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Gehweg zum Sportplatz: Bau erst nächstes Jahr

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Der Platz am Sportheim des TSV Petting soll mit Granitsteinen gepflastert werden. Die Hecke rechts im Bild kommt voraussichtlich weg. (Foto: Höfer)

Petting – Die Gemeinde Petting ist auf den Geschmack gekommen. Mit 35.000 Euro hat »ELER« die Gestaltung des Dorfplatzes gefördert. Nun erhofft man sich aus diesem »Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums« neuerlich Geld. Der Gemeinderat verschob einen Bau daher auf das kommende Jahr.


Entstehen sollen ein Gehweg vom Kindergarten hin zum Sportgelände, eine Straßenquerung und ein befestigter Platz am Sportheim zum Abstellen der Räder und als Behinderten-Parkplatz. Auf knapp 80 000 Euro taxiert das beauftragte Ingenieurbüro die Gesamtkosten, genug, um eine ELER-Förderung möglich zu machen. Allerdings ist es keineswegs sicher, dass Geld aus dem Topf auch nach Petting fließen wird. »Ein Baubeginn vor einer Förderzusage ist nicht möglich«, stellte Bürgermeister Karl Lanzinger klar, »das heißt, wir kommen heuer nicht mehr zum Bauen.«

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»Bis wir soweit sind, ist es eh Herbst«, spekulierte zweiter Bürgermeister Ludwig Prechtl über einen realistischen Zeitrahmen, »daher verlieren wir nichts«. Die Baubetriebe seien derzeit ohnehin »voll«, für das nächste Frühjahr könne man wahrscheinlich sogar günstigere Preise erzielen. »Im Frühling mit Zuschuss«, stimmte dem Josef Stippel zu. Ein wesentlicher Faktor bei ELER ist die Einbindung der Öffentlichkeit. Die Planunterlagen liegen daher im Büro des Geschäftsleiters zur Einsicht aus. »Der TSV ist sowieso eingebunden«, betonte Lanzinger.

»Ist denn dort Granit nötig?«, fragte Roland Krammer mit Blick auf den kleinen Platz zwischen Sportheim und Straße. Er hielte einen Schotterrasen für ausreichend. Thomas Stippel schlug ein Pflaster mit Grünfuge vor, »das kostet die Hälfte.« Für einen Behinderten-Parkplatz sei das nicht ideal, meinte Franz-Martin Abfalter, und auch der Rathauschef zweifelte: »Muss es denn bis zum Haus hin grün sein?« – »Ohne Schmutz ins Haus«, hält auch Prechtl für die bessere Lösung.

Auf Elvira Krallers Anmerkung, so viel Fläche sei das auch wieder nicht, vermaß Geschäftsleiter Reinhard Melz die Planzeichnung und kam auf 70 Quadratmeter, was Baufachmann Thomas Stippel in ungefähr 3000 Euro Mehrkosten umrechnete. Andreas Götzinger dazu: »Wenn wir keine Förderung kriegen, können wir es immer noch billiger machen.«

Philipp Strohmeyer würde die Hecke vor einem Teil der Außenwand entfernen, was auch die Sicht verbessern würde. Christian Mayer appellierte, die Wiesenstreifen weniger mähen, um Blumenwiesen zu erhalten. »Aber nicht so wie bei der Schule, das macht nichts her«, verwies Elvira Kraller auf ein nahegelegenes Beispiel, »da ist ein Rasen schöner.« Lanzinger aber ist überzeugt, mit dem richtigen Samen werde das bestimmt gelingen. Wichtig ist Kraller ein Halteverbot auf der dem Sportplatz gegenüberliegenden Straßenseite. Das wird der Bürgermeister mit der Polizei abstimmen. Dem ELER-Antrag und damit einer Verschiebung des Projekts stimmten alle zu.

»Riesenplakat« und beschmierte Schautafel

Kraller war ein »Riesenplakat« am neuen Bushäuschen bei Ringham aufgefallen, weshalb sie ein Schild »Plakatieren verboten« anbringen würde. »Das war einmal, und es war auch gleich wieder weg«, wusste Götzinger darüber zu berichten. »Wir werden es im Auge behalten«, versicherte Lanzinger. Bei einer Ruhebank nahe Streulach vermisst Kraller die Sitzmöglichkeit, »da steht allein das Gerippe«. Franz Vordermayer war eine beschmierte Schautafel am Eisgraben aufgefallen, aber auch andere Tafeln im Gemeindegebiet seien in keinem guten Zustand. »Die Tafeln sind schon da«, erwiderte Geschäftsleiter Reinhard Melz, »wir müssen sie nur noch aufstellen.«

Das war für Ludwig Prechtl das Stichwort: »Wie weit sind wir mit der Wanderwegebeschilderung?«. Die habe man bereits vor zwei Jahren beschlossen. Lanzinger informierte, dass die Konzepterstellung für die insgesamt 26 Gemeinden – auch aus dem Landkreis Berchtesgadener Land – bis April 2019 abgeschlossen sein soll. Die Umsetzung werde vermutlich erst im Jahr 2020 beginnen. »Jetzt auszusteigen wäre ein Schmarrn«, warnte das Gemeindeoberhaupt, denn es würden nicht nur die Schilder, sondern auch »weitere Maßnahmen« gefördert. Anders als auf den jetzigen P1-, P2- und P3-Tafeln würden dann Gehzeit und Entfernung zum nächsten Ziel angegeben sein.

Einen lückenlosen Radweg nach Salzburg würde sich Christian Mayer wünschen und fragte nach dem Stand der Dinge. Auf Saaldorf-Surheimer Gemeindegebiet gehe es noch um die Entscheidung zu einer südlichen oder einer nördlichen Trasse, informierte Lanzinger. »Wir sind dran«, versicherte er.

Mayer warnte vor dem unauffälligen Grauton dreier Absperrpfosten am neuen Dorfplatz: »Die gehören unbedingt farbig gestaltet.« höf