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Grünes Licht für geplantes »Alpenresort Kaiserblick«

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Reit im Winkl: Grünes Licht für geplantes »Alpenresort Kaiserblick«
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Anstelle des ehemaligen Müttergenesungsheims »Kaiserblick« soll das im Bebauungsplan bezeichnete »Alpenresort Kaiserblick« entstehen. (Foto: Hauser)

Reit im Winkl – Der Gemeinderat billigte in seiner jüngsten Sitzung den nochmals überarbeiteten Entwurf des Bebauungsplans »Alpenresort Kaiserblick«. In erster Linie ging es dabei um eine wesentliche Verringerung der Abgrabungshöhe und damit um eine geringere Beeinträchtigung des Landschaftsbilds.


Das Gebäude steht seit 2005 leer und wurde zuletzt als Aussiedlerwohnheim genutzt, davor als Müttergenesungsheim mit der Bezeichnung »Kaiserblick«. Im September hatte im Gemeinderat die Abwägung der eingegangenen Stellungnahmen zur öffentlichen Auslegung des Bebauungsplans stattgefunden.

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Bei einer Stellungnahme der Unteren Naturschutzbehörde war von einer »erheblichen Beeinträchtigung des Landschaftsbilds« die Rede. Der massive Bau am Hang oberhalb von Reit im Winkl wirke überdimensioniert. Qualität und Umfang der Eingrünung und Einbindung des Hotelkomplexes in die Landschaft würden sich mit dem vorliegenden Entwurf verringern.

Vom Planungsbüro kam daraufhin der Abwägungsvorschlag, dass von der Errichtung der vier ursprünglich geplanten Chalets abgesehen und die Wandhöhe des Hotelgebäudes von 17 auf 15 Meter reduziert werde. Dadurch verringere sich der Eingriff in das Schutzgut Landschaftsbild im Vergleich zum Vorentwurf. Die Eingrünung des Hotels sei nun entsprechend der Planänderung angepasst worden, die Bestandshecke im Nordwesten des Geltungsbereichs werde größtenteils erhalten.

Im weiteren Verfahren sollte im Zuge eines Grundstückstauschs die Birnbacher Straße geringfügig nach Süden versetzt werden. Dieser Grundstückstausch konnte jedoch aus privatrechtlichen Gründen nicht durchgeführt werden, der Straßenverlauf bleibt daher in der bisher geplanten Lage. Im Abwägungsvorschlag des Planungsbüros wird dazu festgestellt, dass das Gebäude oberirdisch von vorher vier auf nunmehr zehn Meter von der Grundstücksgrenze abgerückt und das Erdgeschoß angehoben wurde, um die notwendigen Abgrabungen zu minimieren. Durch diese Maßnahmen könnten steile Abgrabungen und Böschungsmauern vermieden werden.

Gegenüber der ursprünglichen Planung, wo noch Abgrabungen von zehn Metern angedacht waren, seien nun nur noch solche von vier Metern vorgesehen. Hier habe sich durch den nicht realisierbaren Grundstückstausch eine Abgrabungshöhe von 4,50 Metern ergeben, erläuterte Bürgermeister Josef Heigenhauser in der Sitzung.

Der Gemeinderat beschloss einstimmig, dass der Straßenverlauf ohne Verlegung übernommen und die Abgrabungshöhe den neuen Planunterlagen entsprechend angepasst wird. In einem weiteren Beschluss billigte das Gremium den in dieser Sitzung nochmals überarbeiteten Entwurf des vorhabenbezogenen Bebauungsplans »Alpenresort Kaiserblick« mit Begründung und Umweltbericht mit den beschlossenen Änderungen.

Gleichzeitig wurde die Verwaltung beauftragt, die nochmalige öffentliche Auslegung sowie die nochmalige Beteiligung der Behörden und sonstige Träger öffentlicher Belange durchzuführen, sobald alle hierfür notwendigen Unterlagen vorliegen. sh

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