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Der vordere Teil dieses Gästehauses soll abgerissen werden. (Foto: Hauser)

Teilabriss zugestimmt – Neue Ferienwohnungen in Gästehaus

Reit im Winkl – Unter Auflagen genehmigt wurde in der Sitzung des Gemeinderats ein Bauantrag auf Teilabbruch mit Umbau und Sanierung der bestehenden Ferienwohnungen eines Gästehauses an der Dorfstraße. Eine Diskussion gab es über die geplante Fassadengestaltung.


Wie bereits mit einem Vorbescheidantrag vom Juli 2020 beantragt, soll der vordere Teil des bestehenden Gebäudes abgerissen werden. Die bestehenden Ferienwohnungen im übrigen Gebäude sollen saniert werden. Geplant ist, im Erdgeschoss eine Wohneinheit für den Betriebsleiter und in den beiden Obergeschossen jeweils zwei Ferienwohnungen einzubauen.

Nach Norden hin soll der bestehende Quergiebel abgerissen und ein neuer, kleinerer entstehen. Grundsätzlich sei der Teilabbruch dieses Gebäudes im Innenbereich bauplanungsrechtlich zulässig, erklärte Bürgermeister Matthias Schlechter (CSU). Auch die Nutzung mit einer Wohneinheit und vier Ferienwohnungen sei genehmigungsfähig, wobei noch ein Nutzungskonzept vorgelegt werden müsse.

Allerdings würden sich durch den Abbruch die Proportionen des Gebäudes verschieben, und der First verlaufe nicht mehr über die Länge des Dachs, sondern über die Breite. Dies widerspreche den Vorschriften der Baugestaltungssatzung und entspreche auch nicht dem typischen Ortsbild.

Da sich das Gebäude im Geltungsbereich der Sanierungssatzung befinde, sei Johannes Romstätter vom damit beauftragten Planungsbüro am Ort gewesen und habe dazu Stellung genommen. Aus dessen Sicht stehe dem Vorhaben nichts entgegen. Die neu entstehende Fassade orientiere sich am Bestand und füge sich wieder entsprechend ein.

Der Antragsteller hatte laut Romstätter auch noch erläutert, dass gestalterische Elemente wie Holzschalung im Obergeschoss, Balkone und Natursteinverblendungen wie im Bestand wieder montiert werden sollen. Aus Sicht des Planers wäre dies zu begrüßen, um die neu entstehende Fassade wieder in das Gesamtbild zu integrieren. Bei der Gestaltung des neuen Vorgartens sollte auf eine harmonische Einfügung in die Umgebung geachtet werden.

Dr. Sabine Wörnle (CSU) und Gerhard Grünbacher (Freie Wähler) vertraten die Auffassung, dass sich die Fensterfronten nicht einfügen würden, ebenso wenig das vorgelagerte Treppenhaus.

Der Gemeinderat erteilte dem Bauantrag bei zwei Gegenstimmen grünes Licht unter der Auflage, dass ein belastbares und nicht weiter widerlegbares Nutzungskonzept vorgelegt wird. Dabei geht das Gremium davon aus, dass bei der Gestaltung, insbesondere der Fassade, der Stellungnahme des Büros Romstätter entsprochen wird. Für die Abweichung hinsichtlich des Firstverlaufs wurde ebenfalls das gemeindliche Einvernehmen erteilt.

sh

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