Firmen Lang und Krammer planen Erweiterungen

Petting: Firmen Lang und Krammer planen Erweiterungen
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Die Firmen Lang und Krammer in Neuhaus dürfen erweitern. (Foto: Höfer)

Petting – Was bisher »Außenbereich« war, wird jetzt ein »Sondergebiet für Landhandel und Holzbearbeitung«. Die Firmen Lang und Krammer im Pettinger Ortsteil Neuhaus wollen erweitern – und der Gemeinderat hat der 22. Änderung des Flächennutzungsplans ebenso einhellig zugestimmt wie der Aufstellung eines Bebauungsplans.


Die Firma Krammer arbeitet mit Rundholz, baut Zäune und Spielgeräte. Es sollen Lager, Büro, Sanitär- und Aufenthaltsraum entstehen. Die Firma Lang nebenan handelt mit Baumaschinen, wartet und repariert. Beide Firmen sehen den Bau einer Betriebsleiterwohnung mit bis zu zwei Wohneinheiten vor. Das Areal muss eingegrünt und über ein Absetzbecken entwässert werden, denn der Grundwasserspiegel dort ist relativ hoch.

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Während der Kreisbaumeister auch eine Eingrünung nach Osten vorschlug, verlangt das die untere Naturschutzbehörde nicht. »Da ist eine Wiese – und dann kommt der Filz«, sieht Bürgermeister Karl Lanzinger dafür keine Notwendigkeit.

Notwendig ist ein Ausgleich für diesen Eingriff, der mit der Eingrünung geschaffen wird. Diese Ausgleichsflächen werden ins bayernweite Ökokataster übernommen. Die Gemeinde hat dafür zu sorgen, dass dieser ökologische Ausgleich geschaffen wird und auch dauerhaft gesichert ist. Für eine Ansaat ist heimisches Saatgut zu verwenden.

Die geforderten Emissionswerte sind laut Lanzinger eingehalten. Der Rathauschef beklagte, dass die Stellungnahmen der Behörden und Träger öffentlicher Belange stets zum Fristende eintröpfeln, ja sogar um Fristverlängerung angesucht werde. Weil die letzte Stellungnahme erst am Sitzungstag eingetroffen war, müsse möglicherweise noch etwas in den Satzungsbeschluss eingearbeitet werden.

Neue Regelungen für Zweitwohnungssteuer

Lisa Wolfgruber vermisste die Angabe einer Grundflächenzahl, die beispielsweise für das Gewerbegebiet Wasserbrenner mit 0,8 angegeben sei. Lanzinger sah hier die 0,8 in jedem Fall eingehalten. Die Gemeinderäte stimmten denn auch einhellig dem Feststellungs- und dem Satzungsbeschluss zu; nur Roland Krammer als Beteiligter enthielt sich der Stimme.

Die Zweitwohnungssteuer wurde bisher anhand der Jahresrohmiete vom Finanzamt festgesetzt. Künftig orientiert sie sich an der Netto-Kalt-Miete, die sich aus dem Mietvertrag ergibt. Falls jemand eine solche Zweitwohnung selbst bewohnt, wird die ortsübliche Höhe von der Gemeinde anhand der Richtwerte geschätzt. Dauercamper zahlten bislang 40 Euro pro Jahr, ab 1. Januar 2020 sind es 60 Euro.

Endgültig beschloss der Gemeinderat die Kriterien für die Bezuschussung denkmalpflegerischer Mehraufwendungen. Petting lehnt sich dabei an die Förderrichtlinien und die 20 Punkte des Landkreises an. So muss das Objekt in der Denkmalliste stehen und die Maßnahme mit dem Denkmalamt abgestimmt sein.

Bei kirchlichen Trägern beträgt die Förderung sechs Prozent. Nicht unterstützt wird der Erwerb eines Objekts sowie die Einrichtung eines Museums. Die Originalrechnungen sind vorzulegen. Ergibt sich eine um mehr als fünf Prozent geringere Endsumme, wird der Zuschuss entsprechend gekürzt. Bei einer Kostenüberschreitung gibt es keine höheren Zuschüsse. Die Gemeinde Petting zahlt für ein Gesamtprojekt maximal 2500 Euro, um zu verhindern, dass diese Zuschussmarke durch Einzelschritte ausgehebelt wird.

Lediglich die beiden Vertreterinnen der Grünen Liste stimmten gegen den Entwurf – »nicht weil wir gegen eine Förderung sind«, machte Regina Schnappinger deutlich, »sondern weil wir den Zuschuss für zu gering erachten.« Der Schützenverein erhält auch heuer wieder 350 Euro für die Jugendarbeit.

In einem ausführlichen Dankesschreiben zeigte sich der Verein sehr zufrieden mit den neuen Räumen, die zu einem weiteren Zulauf von jungen Leuten geführt haben. Die gemeindliche Förderung ist auch nötig, damit entsprechende Mittel vom Kreisjugendring fließen.

»Es gibt eine klare Regelung«, brachte Theo Pastötter ein »leidiges Thema« aufs Tapet. So müsse der Straßenlichtraum von Stauden und Ästen bis zu einer Höhe von 4,50 Meter freigehalten werden. »Es kann nicht sein, dass der Bauhof bei Privaten tätig wird«, kritisierte Pastötter, »dafür ist jeder selbst verantwortlich.«

Wo man denn bei Privaten tätig werde, wunderte sich Geschäftsleiter Reinhard Melz. »Die Bäume stehen doch auf Privatgrund, und hängen dann in den Straßenraum«, erwiderte Pastötter. Er bat ausdrücklich, mit bemaßter Skizze erneut im Gemeindeblatt darauf hinzuweisen.

Hygiene-Konzept für Turnhalle entsteht

Regina Schnappinger informierte, dass der TSV dabei sei, ein Hygiene-Konzept für die Turnhalle zu erarbeiten. »Wie regelt das die Gemeinde? Ist das Reinigungspersonal entsprechend angewiesen?«, fragte sie in Bezug auf den Schulsport. Man schaue sich das an, so Lanzinger, klar sei: »Wir machen das, was gefordert ist.« höf


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