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Viele Jahre wartet die Gemeinde Petting schon auf eine Neubeschilderung ihrer Wanderwege. Auch deshalb ist man zuletzt nicht mehr tätig geworden. (Foto: Archiv Höfer)

Gemeinsames Wanderwegekonzept der Landkreise Traunstein und BGL abgesegnet

Petting – Die Gemeinde Petting hat ihr Paket »auf das Nötigste beschränkt«, wie Bürgermeister Karl Lanzinger (CSU) betonte. Und doch wird die Umsetzung des Wanderwegekonzepts mit knapp 57.000 Euro brutto zu Buche schlagen. Abzüglich einer Leader-Förderung wird der Gemeindesäckel mit rund 26.000 Euro belastet. Trotz kritischer Stimmen segnete der Gemeinderat dieses gemeinsame Konzept der Landkreise Traunstein und Berchtesgadener Land einhellig ab. 


Auf eine neue Wanderwegebeschilderung wartet man schon lange. Doch nun scheint es endlich soweit. Es liegt jetzt an den Gemeinden, ihr okay dazu zu geben. »Es hilft ja nix«, seufzte Vizebürgermeister Ludwig Prechtl (Freie Wählergruppe), »da kommen wir nimmer raus.« Geschäftsleiter Reinhard Melz taxierte die Anzahl der Schilder im Gemeindegebiet auf rund 60, was Theo Pastötter (FW) mit Blick auf die Gesamtzahl als »guten Preis« kommentierte.

Bürgermeister Lanzinger machte deutlich, dass sich die Gemeinde auf eine Beschilderung beschränkt und auf eine Begleitstruktur wie Bänke und Spieleinrichtungen verzichtet habe. Dafür hatte die Gemeinde 20.000 Euro in den Haushalt gestellt; tatsächlich werden es nun 26.000 Euro sein.

Unabhängig von diesem Konzept möchte die Gemeinde den Heidewanderweg wieder als Premium-Wanderweg etikettieren. »Wir haben uns bereits 2019 dafür entschieden, diesen Weg wieder reinzutun«, erinnerte der Rathauschef. Hier geht es neben der Beschilderung auch um Infotafeln. Von den Kosten in Höhe von 12.000 Euro hat die Gemeinde selbst 4200 Euro zu tragen. »Dieser Rundweg wird wirklich von vielen Leuten genutzt«, warb Lanzinger auch hier um Zustimmung.

Franz-Martin Abfalter (CSU) erinnerte mit Skepsis an die wenig UV-beständigen Schilder der Vergangenheit. Man sei sicher gescheiter geworden, entgegnete Lanzinger, der selbst enttäuschende Beispiele früherer Tage beschrieb. »Es gibt hier sicher eine gewisse Garantie«, zeigte er sich zuversichtlich.

»Die Laufener sind doch Mitnutzer«, meinte Prechtl und deutete die Möglichkeit einer Beteiligung der Nachbarn an. Das schloss Lanzinger aus: »Es ist Sache des Chiemgau-Tourismus und nicht landkreisübergreifend angelegt.« Auch hier gab es keine Gegenstimme.

höf