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Breitbandausbau geht in die nächste Runde

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Der Vertrag ist unter Dach und Fach: Die Vereinbarung unterzeichneten (sitzend links) Norbert Kreier, der Regionalmanager der Deutschen Telekom, und Bürgermeister Claus Pichler (sitzend rechts) im Beisein von Benedikt Schausbreitner (stehend links) vom Bauamt und dem Planer Michael Müller von der Firma Corwese. (Foto: Burghartswieser)

Ruhpolding – Der Breitbandausbau in Ruhpolding geht in die nächste Runde. Die Gemeinde hat die Telekom beauftragt, den Netzausbau weiter voranzutreiben. Vertreter beider Seiten haben in Ruhpolding den Kooperationsvertrag unterzeichnet.


Die Maßnahme wird im »zweiten Förderverfahren« durchgeführt. Eine Unterstützung hat der bayerische Staat in Aussicht gestellt. »Innerhalb des Förderverfahrens hat die Telekom ein Angebot abgegeben. Die Regierung von Oberbayern hat einem vorzeitigen Maßnahmenbeginn zugestimmt«, sagte Benedikt Schausbreitner vom kommunalen Bauamt. Um das Vorhaben umzusetzen, sei ein Kooperationsvertrag nötig.

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Rund 170 Haushalten eröffnet sich nun die Perspektive, dass sie künftig mit maximalem Tempo im Internet surfen können. Vorgesehen ist der Breitbandausbau in 22 entlegenen Ortsteilen im Ruhpoldinger Talkessel. Die Telekom wird im Rahmen des Ausbaus über 35 Kilometer Glasfaserkabel verlegen und elf neue Glasfaser-Netzverteiler aufstellen. Die Leitung wird direkt ins Haus gehen und die Signale optisch übertragen.

»Die Ansprüche der Bürgerinnen und Bürger an ihren Internet-Anschluss steigen ständig. Bandbreite ist heute fast so wichtig wie Gas, Wasser und Strom«, sagt Bürgermeister Claus Pichler bei der Vertragsunterzeichnung. »Wir haben mit der Telekom einen starken Partner an unserer Seite. So sichert sich unsere Gemeinde einen digitalen Standortvorteil und wird als Wohn- und Arbeitsplatz noch attraktiver.

»Wir freuen uns, dass wir mit unserem Angebot die Gemeinde Ruhpolding überzeugen konnten«, so Norbert Kreier, Regionalmanager der Deutschen Telekom. »Wir legen heute den Grundstein für die digitale Zukunft in Ruhpolding. Das Netz wird immer auf dem neuesten Stand sein. Dafür werden wir sorgen.«

Die Telekom steigt nun in die Feinplanung für den Ausbau ein. Parallel wird eine Tiefbau-Firma ausgewählt, Material bestellt und die Baugenehmigungen eingeholt. Sobald alle Leitungen verlegt und alle Verteiler aufgestellt sind, soll die Anbindung ans Netz der Telekom erfolgen. Anschließend können die Kunden die neuen Anschlüsse buchen.

Damit die Telekom Glasfaser verlegen kann, müssten auch die Immobilienbesitzer mitmachen. »Glasfaser gibt es nur gemeinsam«, betonte Kreier. »Für den Anschluss an das schnelle Netz brauchen wir eine Einverständniserklärung mit Unterschrift des Eigentümers. Sonst dürfen wir sein Haus nicht mit Glasfaser anschließen.« Baubeginn soll frühestens im nächsten Jahr sein. hab