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Gemeinschaftsgedanke und Dabeisein im Vordergrund

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Sie gehörten zu den prominenten Teilnehmern der Chiemgau-Team-Trophy: Kathrin Hitzer und Fritz Fischer. (Foto: R. Hindl)
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Mehr als 1000 Langläufer gingen bei der 6. Bioteaque Chiemgau-Team-Trophy im Langlaufstadion von Reit im Winkl an den Start. (Foto: Hauser)

Reit im Winkl – Weniger Strecke, genauso gute Stimmung: Dass die 6. Bioteaque Chiemgau-Team-Trophy stattfinden konnte, war wohl die wichtigste Nachricht der vergangenen Woche für die Skilanglauf-Fans in Bayern. Denn die Vorzeichen waren alles andere als optimal. Der wenige Schnee der vergangenen Wochen hat den Ausfall für viele andere Wintersportveranstaltungen bedeutet. Nicht so im Chiemgau.


Die Organisatoren des Genusslanglaufs im Chiemgau haben zusammen mit den drei eigentlichen Austragungsorten – Inzell, Ruhpolding und Reit im Winkl – alles daran gesetzt, dass die Veranstaltung möglich wurde. »Wir sind froh, dass wir solche Verhältnisse präsentieren können«, sagte Reit im Winkls Bürgermeister Josef Heigenhauser vor dem Start. Und das Wetter spielte auch richtig gut mit. Zum einen war im Vorfeld doch noch etwas Schnee gefallen, zum anderen blieb der angekündigte Regen aus.

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Allerdings stand nicht die übliche 42-Kilometer-Strecke von Inzell über Ruhpolding nach Reit im Winkl auf dem Programm, sondern ein etwa zehn Kilometer kürzerer Rundkurs von Reit im Winkl über die Sachenbacher Alm und zurück.

Der Gemeinschaftsgedanke und das »Dabeisein« standen dabei im Vordergrund. Bei bestem Wetter und vom Team um den Streckenchef Andi Mühlberger hervorragend präparierter Loipe gingen 1000 Teilnehmer aus zwölf Nationen an den Start im Langlauf-Stadion. Mit 600 Männern und 400 Frauen war das Feld auch in dieser Beziehung ziemlich ausgeglichen. Die ehemalige Biathletin Kathrin Hitzer gab als Schirmherrin der Veranstaltung den Startschuss und ging auch selbst an den Start, die ersten 50 Meter mit ihrem großen Schirm voran. Auch viel Prominenz war am Start. Neben den weiteren Biathleten Marion Deigentesch und Fritz Fischer wurden Tatort-Kommissar Richy Müller, Sportmoderatorin Annika Zimmermann, Extremschwimmer Christof Wandratsch, Radprofi Hartmut Bölts, Langlauf-Nachwuchshoffnung Anian Sossau sowie die Profi-Triathleten Maxi Kirmeier, Sebastian Neef und Julian Erhardt gesichtet.

An der großen Genussmeile bei der Sachenbacher-Alm wurden die Teilnehmer unter anderem vom ehemaligen Biathleten Herbert Fritzenwenger reichlich mit Speisen und Getränken bedient. Immer wieder sind an der von den zahlreichen Helfern bestens präparierten Strecke Schmankerlstationen, an denen man es sich gut gehen lassen kann. »Das war ein totaler Genusslauf und zusammen mit meinen Freunden und bei dem Wetter hat das richtig Spaß gemacht«, bestätigte Profi-Biathletin Deigentesch im Ziel, die im vergangenen Jahr zur Gold-Staffel in Ruhpolding gehörte.

Nach insgesamt 32 Loipen-Kilometern zurück im Reit im Winkler Langlaufstadion, gab es für die von den idealen Bedingungen begeisterten Läufer und die vielen Zuschauer ein spannendes Unterhaltungsprogramm, unter anderem mit der Ehrung der Teams mit den meisten Teilnehmern sowie der kreativsten und originellsten Teams: Die Bioteaque stellte das größte Team und die Mannschaft des Freiburger Rugby-Clubs war erneut das »kreativste Team«. Sie waren als Zwerge verkleidet angetreten und haben damit ihren Titel aus dem vergangenen Jahr verteidigt.

Dass die Strecke verkürzt werden musste, tat der Stimmung auf jeden Fall keinen Abbruch. Im Ziel sah man durchwegs erschöpfte, aber strahlende Gesichter. Und auch die Orte, die diesmal nicht dabei sein konnten, waren glücklich, Teil der Veranstaltung sein zu können – und blickten schon auf den Winter 2021. »Es gibt ja immer wieder ein nächstes Jahr«, so Ruhpoldings Bürgermeister Claus Pichler ganz pragmatisch. Dort hatten bereits am Tag vor der Chiemgau-Team-Trophy die Kleinsten ihr Können auf Langlaufskiern bewiesen. Beim Bioteaque Langlaufcup im Rahmen der Sparkassencups des Skiverbands Chiemgau gingen 110 Kinder im Geschicklichkeitsparcours an den Start. Etwas später traten 340 ambitionierte Kinder im Skating-Einzelstart gegeneinander an. fb/sh

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