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Beschränkung auf der Schulstraße abgelehnt

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Wird auf der Schulstraße wirklich zu schnell gefahren, wie Anlieger beklagen? Der Gemeinderat Petting lehnte eine Beschränkung ab. (Foto: Höfer)

Petting – Anwohner der Schulstraße hatten Vizebürgermeister Ludwig Pechtl angesprochen. Sie meinten, auf der Schulstraße würde häufig zu schnell gefahren. Schulleiter Hans Steinmaßl habe deshalb eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf 10 km/h angeregt. Der Gemeinderat mochte dem nicht folgen.


»Die Autos fahren relativ schnell vorbei«, hätten Anlieger beklagt, berichtete Prechtl; der zufällig hinzukommende Schulleiter habe sich sofort positioniert: »Ihm wären zehn Stundenkilometer am liebsten.« Denn tatsächlich dürfe man diese schmale Straße mit 50 km/h befahren. »Das geht doch gar nicht«, widersprach Josef Stippel, »da fährst du doch keine 30.«

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»Wer fährt denn da zu schnell?«, fragte Theo Pastötter und gab eine Antwort: »Die Eltern.« Solche seien wohl dabei, pflichtete ihm Prechtl bei, worauf Thomas Stippel anregte: »Eine Zehner-Beschränkung hin und dann schauen wir.« An dieser kleinen Straße lägen gerade mal drei Anlieger und der Pfarrhof, zeigte Bürgermeister Karl Lanzinger dafür kein Verständnis. Die Strecke sei sehr kurz und vorne zur Hauptstraße ginge wohl kein Kind. Sein Schluss: »Ein Schild wird relativ umsonst sein.« Die Schule würde es befürworten, warb Prechtl hier noch um Zustimmung. Auch Martin Häusl erwartet eine »moderierende Wirkung«, denn heute würde allgemein zu schnell gefahren. »Es wäre eine Handhabe«, so Prechtl erneut.

»Soll man es dann zeitlich befristen?«, fragte Lanzinger, »oder soll man auch nach 20 Uhr so langsam fahren?« Eine ruhigere Lage im Ort gäbe es nicht, ist der Rathauschef überzeugt, »da ist nix los.« Im Vergleich mit Wohngebieten sei das hier ein Paradies. »Ich halte eine Beschränkung für überflüssig.« Denn es müsse ein jeder stets so fahren, wie es die Situation erlaube.

»Konzentrieren wir uns auf die Hauptstraße und lassen das«, nahm Franz Vordermayer eindeutig Stellung. Im Übrigen sei schon zu fragen, ob Kinder mit dem Auto zur Schule gebracht werden müssten. Jene vom Ort könnten zu Fuß gehen, die von außerhalb hole der Bus ab. Auch Klaus Haunerdinger meinte: »Wir sollten nicht überall Taferl hinstellen.«

Mit Blick auf seinen Vize fragte Lanzinger: »Müssen wir abstimmen oder sind wir uns so einig?« – »Mia war's wurscht«, lenkte Prechtl ein und betonte gegenüber dem Pressevertreter ausdrücklich, dass dieser Vorschlag nicht von ihm gekommen sei, sondern von den Anliegern. höf