Hochwasserschutz in Reit im Winkl

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Hochwasser im Pötschgraben im Jahr 2005: Das Bild zeigt das über die Ufer getretene Wasser oberhalb des Ortsteils Entfelden. Blick in Richtung Pötschbichl (Foto: Wasserwirtschaftsamt Traunstein)

Reit im Winkl – Die Winterpause geht zu Ende - das Wasserwirtschaftsamt Traunstein nimmt die Arbeiten am Hausbach wieder auf. Außerdem soll der Wildbach Pötschgraben ausgebaut werden.


Wildbach Pötschgraben wird gezähmt

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Ziel der Maßnahme ist es, die Menschen vor einem 100-jährlichen Hochwasser zu schützen. Die Planung dazu übernimmt der Freistaat Bayern, vertreten durch das Wasserwirtschaftsamt Traunstein. Baubeginn wird im März dieses Jahres sein, sofern es das Wetter zulässt.

Die Arbeiten starten im Ortsteil Groissenbach. Es entsteht ein neues Kreuzungsbauwerk, das den Bach unter der Weitseestraße durchführen wird. Beim Wanderweg wird der Bach durch ein neues Rohr geleitet und die bestehende Brücke durch eine neue ersetzt. Im April ist dann Baubeginn in Entfelden. Südlich der Chiemseestraße legen die Arbeiter einen überdeckten Bachlauf aus Stahlbetonfertigteilen an. An der Chiemseestraße selbst, auf Höhe des Rosenwegs, wird der Bach unter der Fahrbahn durchgeleitet. Bisher kreuzte der Bach weiter westlich. Mit den Ausbaumaßnahmen im Rosenweg, wo eine neue Rohrleitung verlegt wird, ist frühestens ab Anfang Mai zu rechnen, meldet das Wasserwirtschaftsamt Traunstein. Ihren Abschluss finden die Arbeiten zum Hochwasserschutz am Pötschgraben in Reit im Winkl bis Anfang August 2021 im Ortsteil Pötschbichl, wo das Einlaufbauwerk in die Rohrleitung angepasst wird.

Die Gesamtinvestition zum Hochwasserschutz am Pötschgraben beträgt nach derzeitigem Stand rund 1,2 Millionen Euro. Davon trägt die Gemeinde Reit im Winkl 30 Prozent, der Freistaat Bayern übernimmt 70 Prozent der Kosten.

Während der Baumaßnahmen muss zumindest mit zeitweisen Straßensperrungen und Umleitungen gerechnet werden, in der Weitsee- und Chiemseestraße sowie im Rosenweg. Das Wasserwirtschaftsamt Traunstein wird hierzu frühzeitig informieren.

Weitere Informationen zu dem Projekt gibt es unter: www.wwa-ts.bayern.de.

Entlastungskanal wird verlegt

Die Menschen in Reit im Winkl sollen sich sicher fühlen. Deshalb lässt das Wasserwirtschaftsamt Traunstein den Hochwasserschutz am Hausbach verbessern. Die Arbeiten haben im Mai vergangenen Jahres begonnen und werden, nach der Winterpause, ab Anfang März wiederaufgenommen, wenn es das Wetter zulässt. Dies teilt das Wasserwirtschaftsamt Traunstein mit.

In dem dann anstehenden Bauabschnitt wird bachaufwärts der Ahornstraße abschnittsweise der Hochwasserentlastungskanal verlegt und parallel dazu das bestehende Hausbachgerinne saniert und erneuert. Bis Juli soll der laufende Bauabschnitt bis zur Kreuzung Birnbacher Straße/Hausbachweg fertiggestellt sein. Nach der Sommerpause, voraussichtlich im Herbst, gehen die Arbeiten mit dem Bauabschnitt am Hausbachweg weiter. Während der Bauzeit werden in diesem Bereich zumindest zeitweise Straßensperrungen und Umleitungen notwendig sein. Das Wasserwirtschaftsamt Traunstein wird hierzu frühzeitig informieren.

Bereits fertiggestellt ist die Sperre am Lettengraben, der ein Zubringerbach zum Hausbach ist. Die Sperre hält bei Hochwasser Steine und Wildholz zurück. An der Geschiebe- und Wildholzrückhaltesperre am Zubringerbach Feichtlgraben sind im Frühjahr dieses Jahres noch einige Restarbeiten zu erledigen. Sind sie getan, wird der Geschiebe- und Wildholzrückhalt oberhalb von Reit im Winkl an den drei Bächen Hausbach, Lettengraben und Feichtlgraben vollständig abgeschlossen sein. Ebenfalls bereits ausgebaut ist das Bachbett des Hausbachs unterhalb der Tiroler Straße sowie die Querung der Tiroler Straße.

Die Gesamtinvestition der Baumaßnahme zum Hochwasserschutz am Hausbach beträgt nach derzeitigem Stand rund 7,7 Millionen Euro. Davon trägt die Gemeinde Reit im Winkl 30 Prozent, der Freistaat Bayern übernimmt 70 Prozent der Kosten.

Weitere Informationen zu dem Projekt gibt es unter: www.wwa-ts.bayern.de.

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Gerinneausbau am Hausbach in Reit im Winkl: Mit einem Bagger werden die bis zu sechs Tonnen schweren Fertigteile des Hochwasserentlastungskanals eingehoben. (Foto: Wasserwirtschaftsamt Traunstein)

fb/red

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