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Nach der Überreichung des Feuerwehr-Ehrenzeichens für 25 Jahre aktiven Dienst (von links) der stellvertretende Kommandant Stefan Fenninger, die Geehrten Jakob Speicher, Stefan Frohwieser und Manuel Bürger sowie der stellvertretende Kommandant Jan Schröter und Kommandant Günther Braun. (Foto: Hauser)

Freiwillige Feuerwehr Reit im Winkl: Zu 39 Einsätzen im Jahr 2021 ausgerückt

Reit im Winkl – Zu 39 Einsätzen wurde die Freiwillige Feuerwehr im Jahr 2021 alarmiert. Besonders gefordert war sie bei dem Starkregen-Wochenende im Juli. Dies gab Kommandant Günther Braun in seinem Tätigkeitsbericht bei der Jahreshauptversammlung bekannt. Bei den Ehrungen wurde auch das Feuerwehr-Ehrenzeichen für 25-jährige aktive Dienstzeit verliehen.


Pandemiebedingt sei das Vereinsleben im vergangenen Jahr sehr eingeschränkt gewesen, berichtete der Vorsitzende Matt-hias Lengg. Einige Ausschusssitzungen und ein Kameradschaftsabend im Festsaal hätten stattgefunden. Für die Feuerwehrkameraden seien einheitliche Softshelljacken erworben worden. Er drückte seine Hoffnung aus, dass nach dem langen Stillstand nun endlich wieder Normalität in den Feuerwehralltag einkehre.

Einen Zeitaufwand von 968 Stunden hätten die39 Einsätze im vergangenen Jahr für die insgesamt59 aktiven Feuerwehrmänner erfordert, berichtete Kommandant Günther Braun. Fünf davon seien Brände gewesen, der schwierigste davon der Brand eines Recyclingbetriebs in Kössen. Dabei wies er auch auf die große Problematik beim Löschen von brennenden E-Autos, wie in diesem Fall, hin. Von mehreren Starkregenereignissen sei Reit im Winkl am Wochenende des 17. und 18. Juli 2021 heimgesucht worden. Am schlimmsten habe es ein Haus in Seegatterl getroffen, das von den reißenden Wassermassen eingeschlossen gewesen sei. Die Bewohner und Feriengäste hätten unter schwierigen Bedingungen evakuiert werden müssen. Auch im übrigen Ortsgebiet habe es zwei Tage lang pausenlos Einsätze wegen vollgelaufener Keller und überfluteter Straßen gegeben. Ein großer Dank des Kommandanten ging an seine Kameraden für den kräftezehrenden Einsatz, aber auch an »viele helfende Hände, die uns tatkräftig unterstützt haben«.

Eine »starke Truppe« nannte Jugendwart Jan Schröter die 16 Mitglieder zählende Jugendfeuerwehr. Sie seien alle mit großem Eifer bei der Sache und hätten wieder einen Wissenstest absolviert und am Ferienprogramm teilgenommen.

Bei den Neuwahlen der Kassenprüfer für die kommenden zwei Jahre wurden Christian Döllerer und Andreas Meier in ihren Ämtern bestätigt.

Bürgermeister Matthias Schlechter bedankte sich bei den Feuerwehrleuten dafür, dass sie das ganze Jahr über viel Freizeit für ihren ehrenamtlichen Dienst opfern würden. Ihre große Einsatzbereitschaft habe sie immer wieder – insbesondere auch bei großen Schadensereignissen wie dem Hochwasser im vergangenen Jahr – bewiesen. Die bereits festgelegte Ersatzbeschaffung des jetzigen Löschfahrzeugs durch ein gebrauchtes LF16/12 sei eine sehr gute Lösung.

»Die Feuerwehr Reit im Winkl funktioniert sehr gut«, lobte Kreisbrandmeister Thomas Mayr. Dies würde nicht nur deren Mannschaftsstärke bestätigen, sondern auch ihre beispielhafte Einsatzbereitschaft und die vorbildliche Pflege der Fahrzeuge und Geräte. Auch bei den verschiedenen Lehrgängen der Kreisbrandinspektion sei Reit im Winkl immer stark vertreten. Die Feuerwehr Reit im Winkl bleibe für ihn immer in besonderer Erinnerung, sagte Hubert Brachtl, der Leiter der Polizeistation Reit im Winkl. Die kollegiale Zusammenarbeit und die zwischenmenschlichen Begegnungen von Feuerwehr und Polizei nannte er hier einzigartig. Man habe immer entspannt, aber in der Sache zielorientiert, zusammengearbeitet. Dies sei für ihn heute leider die »Abschiedsrede« bei der Feuerwehr, weil die Polizeistation Reit im Winkl zum 1. September geschlossen werde.

Von einer ausgezeichneten Zusammenarbeit mit der Feuerwehr sprachen auch Wachleiter Fritz Studener von der BRK-Rettungswache Reit im Winkl, Bereitschaftsleiter Sepp Heigenhauser von der Bergwacht und der stellvertretende Kommandant Anton Schlechter von der Nachbahrfeuerwehr Kössen.

Das Feuerwehr-Ehrenzeichen in Silber des Freistaats Bayern für 25-jährige aktive Dienstzeit bei der Freiwilligen Feuerwehr erhielten Manuel Bürger, Stefan Frohwieser, Hubert Heistracher und Jakob Speicher. Für 30 Jahre wurde Stefan Fenninger geehrt, für 20 Jahre Simon Dirnhofer und Michael Schönhuber und für zehn Jahre Alexander Schmuck.

Eine Anerkennung erhielten auch die langjährigen Ausschussmitglieder Günter Dirnhofer, Hubert Heistracher, Josef Mühlberger und Christian Speicher.

sh

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