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Tempo 30 zum Schutz der Schüler in Petting nur zu »Stoßzeiten«

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Foto: dpa, Jens Kalaene/Symbolbild

Petting – Der Gemeinderat hätte sich mehr gewünscht. Allen voran Franz Vordermayer. Doch aus einer Tempo-30-Zone von Schule bis Sportgelände wird nichts. Bei einer Verkehrsschau hatten Polizei und Landratsamt diesem Wunsch eine Absage erteilt. Bürgermeister Karl Lanzinger berichtete nun dem Gemeinderat über das Ergebnis dieser Verkehrsschau.


»Wir waren um 7.30 Uhr dort, also zu einer Zeit mit viel Betrieb«, schilderte der Rathauschef den Ortstermin am Kindergarten, »und doch stimmte man Tempo 30 von der Dorfmitte bis zum Sportplatz nicht zu.« Eine solche Geschwindigkeitsbeschränkung solle es lediglich zu den »Stoßzeiten« früh und mittags im Bereich des Kindergartens geben. »Ich hätte das auch an der Schule gemacht«, bekräftigte Vordermayer sein Anliegen, dem Lanzinger ein Behördenargument entgegenstellte: »Die Schule liegt nicht an der Hauptstraße.« Vordermayer erkennt zumindest »einen guten Einstieg«, dem ja weitere Schritte folgen dürften.

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Einen solchen schlug Thomas Stippel vor: »Ich würde den ‚Smiley’ dort weiter Richtung Ortsausgang stellen, um die Leute früher zum Abbremsen zu bewegen.« Anton Strasser könnte sich vorstellen, diese Geschwindigkeitsanzeige auch auf die »Stoßzeiten« einzustellen, um mit einem Wechsel von 50 zu 30 km/h und umgekehrt keine Irritationen hervorzurufen.

Ziel der Verkehrsschau waren auch die beiden Badeplätze bei Musbach, denn auch hier hatte es den Vorschlag einer Geschwindigkeitsbeschränkung während der Badesaison gegeben. »Die Sichtweite dort liegt deutlich über 200 Meter«, informierte Lanzinger über »den fehlenden Handlungsbedarf«. Die Badeanstalten dort seien »baulich noch gar nicht abgeschlossen«, merkte dritter Bürgermeister Thomas Stippel dazu an.

Die Ortseinfahrt »angepasst« hat die untere Verkehrsbehörde beim neuen Lagerhaus. Das Ortsschild steht nun vor der Zufahrt zum Betriebsgelände. »Noch ein bissl weiter raus, würde nicht schaden«, meinte Philipp Strohmeyer dazu, schloss sich aber dem Votum der Kollegen an: »Passt«. Der Volkshochschule Traunstein wird die Gemeinde wie schon im Vorjahr 200 Euro zukommen lassen.

Um einen Zuschuss bat auch der Reitverein Seehof am Waginger See. Vorsitzender Johann Mayer warb in seinem Schreiben mit einem großen Dressur- und Springturnier. Dessen Ausrichtung würdigte das Gemeindeoberhaupt als »gewaltige Leitung für einen kleinen Verein und einem privaten Pferdehof«, sehe man mit der »Klasse S« doch die höchste Wertung. »Top-Reiter und Top-Pferde«, sprach auch Theo Pastötter begeistert über dieses Ereignis mit über 300 Pferden. Thomas Stippel sieht damit das Renommee der Gemeinde aufgewertet und sprach sich für die zuletzt beigesteuerten 500 Euro aus. Dem schlossen sich alle Kollegen an.

Ein Antragssteller will in seinem Anwesen an der Hauptstraße die Garage erhöhen, um Wohnraum zu schaffen. »Der Nachbar hat vor einiger Zeit aufgestockt, und das Haus davor wird auch relativ hoch«, verglich Lanzinger das Vorhaben. Aus seiner Sicht »spricht nichts dagegen.« So sahen es auch alle anderen. In Wasserbrenner plant ein Bauherr den Einbau einer zweiten Wohneinheit in ein landwirtschaftliches Gebäude. Um einen Vorbescheid bat ein Bauwerber aus Mühlberg für ein Brennholzlager und einen Heizraum. Der Gemeinderat hatte keine Einwände. höf