weather-image
14°

Reit im Winkl für die Zukunft stärken durch ISEK

1.0
1.0
Bildtext einblenden
An den Tischen arbeiteten die Besucher bei der Bürgerwerkstatt Stärken, Schwächen und Lösungsideen zu fünf verschiedenen Themen heraus. (Foto: Hauser)

Reit im Winkl – Reges Interesse fand die Auftaktveranstaltung der Gemeinde Reit im Winkl für die Erstellung eines Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzepts, kurz ISEK, im Festsaal. Ziel war es, über Ablauf und Inhalt des Projekts zu informieren und erste Ideen zu sammeln. Viele Anregungen und Ideen dafür gab es durch eine dabei durchgeführte Bürgerwerkstatt.


Bürgermeister Josef Heigenhauser zeigte sich erfreut über den guten Besuch und berichtete, dass die Gemeinde das Büro Schirmer Architekten + Stadtplaner GmbH aus Würzburg mit der Erstellung des Entwicklungskonzepts beauftragt habe. Mit dessen Leiter Prof. Martin Schirmer habe der Gemeinderat in den vergangenen Wochen mehrfach Besichtigungen im Gemeindegebiet unternommen und dabei Stärken und Schwächen analysiert.

Anzeige

Auf der Grundlage einer fundierten Bestandserfassung und Analyse würden konkrete, maßnahmenbezogene Handlungsempfehlungen für den Ortskern formuliert. Das Ergebnis des ISEK sei dann ein Handlungsleitfaden für die nächsten 10 bis 15 Jahre, der Voraussetzung beziehungsweise Grundlage für die Förderung von Maßnahmen im Ortskern bilde. Ziel sei es, die Gemeinde als Wohn-, Lebens-, Tourismus- und Wirtschaftsstandort zukünftig zu stärken.

»Wir setzen heute das Projekt auf die Schiene, bei dem wir das Maximum aus dem Ort herausholen wollen«, sagte Prof. Martin Schirmer, der zusammen mit Dr. Rafael Stegen vom kooperierenden Büro Salm und Stegen für Auskünfte zur Verfügung stand. Grundlage müsse eine Stärke-Schwächen-Analyse sein. Feststellen könne man, dass Reit im Winkl ein Ort mit Geschichte, Tradition und Kultur sei. Es gebe ortsbildprägende Bauten, darunter auch Schmuckstücke wie zum Beispiel die Pfarrkirche. Dazu komme eine »traumhaft schöne Landschaft« mit noch grasenden Kühen auf der Weide.

Bei der Bürgerwerkstatt erarbeiteten die Besucher an fünf Stationen mit Möglichkeiten zum Durchwechseln Angaben zu den Themen »Ortsbild, Wohnen und Wohnumfeldqualität«, »Versorgung, Soziales und Kultur«, »Einzelhandel, Gewerbe, Tourismus«, »Verkehr und Mobilität« und »Die Ortsteile«, untergliedert jeweils in die Spalten »Das gefällt uns«, »Hier sehen wir Handlungsbedarf« und »Erste Ideen zur Lösung der Probleme«. An einem weiteren Tisch konnte jeder Besucher auf einem Ortsbild Fähnchen setzen, wo es ihm in Reit im Winkl gefällt und wo weniger gut.

Erste Einblicke bekamen die Besucher, als die fünf Protokollführer, die Gemeinderäte Andreas Mühlberger, Dr. Sabine Wörnle, Max Weiß, Andreas Heigenhauser und Lorenz Höflinger, die Ergebnisse präsentierten. Anhand der dabei erfolgten vielen fundierten Analysen und Anregungen kann zusammengefasst werden, dass den Reit im Winklern die Zukunft des Ortes sehr am Herzen liegt.

Prof. Martin Schirmer, der im Übrigen den großen Anteil von jungen Leuten unter den Besuchern lobend erwähnte, klärte darüber auf, dass das Ergebnis des Abends auch noch im Internet erfahren werden könne. Online könne jeder Bürger unter dem Beteiligungstool »Mypinion« seine Meinung zu den Qualitäten und Defiziten der Gemeinde sichtbar machen. Das weitere Vorgehen beschrieb Schirmer so: »Wir werden jetzt Ziele formulieren, Fachgespräche führen und die Projekte definieren.« sh

Mehr aus Reit im Winkl
Schreibwaren Miller