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5,3-Millionen-Projekt ist auf einem guten Weg

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Auf und neben der Skipiste am Unternberg sind große, aber möglichst umweltschonende Baumaßnahmen für die Wasserversorgung-West notwendig. (Foto: Burghartswieser)

Ruhpolding – Seit dem Frühjahr laufen die Tiefbauarbeiten für einige Teilabschnitte der sogenannten »Wasserversorgung-West«. Mittlerweile sind die Bauarbeiten auf und neben der Skipiste am Unternberg in vollem Gange. Um sich ein Bild vom Baufortschritt machen zu können, gab es jetzt einen Ortstermin mit Vertretern der Gemeinde, des Planungsbüros BG-Trauntal und der Firma Swietelsky.


Die bauausführende Firma sei momentan für die Teilabschnitte Bärngschwendt, Geiern, Stocking, Stockreit, Eisenberg und Raffner Alm beauftragt, erklärte der Leiter des kommunalen Bauhofs, Sepp Eder. Kurt Hauser von der Baufirma Swietelsky erklärte, dass momentan 15 Arbeiter in zwei Partien, wovon sich eine bereits im Ortsteil Stocking befinde, in Einsatz seien. Derzeit sei man im Zeitplan. Zudem kündigte Eder an, dass die Unternbergstraße vom Unternberghof bis zur Talstation der Sesselbahn wegen der Baumaßnahmen vom 24. bis 28. September für den Straßenverkehr voll gesperrt werden müsse.

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Bauingenieur Georg Auer vom Planungsbüro BG-Trauntal führte aus, dass sich der derzeitige Auftragsumfang auf rund 1,8 Millionen Euro brutto bis Ende des Jahres belaufe. Davon würden die zuwendungsfähigen Kosten vom Freistaat Bayern mit rund 50 Prozent gefördert. »Das Gesamtprojekt für die Wasserversorgung-West wurde inclusive der Straßenbaumaßnahmen mit voraussichtlich rund 5,3 Millionen Euro kalkuliert«, ergänzte Auer. Derzeit seien schon rund fünf Kilometer Leitungen verlegt und demnächst soll noch die Hauptleitung bis zur Raffner Alm fertiggestellt werden. »Wenn der Ringschluss mit Brand und Egg fertig ist, beträgt die Gesamtlänge der Versorgungsleitung dann elf Kilometer.« Es sei großer Wert darauf gelegt worden, im Rahmen der Grabungsarbeiten auch gleich Leerrohre für den Breitbandausbau zu verlegen.

»Im Rahmen der Baumaßnahmen werden wir 140 Hausanschlüsse fertigstellen und somit rund 1000 Einwohner mit Gemeindewasser versorgen können«, informierte Franz Astner vom gemeindlichen Wasserwerk. Der Wasserbedarf liege bei etwa 42 000 Kubikmetern, was etwa zehn Prozent des Gesamtwasserbedarfs der Gemeinde bedeute.

Bürgermeister Claus Pichler hob hervor, dass der Eingriff bei den Grabungsarbeiten möglichst gering gehalten werde. Dazu sei auch die Naturschutzbehörde in die Planung eng mit eingebunden gewesen. »Wir wollen, dass gerade auch die Blühwiesen geschont werden.« Zudem betrachtete er die »Wasserversorgung-West« als ein Mehrjahresprojekt zur Verbesserung der Versorgungssicherheit, bei dem man auch auf die Anlieger angewiesen sei. Der Rathauschef und Bauingenieur Auer meinten übereinstimmend: »Man bringt damit auch zusätzlich Löschwasser bis in entlegene Ortsteile, was für die allgemeine Sicherheit sehr notwendig ist.« Für    das kommende Frühjahr sollen dann die Pumpstation in  Bärngschwendt  sowie die Hochbehälter »Raffner Alm« und Egg baurechtlich ausgeschrieben werden. hab

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