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Unser Bild zeigt (von links) die Geehrten Wolfgang Neumaier, Hans Gabler und Franz Schlechter, die seit 50 Jahren bei der Musikkapelle Reit im Winkl sind. (Foto: Hauser)

Großer Beifall für vielfältiges Programm – Musikkapelle Reit im Winkl überzeugte beim Jahreskonzert

Reit im Winkl – Ihr großes Können bewies die Musikkapelle Reit im Winkl bei ihrem Jahreskonzert im voll besetzten Festsaal. Bei der Darbietung von Blasmusik in ihrer ganzen Bandbreite merkte man, dass sie sich unter der Leitung ihres Dirigenten Sebastian Krause gewissenhaft darauf vorbereitet hatte.


Dass es auch um den Nachwuchs gut bestellt ist, war zu erkennen bei der musikalischen Begrüßung mit »Freude schöner Götterfunken« beim Klassenmusizieren und beim Auftritt der Jugendkapelle Reit im Winkl - Grassau - Marquartstein, die unter anderen das Stück »I love Polka« von Alexander Pfluger darbot. Beide Kapellen stehen ebenfalls unter der Leitung von Sebastian Krause.

Die Musikkapelle startete mit dem Astronauten-Marsch von Josef Ullrich. Ursprünglich wurde dieser als »Marsch der Stadt Pisek« komponiert, erklärte die Sprecherin Anna Speicher auf, die charmant durch den Abend führte. 1965 habe die Musik-Legende Ernst Mosch diesen dann in »Astronauten-Marsch« umbenannt.

Es folgte die »Leichte Kavallerie« des österreichischen Komponisten Franz von Suppè, der als Schöpfer der Wiener Operette gilt. Die Einleitung dazu mit den Trompetern erinnere an einen Zapfenstreich, so die Sprecherin. Dann höre man die Kavallerie anreiten und nach einer Überleitung durch die Klarinetten klinge kraftvoll und militärisch das Finale auf.

Nach der Polka »Pfeffer und Salz« von Ernst Mosch folgte »Der Lieblingstrommler« von Franz Bummerl, bei dem die Schlagzeuger der Musikkapelle so richtig zur Geltung kamen. Die folgende Polka »Einfach unvergesslich« von Sebastian Schraml lädt nach den Worten Speichers dazu ein, beim Zuhören an die vielen unvergessenen, lieben Musikantenfreunde zu denken. Temperamentvoll ging es zu bei »Wild Wild Bohemia« von Alexander Pfluger und der anschließenden »Blues Brothers Revue«.

Beim als Abschluss gedachten Stück »Party-Planet« der Schweizer Band Fäaschtbänkler wurde das Publikum mit eingebunden und spendete danach so lang anhaltenden Applaus, dass die Kapelle mit dem »Rainermarsch und dem »Is schon still um an See« noch zwei Zugaben gab. Alle Musikanten einschließlich Klassenmusizieren und Jugendkapelle spielten gemeinsam den »Hard Rock Blues« von John Higgins.

Im Lauf des Konzerts gab es auch Ehrungen für langjährige Musikanten. Für 20 Jahre wurden geehrt Renate Fenninger, Martina Holzner und Peter Döbl. Seit 50 Jahren Klarinettist ist Hans Gabler. Franz Schlechter ist seit 50 Jahren Posaunist, war dazu noch lange Zeit Ansager und bekleidete verschiedene Ämter in der Vorstandschaft.

Ebenfalls seit 50 Jahren ist Wolfgang Neumaier mit seinem Tenorhorn bei der Musikkapelle. 16 Jahre lang war er auch noch Vorstand. Eine besondere Ehre erwies ihm dazu noch Thomas Egger, der Vorsitzende des Bezirks Chiem- und Rupertigau im Musikbund für Ober- und Niederbayern. Dieser überreichte ihm »in Aner-kennung für hervorragende Verdienste um die bayerische Blasmusik« die Verdienstmedaille in Bronze des Musikbunds, in dem der Geehrte mitgewirkt hatte.

sh

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