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Reit im Winkler feierte 105. Geburtstag

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Zu seinem 105. Geburtstag gratulierte Willi Heiß auch Reit im Winkls Bürgermeister Josef Heigenhauser, der ein Geschenk des Ministerpräsidenten Markus Söder mitgebracht hatte. (Foto: Hauser)

Reit im Winkl – Einen außergewöhnlichen Geburtstag konnte im Senioren- und Pflegeheim von Reit im Winkl der gebürtige Berliner Willi Heiß feiern: Er wurde 105 Jahre alt. Zu den zahlreichen Gratulanten gehörte auch Bürgermeister Josef Heigenhauser, der ihm neben einem Geschenk der Gemeinde auch eines vom Bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder überreichte. Willi Heiß freute sich außerdem über ein Gratulationsschreiben von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.


Die Beliebtheit des geistig frischen Jubilars wurde deutlich, als ihm seine Mitbewohner gratulierten und ihm jeder eine Rose überreichte. Dies bestätigte auch die Pflegedienstleiterin Sissy Lopar, die ihn als sehr geselligen Menschen beschrieb. Sie wies darauf hin, dass im Heim bisher schon vier Mal ein 100. Geburtstag und einmal einer mit 101 Jahren gefeiert werden konnte. Willi Heiß ist also der bislang älteste Jubilar in dem Heim. Er dankte den Gratulanten, insbesondere aber auch seinem Hausarzt Dr. Florian Hartmann, den er für seine fürsorgliche Betreuung lobte.

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Eine besondere Atmosphäre schufen dann auch noch die mit einem Ständchen gratulierenden Reit im Winkler Alphornbläser und die Musikkapelle Reit im Winkl. »Heute haben wir was zu feiern – in Tirol und Oberbayern«, sagte ein Skatspiel-Freund von Willi Heiß bei seinen Geburtstagswünschen. Am Abend zog nämlich die ganze Gesellschaft zum Hotel Peternhof auf Tiroler Seite zur Fortsetzung der Feier. Hier spielte auch die Musikkapelle Kössen zu Ehren des Jubilars. Sichtlich stolz war Willi Heiß, als anschließend noch »Die Grubertaler« zum Tanz aufspielten und bis spät in die Nacht gefeiert wurde.

Hier wurde der besondere Bezug des gebürtigen Berliners Willi Heiß zum Peternhof deutlich. Als er 1979 zum ersten Mal Reit im Winkl besuchte, erblickte er diesen oben auf der Anhöhe zwischen Bayern und Tirol und war davon gleich sehr angetan. 1985 verbrachten der Bauingenieur und seine Frau ihren ersten Urlaub im Peternhof und dann regelmäßig zweimal im Jahr. Dies fand auch seine Fortsetzung, als 2009 seine Frau starb und der Peternhof immer mehr zu seiner Heimat wurde, ehe er 2012 ganz in das Hotel übersiedelte.

Sissy Lopar vom Senioren- und Pflegeheim Reit im Winkl erinnerte sich, dass Willi Heiß ungefähr an seinem 99. Geburtstag hier vorgesprochen und sich für seinen Lebensabend einen Platz reserviert hatte. Im Juni letzten Jahres zog er dann ein. Es war ihm auch bei der Feier zu seinem 105. Geburtstag anzusehen, dass er sich hier sehr wohl fühlt und er dort nach seinen eigenen Worten eine fürsorgliche Pflege und ein Zusammenleben in einer herzlichen Gemeinschaft genießt. sh