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Ein Trio sorgt unermüdlich für gute Stimmung bei den Fans

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Die drei Stadionsprecher Dr. Harald von Knoerzer-Suckow (rechts), Laura Erdelyi und Geri Egger sorgen in der Chiemgau-Arena für gute Stimmung. (Foto: Brenninger)
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Die drei Stadionsprecher Dr. Harald von Knoerzer-Suckow (rechts), Laura Erdelyi und Geri Egger sorgen in der Chiemgau-Arena für gute Stimmung. (Foto: Brenninger)

Sie müssen ab und an schonmal Autogramme schreiben. Und natürlich auch mal für ein Selfie bereitstehen. Das kommt aber nicht von ungefähr: Denn die Ruhpoldinger Stadionsprecher Dr. Harald von Knoerzer-Suckow, Geri Egger und Laura Erdelyi machen beim Biathlon-Weltcup seit Jahren eine hervorragende Arbeit – und das kommt eben bei den Fans sehr gut an. »Für uns ist es der schönste Lohn, wenn alles funktioniert und unsere Moderation den Fans gefällt«, sagt Dr. Harald von Knoerzer-Suckow.


Doch dahinter steckt eine jede Menge Arbeit. Das Unterhaltungsteam um Chefkoordinator Hermann Hipf macht sich schon weit im Vorfeld viele Gedanken darüber, wie die zahlreichen Fans bestens unterhalten werden können. Und so gibt es jedes Jahr neue Ideen, die umgesetzt werden. Beispielsweise gibt es verschiedene Spiele, Interviews oder einfach auch mal ein paar Stimmungseindrücke in Form von kurzen Videoeinspielungen auf den Leinwänden von den Rängen. Immer mittendrin sind die drei Stadionsprecher.

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Dr. Harald von Knoerzer-Suckow ist übrigens gleich in dreifacher Funktion in der Chiemgau-Arena unterwegs. Denn neben seiner ehrenamtlichen Tätigkeit als Stadionsprecher ist der Zahnarzt ja auch Vorsitzender des SC Ruhpolding und Vizepräsident des Organisationskomitees. »Wobei die letzten beiden Funktionen ja zusammenhängen«, sagt er.

2002 hat Dr. Harald von Knoerzer-Suckow die Aufgabe als Stadionsprecher übernommen. Beim Biathlon sei er aber schon länger als Helfer im Einsatz gewesen, betont der Ruhpoldinger. Und zwar sei er beim Ordnungsdienst als Kartenabreißer dabei gewesen. Schließlich habe in Herbert Fritzenwenger junior gefragt, ob er sich vorstellen könne, Stadionsprecher zu werden. Bis dahin moderierte Dr. von Knoerzer-Suckow immer die Siegerehrungen im Golfclub – und das kam bei den Anwesenden immer hervorragend an. So kam eins zum anderen.

»Mir wird ein gewisses Naturtalent bescheinigt«

»Als ich dieses Angebot bekommen habe, habe ich mir gedacht: Mehr als schiefgehen kann es ja nicht«, erinnert er sich zurück. Es ging aber nicht schief – ganz im Gegenteil. »Mir wird ein gewisses Naturtalent bescheinigt«, sagt der Ruhpoldinger stolz.

In der Tat machen alle drei ihren Job hervorragend. Und es gehört schon auch eine Menge Mut dazu, vor einer voll besetzten Tribüne zu sprechen. »Ich tue mir nicht schwer, vor den Rängen zu stehen und etwas zu sagen«, sagt der Chef des SC Ruhpolding.

Allerdings gibt er zu, dass er die Tage vor dem Weltcup durchaus angespannt ist. »Wirklich schlimm ist das Wochenende vorher«, sagt er. »Dann ist man vom Kopf her schon komplett auf Biathlon eingestellt.« Aber es steige dann auch von Tag zu Tag die Vorfreude auf den Weltcup. »Die Sportler sprechen ja immer davon, dass sie vor einem Wettkampf in einem Tunnel sind. Wir sind das die ganze Woche.« Aber sobald die erste Moderation geklappt hat, »geht es dahin, dann sind wir im Fahrwasser drin«.

Das Stadionsprecher-Team ist mittlerweile auch perfekt aufeinander eingespielt. »Jeder von uns weiß, dass er sich auf den anderen verlassen kann.« Und man sieht den drei auch bei der Arbeit an, dass sie eine jede Menge Spaß an ihrem Job haben.

Und das die drei für gute Stimmung sorgen und ihre Arbeit verstehen, blieb auch andernorts nicht verborgen. So sind Dr. Harald von Knoerzer-Suckow, Geri Egger und Laura Erdelyi auch mittlerweile die Stadionsprecher bei der Biathlon-Veranstaltung auf Schalke. »Das war quasi der Ritterschlag für uns und eine sehr schöne Bestätigung«, freuen sie sich.

In diesem Jahr gibt's für das Trio auch wieder eine Neuerung. In ihre Moderation wird auch das ARD-Wohnzimmer miteingebunden. »Das ist eine schöne Geschichte« ist Dr. Harald von Knoerzer-Suckow überzeugt.

Die drei haben jeden Tag jedenfalls ein klares Ziel vor Augen: Sie wollen zusammen mit DJ Lumpi, der für die musikalische Unterhaltung sorgt, den Spannungsbogen auf den Rängen Stück für Stück aufbauen. »Beim Rennen soll die Stimmung im Stadion dann kochen.« Dabei haben die drei aber auch durchaus leichtes Spiel. »Denn das Ruhpoldinger Publikum ist sehr euphorisch«, sagt von Knoerzer-Suckow, der übrigens auch bei allen anderen Veranstaltungen des SC Ruhpolding in der Chiemgau-Arena als Stadionsprecher ehrenamtlich tätig ist. Aber gerade auch diese kleineren Veranstaltungen haben ihm geholfen, in seine Arbeit reinzuwachsen, erzählt er.

Dr. von Knoerzer-Suckow erinnert sich auch kurz nochmals an seinen Start zurück. Aufwändig sei damals noch alles gewesen. »Alles musste mit Kabel verbunden werden. Heute geht alles über Funk«, betont er. Es habe sich gewaltig viel getan in den 17 Jahren. Eines ist jedoch gleich geblieben: Es steckt ganz viel Arbeit hinter dem Job.

Und die ist manchmal alles andere als leicht. Denn die Stadionsprecher müssen auch ab und an sehr spontan sein, obwohl es einen genauen Regieplan gibt. »Es kann sich schnell mal etwas im Ablaufplan ändern.« Deshalb musste auch schon der eine oder andere Programmpunkt in die Tonne getreten werden.

Für die drei ist das aber halb so schlimm. »Das gehört einfach dazu.« Und ab und an müssen sie übrigens nicht nur Autogramm schreiben oder Selfies machen. Manchmal gibt's von den Fans »auch ein Schnapserl«. Als Belohnung quasi. Und die haben sich die drei Gute-Laune-Macher dann auch wirklich redlich verdient. Stephanie Brenninger