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Heuer kein Ferienprogramm in Petting

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Petting: Heuer kein Ferienprogramm in Petting – Verantwortung wegen Corona zu groß
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Hier endet der Radweg von Petting kommend vor Schönram. Schild und weiße Linie verdeutlichen das und die Querungshilfe macht den Seitenwechsel sicherer. Laut Zeugenberichten fahren viele Radler dennoch weiter bis zu einer unübersichtlichen Einmündung des Heidewegs. (Foto: Höfer)

Petting – »Es tut uns wirklich leid«, erklärte Lisa Wolfgruber (Grüne Liste) in der jüngsten Gemeinderatssitzung im Gasthaus Riedle. Die Jugendreferentin und ihr Kollege Franz-Martin Abfalter (CSU) hatten sich bemüht, wieder ein attraktives Ferienprogramm auf die Beine zu stellen. Letztlich aber habe man sich in Corona-Zeiten für einen Verzicht entschieden.


»Wir haben im Land- ratsamt angefragt, um etwas an der Hand zu haben: Was ist zu beachten?«, beschrieb Wolfgruber die Vorarbeiten. Kontaktlos und mit eineinhalb Metern Abstand aber sei es nicht das, was sich Kinder unter einem Ferienprogramm vorstellten. »Wir waren uns einig, dass die Verantwortung für die Vereine zu groß ist«, machte Wolfgruber deutlich, daher habe man beschlossen, heuer auszusetzen. Als Alternative sei man dabei, eine Art Familien-Ferien-Programm auszuarbeiten. Etwa eine Radltour, eine Schnitzeljagd oder Rätselrallye, eventuell verknüpft mit einer Gutschein-Verlosung.

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Als »total super« lobte Regina Schnappinger (GL) die Alternativ-Vorschläge ihrer Kollegin. »Ich hab's gesehen und weiß, wie viel Arbeit dahinter steckt.« Bürgermeister Karl Lanzinger (CSU) merkte dazu an: »Wir sind gespannt und freuen uns.«

Wenig erfreut ist der Gemeinderat über das Dauerthema Biber. Thomas Stippel (Freie Wähler) brachte eine weitere Beschreibung eines etwa ein Quadratmeter großen und ein Meter tiefen Lochs in das Gremium. »Das direkt neben einem öffentlichen Feld- und Waldweg.« Der Baufachmann hatte die Kosten einer Verbauung des ganzen Mühlbach-Abschnitts mit rund 17 000 Euro überschlagen; ein Auffüllen mit Bruchschotter schlüge mit 7000 bis 8000 Euro zu Buche. Für diese Woche erwartet die Gemeinde erneut den Besuch des Biberberaters. »Wir müssen eine Lösung finden«, appellierte Stippel und schlug als Alternative die Umsiedlung des Tiers vor.

»Dorthin, wo er nichts anstellen kann«, unterstrich auch Ludwig Prechtl (FW), da eine Uferverbauung das Problem nur verlagern würde. »Irgendwann ist Schluss mit lustig«, meinte der Vizebürgermeister, der im Anschluss von einer anderen Problemstelle berichtete: »Der Radweg von Petting endet kurz vor Schönram.« Eine Tafel dort zeigt das Ende des Radwegs, eine durchgehende weiße Linie weist an, die Staatsstraße zu queren. »Es wurde extra eine Querungshilfe gebaut«, erklärte Prechtl. Weil aber der Asphaltbelag weitergehe, würden viele Radler einfach weiterfahren; bis hin bis zu einer unübersichtlichen Einmündung des Heidewegs.

Kürzlich wäre dort fast ein schwerer Unfall passiert, informierte Prechtl. Nicht zum ersten Mal, wie auch Theo Pastötter (FW) bekräftigte. Lydia Zehentner (CSU) sieht vor allem in den »schnellen E-Bikern« eine Gefahr. Was tun? Roland Krammer (FW) regte eine weiß-rote Metallabsperrung an, ein anderer brachte Pflanztröge ins Gespräch. Allerdings sollte eine Absperrung nicht selbst zur Unfallgefahr werden. »Irgendwann passiert was«, fürchtet Prechtl. Eine Lösung aber fand man in der Sitzung nicht.

Einig war man sich, der Wasserwacht Kühnhausen 350 Euro für die Jugendarbeit zukommen zu lassen. Einen Zuschuss in gleicher Höhe gibt es dann auch vom Landkreis. Einen Zuschuss erbat ebenfalls die Volkshochschule Traunstein. Lanzinger schlug vor, wie bisher 200 Euro zu überweisen. Regina Schnappinger fragte, ob nicht die Kursausfälle durch Corona einen höheren Betrag erforderten. »Hier steht nichts von Mehrkosten«, verwies Bürgermeister Lanzinger auf das aktuelle Schreiben. Er gehe davon aus, dass in der Zeit auch der Aufwand geringer gewesen sei. Zu den erbetenen Zuschüssen gab es keine Gegenstimme. höf