Das Vinzentinum ist 50 Jahre alt

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Seit 50 Jahren besteht die Kreisklinik Vinzentinum in Ruhpolding.

Ruhpolding – 50 Jahre alt wird die Kreisklinik Vinzentinum Ruhpolding der Kliniken Südostbayern AG dieser Tage. Dabei steht nach Angaben der Kliniken Südostbayern AG das Wohl der Patienten für die rund um die Uhr engagierten Mitarbeiter stets an erster Stelle.


Das Vinzentinum hat nur 76 Betten. Das, und die Menschen, die in der ruhigen Atmosphäre arbeiten, tragen zu dem eigenen Charme des Hauses bei. Wo 1971 der Neubau des Krankenhauses eröffnet wurde, stand schon seit 1892 das auf Wunsch der Eigentümer zum Gemeindekrankenhaus umgebaute einstige Anwesen der Zimmermeistereheleute Valentin und Anna Haßlberger. 

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Das Gebäude konnte Mitte der 1960er Jahre nicht mehr saniert werden. Damals hatten die Barmherzigen Schwestern vom heiligen Vinzenz von Paul der Gemeinde Ruhpolding das Gemeindekrankenhaus abgekauft. Sie finanzierten den Neubau aus eigenen Mitteln. Der lichte Atriumbau war damals nicht nur architektonisch eine Besonderheit, sondern überraschte auch mit Einzel- oder Zweibettzimmern.

Der Sanierung des Krankenhauses in den 1990er Jahren folgte am 1. Januar 2012 ein weiterer großer Schritt: Nach 41 Jahren gaben die Barmherzigen Schwestern mit Blick auf den Nachwuchsmangel und die zunehmend wirtschaftlich schwierige Situation ihre Trägerschaft ab. Das Ordenskrankenhaus wurde als sechstes Haus in den Verbund der Kliniken Südostbayern AG (KSOB) aufgenommen. Nun schärfte das Krankenhaus immer stärker sein medizinisches Profil: »Als erster Schritt war es uns wichtig, im Rahmen der Altersmedizin eine Akut-Geriatrie zu etablieren«, erinnert sich Elisabeth Ulmer, Vorständin der Kliniken Südostbayern AG.

Längst hat sich die im Dezember 2013 mit 20 Betten eröffnete Fachabteilung bei der ganzheitlichen Behandlung älterer Menschen mit akuten und chronischen inneren Erkrankungen sowie akut erkrankter Demenzpatienten einen guten Ruf erworben. Neben der Leitenden Ärztin Dr. Marianne Gerusel-Bleck arbeiten hier speziell weitergebildete Pflegekräfte.

Von Beginn an gab es eine gute Zusammenarbeit mit dem Klinikum Traunstein. 2017 wurde das »Alterstraumatologiezentrum Traunstein-Ruhpolding« gegründet. Besonders kümmert man sich um unfallverletzte alte Menschen. Sie sollen so eigenständig wie möglich in ein selbstbestimmtes Leben zurückkehren können.

»Die entschleunigte Atmosphäre des Hauses bietet gerade dem alten Menschen sowie Schmerzpatienten das perfekte Umfeld«, so Ulmer. Im Januar 2016 wurde eine Abteilung für multimodale stationäre Schmerztherapie eröffnet, ihre Leitung übernahm Chefärztin Dr. Helga M. Schuckall.

»Durch die Bildung dieser Schwerpunkte konnten wir die Klinik gut und zukunftsweisend weiterentwickeln«, betont Ulmer. Auch die Innere Medizin unter Leitung von Chefarzt Dr. Herbert Bruckmayer wurde nicht nur mit dem Schwerpunkt Endoskopie immer weiter auch im ambulanten Bereich ausgebaut.

Passend zum runden Geburtstag wird die Sanierung heuer fertig. Nicht nur den Patienten tut die Klinik gut. »Ich fühle mich wohl in dem Haus, es ist ein enormes Miteinander aller Berufsgruppen, jeder hilft mit«, sagt Standortdirektorin Petra Kalina.

Ein persönliches Bild von der Zusammenarbeit in dem Haus konnten sich die Menschen vor Corona an den immer sehr gut besuchten Tagen der offenen Tür machen. Das Vinzentinum habe für die Gemeinde ganz besondere Bedeutung, so Bürgermeister Justus Pfeifer. »Die ausgesprochen familiäre und kompetente ärztliche und pflegerische Betreuung« schätzten die Bürger sehr.

Das 50-jährige Bestehen stehe für den Erfolg einer zuverlässigen Gesundheitsversorgung. »Dass ein Ort wie Ruhpolding neben seiner touristischen Attraktivität noch dazu eine hervorragende medizinische Versorgung bietet, rundet die Lebensqualität absolut ab.« Auch in diesem Sinne hoffen alle Beteiligten, dass die Corona-Rahmenbedingungen in der zweiten Jahreshälfte ein schönes Fest für die Klinik zulassen werden.

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