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DNA-Untersuchungen bestätigen es: Wolf riss Tiere in der Region

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Reit im Winkl: Wolf riss Tiere in der Region – DNA-Untersuchungen bestätigen es | Tirol
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DNA-Untersuchungen bestätigten, dass die Schafsrisse in der Gemeinde Reit im Winkl auf das »Konto« eines Wolfs gehen. (Foto: dpa)

Reit im Winkl – Jetzt steht es fest: Die Schafe, die im Gemeindegebiet Reit im Winkl gerissen wurden, sind einem Wolf zum Opfer gefallen. Auch in Tirol hat das Raubtier in den vergangenen Wochen viele Wild- und Nutztiere getötet. Die Ergebnisse eines DNA-Tests sorgen nun für Klarheit.


Nach Schafsrissen in Tirol wurde bei den toten Tieren eindeutig DNA eines Wolfs nachgewiesen, berichtete das Land Tirol am Mittwoch. Wenige Stunden später bestätigte auch das bayerische Landesamt für Umwelt, dass die in Reit im Winkl gerissenen Tiere (zu unserem Bericht) von einem Wolf getötet wurden.

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Bereits am 13. Juli hatte das bayerische Landesamt für Umwelt mitgeteilt, die bisherigen Genanalysen für Schafsrisse in den Bereichen Kössen und Walchsee sowie im Gemeindegebiet Reit im Winkl hätten ergeben, dass es sich bei dem Tier, das die Schafe getötet hat, »mit großer Wahrscheinlichkeit um dasselbe Individuum handelt«. Allerdings wollte sich das Landesamt damals nicht festlegen, dass es sich um einen Wolf handelte.

In einer Pressemitteilung hieß es: »Der nachgewiesene sogenannte haploide Genotyp (Haplotyp) des Caniden kommt sowohl häufig bei Wölfen in Südosteuropa wie Slowenien und Kroatien als auch bei Hundezüchtungen wie dem Wolfshund vor. Für eine abschließende Beurteilung sind aufwendige tiefergehende Analysen notwendig, weshalb ein endgültiges Ergebnis erst in mehreren Wochen erwartet wird.« Das männliche Tier trägt die offizielle Kennung GW1706m.

Dieses Ergebnis kam nun doch schneller: Laut Landesamt für Umwelt wurde in den Speichelproben, die am 26., 27. und 29. Juni genommen worden waren, eindeutig die DNA eines Wolfsrüden nachgewiesen, der aus Slowenien bzw. Kroatien stammt. Damit ist in Deutschland zum ersten Mal ein Wolf aus der Population Südosteuropas nachgewiesen worden. Das Genmaterial zur Bestimmung des Tieres war den Schafkadavern in Reit im Winkl entnommen worden.

Auch im südlichen Landkreis Garmisch-Partenkirchen waren vergangene Woche fünf Schafe gerissen worden. Eine Wildtierkamera ganz in der Nähe hatte den Wolf aufgenommen. Das Landesamt geht davon aus, dass auch hier der Räuber für den Tod der Schafe verantwortlich ist. m/red

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