Anton Hogger neuer Vorstand des Trachtenvereins »D'Miesenbacher«

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Die neue Vorstandschaft (von links) bilden Stellvertreter Kajetan Mainwolf, Vorstand Anton Hogger, Schriftführerin Emelie Haßlberger, Stellvertreter Fabian Amort und Kassier Franz Bichler. (Foto: Feil)

Ruhpolding – Anton Hogger ist neuer Vorstand des Trachtenvereins »D'Miesenbacher« Ruhpolding. Die Mitglieder haben ihn in der Generalversammlung zum Nachfolger von Anton Senoner gewählt, der auf eine erneute Kandidatur verzichtet hatte. In der 127. ordentlichen Generalversammlung hielt der Verein Rückschau auf zwei Vereinsjahre. Schriftführerin Rita Reiter berichtete von den Verschiebungen der Vereinszahlen. Der Stand mit 662 Mitgliedern sei weiterhin sehr beachtlich.


 

Den Auftakt in die Trachtensaison 2021 an Fronleichnam mit der anschließenden musikalischen Einkehr beurteilte die ausscheidende Schriftführerin als gelungene Veranstaltung unter Einbeziehung eines notwendigen gesundheitlichen Sicherheitskonzepts. Von den Aktiva und Passiva des Vereinsvermögens berichtete Kassier Franz Bichler, der auch nach dieser schwierigen Gemengelage ein geordnetes Bild des Vereinsvermögens präsentieren konnte. Neben den finanziellen Einbrüchen aus den Konzerten und Heimatabenden – bedingt durch die Corona-Einschränkungen – zeigte Bichler einige Ausgaben auf, die auch während einer Pandemie ein Verein zu leisten hat, denen jedoch keine Einnahmen entgegenstehen.

Aus den einzelnen Gruppierungen berichtete an erster Stelle Musikvorstand Alexander von Haugwitz. Verbunden mit dem Aufruf, der musikalischen Jugendausbildung nach der schwierigen Zeit wieder Leben einzuhauchen, konnte er dem Nachwuchsmusikanten Pius Steinbacher das erfolgreich abgelegte Bronzene Leistungsabzeichen des Musikbezirks ans Revers der forstgrünen Jacke heften.

Aus der Kinder- und Jugendgruppe berichtete Christina Meisl, die bewusst einen Rückblick vermeiden wollte und die ganze Kraft in die Zukunft zusammen mit ihren Helfern stecken will. Der Auftakt hierzu wurde bereits gemacht und mit der Unterstützung von Sepp Wolf ein »Waldtag« veranstaltet, um die Zusammengehörigkeit wieder zu verinnerlichen und neben der nötigen Ausbildung und Information auch den erforderlichen menschlichen und sozialen Kontakt in den Vordergrund zu rücken. Mit 20 Kindern und 25 Jugendlichen ist der Verein für die Zukunft gerüstet.

Schnalzergruppewiederbelebt

Für die Aktiven trat Vorplatter Lukas Kloiber ans Rednerpult. Mit einem kurzen Abriss aus der Vergangenheit und der aktuellen Auftrittslage anlässlich der »Tradition auf der Roas« ging er auf die erfreuliche Wiederbelebung der Miesenbacher Schnalzergruppe mit nunmehr 13 Mitgliedern ein. Die aktuellen Möglichkeiten zur Durchführung von Proben erleichtern die Gruppensituation seinen Angaben zufolge immens.

Eine kurze musikalische Pause leitete zum Bericht des Vorstands über, der auf die schwierige Zeit der Pandemie verwies. Jedoch präsentierte er auch die Arbeit des Vereins, welche nicht stillstand. Er förderte auch den ein oder anderen handwerklichen Erfolg ans Tageslicht. Als Beispiel nannte er das von Ehrenvorstand Anton Geierstanger und Kajetan Mainwolf senior geschaffene Feldkreuz.

Anton Senoner, der nach sechs Jahren auf eine Wiederwahl verzichtete, lobte seine Vorstandschaft und alle Unterstützer. Auf sie habe er sich in seiner schönen, aber auch herausfordernden Amtszeit immer verlassen können. Neben dem 125. Gründungsfest, dem Oktoberfesteinzug und zwei Waldweihnachten habe er in dieser Zeit viel gelernt. Dieses Wissen werde ihn auch weiterhin auf seinem Lebensweg begleiten und ihn stolz machen. Jetzt jedoch liege sein ganzes Augenmerk auf Frau und Kind.

Dieter Kübler wurde für sein jahrzehntelanges Engagement als Ansager geehrt und verabschiedet. Seinen Lebensweg erläuterte er am Mikrofon in ausführlicher Weise, ehe er noch zum Abschied das allen bekannte »Froschgedicht« mit Unterstützung aller alten und jungen Aktiven zum Besten gab. Auf ausdrücklichen Wunsch des Vorplattlers und der Aktiven sagte Dieter Kübler zu, den bevorstehenden Heimatabend mit seinen Anekdoten zu begleiten.

Die langjährige Röckiweibervertreterin Rosmarie Beilhack wurde gebührend von ihren Nachfolgerinnen aus dem Amt entlassen, was mit berührenden Worten Hedi Haßlberger am Rednerpult übernahm. Neben der Würdigung der aufopfernden und weitreichenden Leistungen für den Verein und die Trachtensache wurde die Herzlichkeit und Aufopferungsgabe der Scheidenden – der, wie Vorstand Senoner sagte, »Queen Mum« – erwähnt.

ZahlreicheEhrungen

Zu Ehrenmitgliedern ernannte der Verein Traudi Hinterreiter, Angelika Hallweger, Christl Freimoser, Wolfgang Freimoser, Hans Stuffer, Hans Aschenbrenner, Paul Fellner und Ernst Meisl. Andreas Hofmann, der bereits vorab die Ehrennadel des Vereins erhalten hatte, bekam aus den Händen des Gebietsvertreters Alois Lankes die Goldene Gauehrennadel für über 50-jährige, trachtlerische Arbeit. Neben seinen Erfolgen als Plattler kamen seine Tätigkeiten als stellvertretender Gauvorplattler, als Rosserer für den Verein und die wortgewaltige Unterstützung bei den Trachtenwallfahrten als Vorbeter nach Maria Eck zur Sprache.

Für 25-jährige Zugehörigkeit wurden geehrt: Hans Brandmair, Monika Garnreiter, Gerhard Hallweger, Johann Hallweger junior, Evi Hell, Andreas Hofmann junior Martina Hofmann, Christof Langmeier, Dominik Langmeier, Martin Ullrich, Tyrena Ullrich, Andrea Lex, Christine Thum, Christine Praha, Martina Entfellner, Ingeborg Schneider, Isidor Haas, Anna Maier, Monika Obersteiner und Renate Senoner. Auszeichnungen für 50-jährige Mitgliedschaft erhielten Elisabeth Gstatter, Matthias Daburger, Andreas Hofmann senior, Dieter Maisel, Maria Posch und Heinz Steinbeisser. Mit Pius Langmeier, Anni Staller und Rupert Rieger können drei Mitglieder auf eine 70-jährige Vereinszugehörigkeit zurückblicken.

Neue Vorstandschaft

Die Wahlen brachten folgendes Ergebnis: Neuer erster Vorstand ist Anton Hogger (Anton III.), Stellvertreter bleiben Kajetan Mainwolf junior und Fabian Amort. Als Kassier fungiert nach Willen der Versammlung weiterhin Franz Bichler, als neue Schriftführerin Emelie Haßlberger. Weiter im Ausschuss sind folgende Mitglieder tätig: Rita Reiter, Lena Haas, Hans Aschenbrenner, Wolfgang Thum, Isidor Haas, Dominik Zeller, Christian Jany, Hans Steinbacher, Petra Haßl-berger und Robert Schneider.

Bürgermeister Justus Pfeifer lobte den Verein für die bisherigen Leistungen. Insbesondere hatten die Miesenbacher die erste Veranstaltung im Kurhaus nach dem neuen Konzept mit Miete und Caterer veranstaltete.

Kassier Bichler sprach die Kurhausmiete für den Verein an und bat den Bürgermeister, diese Entscheidung noch einmal zu überdenken – in Zeiten der Pandemie, wo eben auch die eigentlich genutzten Möglichkeiten nicht zur Verfügung stünden.

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