den Bodenbrand – eine überaus anstrengende und zeitraubende Arbeit, bei 25 bis 30 Grad Hitze.

Wegen der enormen Anstrengung werden die Löschtrupps auch immer wieder ausgetauscht und durch weitere Helfer ersetzt. Um die Brandstellen genau lokalisieren zu können, kreist ein Polizeihubschrauber mit einer Wärmebildkamera über der Einsatzstelle und die Besatzungen wiesen die Löschtrupps so zielgenau an den Brandherde. Die Einsatzleitung unter der Führung von Traunsteins Kreisbrandrat Christof Grundner ging bei einer Lagebesprechung am Nachmittag davon aus, dass die kräftezerrenden Löscharbeiten noch bis heute Abend andauern, möglicherweise auch am Mittwoch noch fortgesetzt werden müssen.

Insgesamt sind 100 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Bergwacht, Polizei und Rettungsdienst im Einsatz, dazu Vertreter des Landratsamtes Traunstein mit stv. Landrat Sepp Konhäuser und Ruhpoldings Bürgermeister Claus Pichler vor Ort. Wegen des großen Koordinierungsbedarfs der beteiligten Hilfs- und Rettungsorganisationen wurde Kreisbrandrat Christof Grundner am Dienstagmorgen zum Örtlichen Einsatzleiter bestellt, der Katastrophenfall wurde jedoch nicht ausgerufen. Die Einsatzleitung koordiniert den umfangreichen Einsatz vom Biathlonzentrum, der Chiemgau-Arena in Ruhpolding aus. Die Einsatzdokumentation und Kommunikation stellte die Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung sicher.

Wanderin hatte Rauch im Wald gesehen

Den Brand entdeckt hatte eine Bergwanderin am Montagnachmittag. Sie meldete an die Integrierte Leitstelle Traunstein, dass sie Rauch aus dem felsigen Gelände an der Nordostseite des Ochsenkopflahner habe aufsteigen sehen. Daraufhin wurde die Feuerwehr Ruhpolding alarmiert, ebenso die Hubschrauberstaffel der Bayerischen Polizei. Am Montagabend wurde bis zum Einbruch der Dunkelheit mit zwei Polizeihubschraubern aus der Luft gelöscht. Fortgesetzt wurden die Löscharbeiten am Dienstagmorgen ab 6 Uhr, dazu wurden die Feuerwehren Ruhpolding, Siegsdorf und die Flughelfergruppe der Feuerwehr Bad Reichenhall alarmiert, die die Hubschrauberbesatzungen beim Anbringen der Außenlastbehälter mit Wasser und bei der Einweisung unterstützen.

Befüllt wurden die Wasserbehälter im Heutal, auf österreichischer Seite, im Wasserbecken einer Pistenbeschneiungsanlage, weil von dort die kürzeste Flugstrecke zur Brandstelle gegeben war. Die Feuerwehr Unken (Salzburg) und die Feuerwehr Inzell sind vor Ort und unterstützen die Hubschrauberbesatzungen. Auch mehrere Bergwacht-Bereitschaften aus Ruhpolding und Umgebung sind im Einsatz. Zur Absicherung der eingesetzten Kräfte im Falle eines medizinischen Notfall stehen zudem ein Rettungswagen und eine Schnell-Einsatz-Gruppe des Bayerischen Roten Kreuzes bereit. Verletzt wurde bei dem Einsatz bisher niemand.

Wie es zu dem Brand in dem völlig unwegsamen Gelände kommen konnte, ist unklar. An den Brandstellen in 1450 Metern Höhe führen keine Wanderwege oder Bergpfade vorbei. Deshalb scheidet eine Glasflasche, die liegen gelassen wurde und durch Brennwirkung einen Schwelbrand hätte auslösen können, weitgehend aus. Vielleicht wurde der Schwelbrand im Wurzelwerk auch durch einen Blitz während eines Gewitters ausgelöst, der über Tage nur im Boden glimmte und sich erst später entfachte, Rauch aufstieg und deshalb sichtbar wurde.

Die Einsatzleitung hofft, dass der Einsatz noch heute am späten Abend beendet werden kann. Für Mittwochmorgen ist ein Kontrollflug eines Polizeihubschrauber vorgesehen, um mit der Wärmebildkamera festzustellen, ob sich im Gelände noch unentdeckte Glutreste befinden. Sollte dies der Fall sein, werden die Löscharbeiten morgen wieder aufgenommen. 

Pressemeldung Kreisfeuerwehrverband Traunstein

Update, Dienstagnachmittag:

Dutzende Einsatzkräfte von Feuerwehr und Bergwacht bahnen sich zu Fuß und mit Löschrucksäcken ausgerüstet einen Weg in das extrem steile und schwer zugängliche Gelände in rund 1500 Metern Höhe. Die Helfer sollen die Brandherde aufspüren und ablöschen. Dieses Prozedere gestaltet sich aber nicht nur wegen des Geländes als schwierig, sondern auch weil sich die Glutnester teilweise in Vertiefungen unterhalb des eigentlichen Waldbodens befinden.

Ein Polizeihubschrauber hat das Gebiet aus der Luft abgesucht, um die Brandstellen zu lokalisieren. Die brennende Fläche soll sich mittlerweile deutlich vergrößert haben, zuletzt war von rund 40 Quadratmetern die Rede. Es handelt sich laut Angaben der Feuerwehr allerdings nur um glimmende Bereiche und kein offenes Feuer. Die Arbeiten können noch längere Zeit in Anspruch nehmen.

Der heutige Einsatz hat gegen 6 Uhr morgens begonnen. Entdeckt wurde der Brand am Montagabend von einer Wanderin, die in dem Gebiet eine Rauchentwicklung gesehen hatte. Noch am Nachmittag wird der Pressesprecher des Kreisfeuerwehrverbands Traunstein, Peter Volk, weitere Informationen zur aktuellen Lage am Einsatzort bekannt geben.

Aktuelle Bilder folgen.

Brand bei Ruhpolding am Ochsenlahnerkopf – Helis bekämpfen Waldbrand
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Am Ochsenlahnerkopf bei Ruhpolding entfachte sich am Montagabend ein Waldbrand und rief Feuerwehren, Bergwacht und zwei Hubschrauber auf den Plan. Seither laufen die Löscharbeiten. (Foto: FDL/Lamminger)

Update, Dienstagvormittag, 10 Uhr:

Der Flächenbrand in einer Felsrinne, die mit Bäumen und Latschen bewachsen ist, konnte bereits gestern aus der Luft mit Hilfe der Hubschrauber weitgehend gelöscht werden. Am heutigen Dienstag werden Bergwacht- und Feuerwehrmänner direkt an die Brandstelle gebracht, um Glutreste abzulöschen.

Am frühen Montagabend gegen 19 Uhr wurde der Brand einer rund zehn Quadratmeter großen Fläche am Ochsenlahnerkopf entdeckt und zunächst die Feuerwehr Ruhpolding alarmiert. Da sich der Brandort in unzugänglichem Gelände befindet, konnten die Einsatzkräfte nicht bis an die Brandstelle vorrücken.

Deshalb wurden zwei Hubschrauber der bayerischen Polizei angefordert. Einer überflog die Brandstelle mehrmals und lies Wasser von einem Außenlastbehälter ab. Der zweite, ausgestattet mit einer Wärmebildkamera, kontrollierte die Brandstelle aus der Luft. Unterstützt wurden die Besatzungen der Edelweiß-Maschinen von der Flughelfergruppe der Feuerwehr Bad Reichenhall.

Die Hubschrauber konnten jedoch nur bis zum Einbruch der Dunkelheit eingesetzt werden. Nach Auswertung der Bilder der Wärmebildkamera ging die Einsatzleitung davon aus, dass der Schwelbrand weitgehend gelöscht war.

Um ganz sicher zu gehen wurde jedoch beschlossen, am Dienstagmorgen ab 6 Uhr erneut zwei Hubschrauber einzusetzen. Sie setzten Bergwacht- und Feuerwehrmänner mit einer Winde am Brandort ab. Die Helfer werden versuchen versteckte Glutreste ausfindig zu machen und zu löschen. Dafür kommt die Feuerwehr Siegsdorf mit ihrem Waldbrandsatz zum Einsatz.

Mit Löschrucksäcken (Wasserbehältern, die wie ein Rucksack getragen werden) wollen die Floriansjünger den Flächenbrand vollständig löschen. Seit etwa 7.30 Uhr ist die Polizeihubschrauberbesatzung mit einem Bergwacht- und einem Feuerwehrmann an der Brandstelle. Nach der genauen Erkundung wird die Einsatzleitung über das weitere Vorgehen entscheiden.

Erstmeldung, Montagabend, 22.40 Uhr:

Mit einem Löschhubschrauber versuchen Einsatzkräfte seit heute Abend ein aufflammendes Feuer auf einem Berg bei Ruhpolding zu bekämpfen. In rund 1500 Metern Höhe hatte sich ein zunächst kleiner Waldbrand entfacht.

Gegen 19 Uhr wurden Feuerwehr und Bergwacht zu einer Rauchentwicklung mit unbekanntem Ausmaß an einen Berg bei Ruhpolding alarmiert. Die Einsatzkräfte versammelten sich beim Biathlonzentrum in Ruhpolding und koordinierten teils von dort aus den beginnenden Einsatz. Ein Polizeihubschrauber mit einem Retter der Bergwacht an Bord überflog die Brandstelle, die oberhalb vom Staubfall zwischen Fischbachkopf und Angerertal auf etwa 1500 Metern Seehöhe liegt.

Drei Mal konnte der Polizeihubschrauber im österreichischen Heutal seinen Löschbehälter füllen und das Wasser über dem Brandherd ablassen. Die rund 25 Quadratmeter große Brandfläche liegt in sehr steilem und unzugänglichem Gelände.

Nach letztem Kenntnisstand der Einsatzkräfte vor Ort konnte das Feuer trotz Einsatz des Hubschraubers nicht gelöscht werden, der aufgrund der einbrechenden Dunkelheit die Löschflüge beenden musste. Am Dienstagmorgen soll der Einsatz bei Bedarf fortgesetzt werden.

red/ pv/ FDL