Aufführung als »Wandertheater«: Gelungene Premiere des Theatervereins Reit im Winkl

Aufführung als »Wandertheater«: Gelungene Premiere des Theatervereins Reit im Winkl
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Mit List und Tücke schafft es der Brandner Kaspar (Peperl Neumaier, rechts), dem Tod (Max Weiß) noch 20 Jahre vor seiner letzten Fahrt abzuluchsen. (Foto: Hauser)

Reit im Winkl – Eine in jeder Hinsicht gelungene Premiere feierte der Theaterverein Reit im Winkl bei seinem ersten Stück nach langer Zwangspause. »Die letzte Fahrt des Brandner Kaspar«, so hieß die tragikomische Himmelsschau von Franz Kobell und Cornelia Wörner, die altbekannte Geschichte vom Brandner Kaspar, die neu interpretiert ist.


Und noch etwas Besonderes fand zum ersten Mal überhaupt in Reit im Winkl statt. Vom schönen Wetter bestens unterstützt gingen die Akteure mit den zahlreichen Zuschauern wandern. Der Weg führte rund um die Knogler Leiten, wobei immer wieder an besonderen Plätzen eine neue Szene gespielt wurde.

In dem Stück geht es um die Engel im Himmel – allesamt Mitarbeiter der himmlischen Kommandozentrale – die heimlich ein Fußballspiel anschauen wollen. Doch Petrus erwischt sie dabei. Er empfiehlt ihnen, statt auf die Mattscheibe einen Blick aufs »wirkliche Leben« zu tun und bringt dabei den Brandner Kaspar, wohnhaft in Reit im Winkl, in den himmlischen Fokus. Ein Blitzschlag und ein Überschall-Düsenjet sorgen für eine Bildstörung, und so wird Petrus leider nicht Zeuge eines unerhörten Ereignisses auf der Erde.

Der Brandner Kasper steht derweil mitten im Leben. Auch mit 70 kann er sich, trotz guter Ratschläge – besonders von seiner Zugehfrau Maria – nicht von der Arbeit in seiner kleinen, unrentablen Autowerkstatt verabschieden. Statt in den wohlverdienten Ruhestand zu gehen, versucht er sogar noch, den völlig unbegabten Karl zum Automechaniker auszubilden. Doch eines Tages kommt der Tod höchstpersönlich mit einem Mofa zu ihm. Der Brandner Kasper steht auf dessen Liste und soll ihn sofort in den Himmel begleiten. Doch mit List und Tücke sowie reichlich Alkohol schafft es der Brandner, dem Tod noch 20 Jahre abzuluchsen.

Die nächste Vorstellung von der letzten Fahrt des Brandner Kaspar mit dem »Wandertheater Reit im Winkl« findet am Samstag, 25. September, ab 14.30 Uhr statt. Es folgen noch sieben weitere Aufführungen bis einschließlich Sonntag, 24. Oktober.

sh

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