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Die langjährigen, verdienten Bergwachtler Lorenz Höflinger (25 Jahre), Matthias Schlechter (25), Hermann Döllerer (60) und Martin Schuster (25) wurden bei der Winterabschlussbesprechung von Bereitschaftsleiter Sepp Heigenhauser (von links) geehrt.

Bergwacht Reit im Winkl war stark gefordert – Winterabschlussbesprechung mit Ehrung langjähriger verdienter Mitglieder

Reit im Winkl – 299 Abtransporte hatte die Bergwachtbereitschaft Reit im Winkl in der vergangenen Wintersaison zu bewältigen. Dies gab Bereitschaftsleiter Sepp Heigenhauser bei der Winterabschlussbesprechung bekannt. Bei diesem Treffen wurden auch langjährige Mitglieder geehrt, darunter Hermann Döllerer für 60-jährigen Dienst.


Beste Pisten- und Schneeverhältnisse hätten in der Regel im abgelaufenen Winter geherrscht, stellte Bereitschaftsleiter Heigenhauser fest. In der Wintersaison 2021/2022 sei zu 299 Abtransporten ausgerückt worden, in den allermeisten Fällen im Skigebiet Winkl-moos/Steinplatte. Im vergangenen Jahr seien es insgesamt 72 gewesen. Der große Unterschied erklärt sich dadurch, dass im Winter 2020/2021 coronabedingt kein Skibetrieb stattgefunden hatte.

Das Spektrum der Verletzungen sei wieder breit gefächert gewesen, fuhr Heigenhauser fort. Bemerkenswert sei ein Fall gewesen, bei dem ein Verletzter bei widrigen Verhältnissen mit dem Rettungshubschrauber in Winklmoos abgeholt werden musste. Die Winklmoos-straße war für den Notarzt nicht befahrbar, da ein umgestürzter Lkw die Straße blockierte. Zur Überraschung für den Piloten handelte es sich bei dem Verletzten um einen Pilotenkollegen.

Die Wichtigkeit des Raupenfahrzeugs der Bergwacht unterstrich der Bereitschaftsleiter mit einem weiteren Fall. Bei einer schweren Verletzung am Scheibelberg konnte ein zufällig vorbeikommender und helfender Arzt während des Abtransports nach Winklmoos in der Raupe direkt notwendige Erste Hilfe bei aufkommenden Atemproblemen leisten. Dann war doch noch bei einbrechender Dunkelheit ab Winkl-moos der Abtransport mit dem Heli aus Waidring mit Notarzt möglich. Weitere Einsätze für die Bergwacht gab es bei der Betreuung von alpinen Rennen am Benzeck und bei Langlaufwettbewerben im Ortsbereich. Auch die Bioteaque Chiemgau Team Trophy und der Mountainman Wintertrail wurden betreut.

Ein besonderes Lob und Dank des Bereitschaftsleiters für eine sehr gute Zusammenarbeit galt den Bergwachtbereitschaften Traunstein, Grassau, Schleching und Ruhpolding, die in Winklmoos unterstützten. Für eine ebenfalls sehr gute Zusammenarbeit bedankte er sich bei den Liftbetreibern, den Gebrüdern Höflinger und der Familie Brandtner. Hans Höflinger sprach ebenfalls von einer guten Saison mit sehr guten Pistenverhältnissen und übergab der Bergwacht eine Spende von 1000 Euro.

Bereitschaftsleiter Heigenhauser berichtete auch von einer Spende von ebenfalls 1000 Euro von Albert Parzinger, dem Pächter des Zenzkasers in der Gräbenalm, und von einem Erlös aus einer Sammlung anlässlich einer Bergmesse.

Besonders erfreut zeigte sich der Bereitschaftsleiter, einige langjährige verdiente Bergwachtmänner auszeichnen zu dürfen. Für 60 Jahre ehrte er Hermann Döllerer und berichtete, dass dieser seit 1958, zunächst als Anwärter, Bergwachtler ist. Damals sei der Einsatzschwerpunkt das Dürrnbachhorn ohne jegliche Unterstützung durch Fahrzeuge gewesen. Ab 1982 war Döllerer auch viele Jahre als Mitglied der Skiwacht in Winklmoos tätig. Ebenfalls das Ehrenzeichen mit Urkunde der Bergwacht Bayern erhielten für 25 Jahre Lorenz Höflinger, Matthias Schlechter und Martin Schuster.

sh

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