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Gutshof mit Lounge am Gut Steinbach geplant

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Reit im Winkl: Gutshof mit Lounge am Gut Steinbach geplant
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Auf dem Feld rechts neben dem Hotel von Gut Steinbach soll der Gutshof mit Lounge gebaut werden. (Foto: Hauser)

Reit im Winkl – Mit einem Antrag auf Aufnahme des Bebauungsplanverfahrens »Veranstaltungsbereich zum Gut Steinbach« befasste sich der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung. Die Graf von Moltke Betriebs KG plant am Standort des Hotel- und Chaletdorfes Gut Steinbach eine Erweiterung im qualitativ gehobenen Bereich.


Bürgermeister Josef Heigenhauser gab das Antragsschreiben bekannt. Demnach ist im Zusammenhang mit dem Ausbau des Beherbergungsangebots im Bereich Gut Steinbach zu einem Hotelrefugium zur Angebotsabrundung die Errichtung eines Gutshofs mit Lounge geplant, der sich in die landschaftliche Situation einfüge. Hotelanlagen und deren Angebote würden in der heutigen Zeit immer mehr von Firmen genutzt, die ihre Mitarbeiter für einen Tag oder aber auch für mehrere Tage bis zu einer Woche auf diverse Veranstaltungen wie zum Beispiel Fachseminare oder Teamworkshops entsenden.

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Zudem benötigt die Antragstellerin geeignete Räumlichkeiten, um der gestiegenen Nachfrage von Familienfeiern oder ähnlichem gerecht zu werden. Gut Steinbach solle zu einer Destination werden, die insbesondere von einheimischen Familien genutzt werde. Die gastronomische Versorgung soll über das Hotel erfolgen. Entsprechende Einrichtungen wie Küche und Lager sind in der Planung integriert. Darüber hinaus sollen drei Personalwohnungen entstehen.

Bürgermeister Heigenhauser erläuterte dazu, dass die Gemeinde Bauleitpläne aufzustellen habe, sobald und soweit es für die städtebauliche Entwicklung und Ordnung erforderlich sei. Bei Hotelanlagen sei es üblich, ab Bekanntmachung des vorhabenbezogenen Bebauungsplans innerhalb von drei Monaten den Bauantrag zu stellen und ab Bestandskraft der Baugenehmigung innerhalb von vier Jahren die Bauarbeiten zu beenden.

Im Rahmen eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans und auf Grundlage eines Durchführungsvertrags seien alle Details des Guts Steinbach bisher geregelt. Eine Abstimmung mit diesen und gegebenenfalls erforderliche Ergänzungen seien zwingend notwendig. Damit komme für den Veranstaltungsbereich sinnvollerweise nur die Änderung des vorhabenbezogenen Bebauungsplans sowie der einschlägigen Verträge in Betracht. Die planungsrechtlichen Voraussetzungen seien gegeben, so Heigenhauser, im Flächennutzungsplan sei im vorgesehenen Bereich ein Sondergebiet dargestellt.

Die Gemeinde habe beim Landratsamt, Sachgebiet Naturschutz, die Erteilung einer Ausnahme vom Biotopschutz wegen der Verbote im Zusammenhang mit den Vorgaben der Naturschutzgesetze beantragt, führte der Bürgermeister weiter aus. Betroffen sei zur Errichtung eines Personalgebäudes für das Gut Steinbach eine artenreiche Glatthaferwiese, die nach einer Änderung des Bayerischen Naturschutzgesetzes vor kurzem voraussichtlich zu den gesetzlichen Biotopen zähle. Hier werde eine Ausgleichsfläche vorgeschlagen.

Der Gemeinderat beschloss bei einer Gegenstimme von Georg Speicher (Freie Wähler), eine Änderung beziehungsweise Erweiterung des vorhabenbezogenen Bebauungsplans »Gut Steinbach« zur Verwirklichung des Veranstaltungsbereichs zum Gut Steinbach in Aussicht zu stellen, soweit der Realisierungszeitpunkt konkretisiert wird und im Rahmen der für solche Vorhaben üblichen Zeitspanne liegt. Weitere Bedingungen sind, dass in einem Städtebaulichen Vertrag die Kosten, die im Rahmen des Verfahrens für Planung und Rechtsberatung anfallen, übernommen werden und dass die Leistungsfähigkeit für das geplante Vorhaben vor Verfahrensbeginn nachgewiesen wird. sh

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