Eine Weihnachts-Krippenschau der besonderen Art

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Den neu gestalteten Ruhpoldinger Krippenweg nutzten am ersten Adventssonntagzahlreiche Einheimische und Besucher aus der Umgebung, um sich die 50 Weihnachtskrippen in den Geschäftsauslagen anzusehen. (Foto: Schick)

Ruhpolding – Jetzt gibt es in der Tourismusgemeinde Ruhpolding doch noch einen »besonderen Weg«: Gemeint ist damit allerdings nicht die traditionelle Kulturwanderung mit adventlicher Lesung zur Schwarzachen-Alm (sie fällt heuer den aktuellen Beschränkungen zum Opfer), sondern den Ruhpoldinger Krippenweg, der zum ersten Mal in Zusammenarbeit mit dem Tourismus- und Wirtschaftsverband und Rosi Bauer vom Siegsdorfer Christkindl-Wallfahrtsmuseum sprichwörtlich »auf den Weg gebracht« wurde. 


50 sehenswerte Weihnachts-Krippen in den unterschiedlichsten Ausgestaltungen und Bauarten aus drei Jahrhunderten reihen sich wie an einer Perlenschnur aufgefädelt entlang der Haupt- und Bahnhofstraße und laden Besucher und Schaulustige jeden Alters ein, nicht nur einen Blick in die Schaufenster, Auslagen und Glasvitrinen zu werfen. Insgesamt verteilen sich die biblischen Darstellungen der Geburt Jesu auf 30 Geschäfte, Cafés und Banken, wobei sich der extra angefertigte Flyer (erhältlich in der Tourist-Info und teilnehmenden Geschäften) auf der Suche nach dem jeweiligen Ausstellungsort als hilfreich erweist.

Da die Türen ihres Museums momentan Coronabedingt geschlossen sind, kam für Krippen-Mentorin und Leihgeberin Rosi Bauer die Möglichkeit gerade zum richtigen Zeitpunkt und deshalb wie gerufen, um ihre grandiose Sammlung auf diese unkonventionelle Art, noch dazu im Nachbarort, präsentieren zu können.

Zu Ruhpolding hat Rosi Bauer schon seit jungen Jahren eine besondere Verbindung, da sie im Kurhaus gelernt und später im Rauschberghaus gearbeitet hat. Außerdem ist sie immer wieder mit Christian Burghartswieser seit dessen Zeit als Schauspieler und Regisseur des Chiemgauer Volkstheaters in Kontakt, als es noch galt, Requisiten für verschiedene Aufführungen zu gestalten.

Im Zuge ihrer Suche nach einer neuen Museums-Bleibe schaltete sich auch Ruhpoldings Bürgermeister Justus Pfeifer ein und brachte sie auf die Idee des Krippenwegs. Während ein anderer Teil, ihre beachtliche Christkindl-Sammlung derzeit im Rahmen einer Sonderausstellung im Egerland-Museum in Marktredwitz gezeigt wird, bereichern nun ihre Krippen in den Ruhpoldinger Geschäftsstraßen die Advents- und Weihnachtszeit und laden zu einem stimmungsvollen Bummel für Groß und Klein ein. Sie sind bis Maria Lichtmess (2. Februar 2022) zu besichtigen.

Wer die Krippen-Tour noch vervollständigen möchte: Die beleuchtete Alpenländische Krippe in der Pfarrkirche St. Georg ist als Abrundung auf alle Fälle einen Besuch wert.

ls

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