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Mit dem Mobilfunk in Petting geht’s voran

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Am gemeindlichen Wertstoffhof wird der Sendemast der Telekom entstehen. (Foto: Höfer)

Petting – »Es schaut gut aus«, zeigte sich Bürgermeister Karl Lanzinger in der jüngsten Gemeinderatssitzung zufrieden. Der Bau eines Mobilfunksenders werde wohl nicht die zunächst prognostizierten drei bis fünf Jahre dauern, sondern deutlich früher beginnen. Auch für einen zweiten Standort am Gewerbegebiet Wasserbrenner fasste der Gemeinderat einen einstimmigen Auslegungsbeschluss.


Nahe am großen Tor in den Wertstoffhof wird ein zehn Mal zehn Meter großes Fundament entstehen, darauf dann ein 42 Meter hoher dreieckiger Gitterturm mit einer Seitenlänge von etwa 2,6 Meter. An die Spitze kommt die Sendeanlage. »Nachbarn und Anlieger haben schon oder werden unterschreiben«, informierte Lanzinger.

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Die erforderlichen Abstandsflächen liegen auf Gemeindegebiet, lediglich nach Westen erstreckt sich eine Fläche über den Waldweg und den Teich.

Es zeichnet sich noch ein anderes Problem ab: Eine vorhandene Verrohrung bis zu einer Tiefe von vier Metern unter dem Wertstoffhof könnte ans Fundament heranreichen.

Ob denn der Betrieb des Wertstoffhofs beeinträchtigt werde, wollte Lisa Wolfgruber wissen. Möglicherweise sei das Haupttor vorübergehen behindert, so Lanzinger, der Betrieb laufe aber weiter. Das Gremium stimmte dem Bauantrag der Deutschen Funkturm, die für die Telekom baut, einhellig zu.

Ein Funkmast soll auch auf der Ausgleichsfläche südöstlich von Wasserbrenner entstehen. Erschlossen mit einem Schotterweg braucht es sowohl für die wegfallenden Ausgleichsbestandteile als auch für den Neubau einen Naturschutzausgleich. Der wird laut Lanzinger östlich des Rückens bei Kühnhausen geschaffen.

»Grundsätzlich ist das mit dem Naturschutz abgestimmt«, so der Bürgermeister, der davon ausgeht, dass »alles in Ordnung ist.« Gefragt sind nun Behörden und Träger öffentlicher Belange, weshalb es eine Auslegung braucht. »Auch hier bin ich zufrieden, dass es vorangeht«, gestand Lanzinger.

Ein dritter Bauantrag betraf ein Grundstück im Pettinger Ortsteil Lainden. Die Bauwerber dürften hier den Kniestock nach einer Bebauungsplanänderung höher bauen, als das vor Jahrzehnten festgelegt worden ist, wie Bürgermeister Lanzinger ausführte.

Die denkmalschutzrechtliche Erlaubnis, nötig wegen einer möglicherweise betroffenen Keltenschanze, sei erteilt. Auch gegen dieses Vorhaben gab es im keine Einwände. höf