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Aufzug am Pettinger Rathaus kommt

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An der Westseite des Rathauses wird ein Aufzug angebaut. Im Obergeschoss wird das bestehende Fenster zum Aufzugszugang. (Foto: Höfer)

Petting – Selbst wenn er nicht oft genützt werden sollte, ein barrierefreier Zugang für Sitzungsbesucher oder Hochzeitsgäste mit Behinderung zum Rathaus ist nötig. Pettings Gemeinderat entschied sich in seiner jüngsten Sitzung für den Anbau eines relativ einfachen Aufzugs an der Westseite des Rathauses. Auch einem Bauantrag in Schweighausen erteilte das Gremium das gemeindliche Einvernehmen.


Die Entscheidung für den Anbau eines Liftes war bereits gefallen, und ein entsprechender Antrag im Landratsamt ist inzwischen genehmigt. Nun ging es nur mehr um die Art der Ausführung: Günstig und einfach oder doch einen »vollwertigen Lift«, wie es Reinhard Melz beschrieb. Der Geschäftsleiter hatte entsprechende Angebote eingeholt. Die finanzielle Bandbreite bewegte sich zwischen 37.400 und 50.400 Euro, wobei die günstigste Version eines oberösterreichischen Anbieters keine geschlossene Kabine aufweist, sondern sich im Glasschacht eine Plattform mit seitlichem Bedienelement nach oben und unten bewegt.

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Das allerdings relativ langsam, wie Bürgermeister Karl Lanzinger einräumte. Bei 15 Zentimeter pro Sekunde braucht die Plattform knapp 20 Sekunden hinauf ins erste Obergeschoß, wo sich Sitzungssaal und Trauzimmer befinden. Im Erdgeschoß gibt es bereits eine Haustüre, die als Zugang zum Aufzug genutzt werden kann, im Obergeschoß wird ein vorhandenes Fenster zur Türe, weshalb Lanzinger darauf hinwies, dass es für Bodenplatte und Durchbruch sowie Elektroanschluss noch zusätzlicher Handwerkerleistungen bedürfe, die man an heimische Betriebe vergeben wolle.

Die Größe der Plattform beträgt 140 mal 110 Zentimeter, der Rahmen besteht aus Weiß-Aluminium, die Flächen sind verglast. »Die Türen sind wärmeisoliert«, betonte Melz, der die preiswerteste Variante für ausreichend hielt. »Des is’ guad und duad sei Sach«, stimmte Ludwig Prechtl dem zu. »Wichtig, dass ma endlich was ham«, meinte auch Franz Vordermayer. Es gab keine Gegenstimme.

Auch der Antrag eines Bauwerbers wurde ohne Gegenstimme angenommen. Dieser möchte in Schweighausen in ehemalige Pferdestallungen ein landwirtschaftliches Lager, eine Hufschmiede, eine Garage und neun »Selfstorages« einbauen. Vizebürgermeister Prechtl hätte sich stattdessen einen deutschen Begriff gewünscht. Selfstorage steht für Lagerräume, die zu längerfristigem Einlagern vermietet werden. »Außen ändert sich nichts«, konstatierte Prechtl, weshalb er »kein Problem« erkenne.

Ein »Problem« – das Oberflächenwasser – hatte der gemeindliche Bauausschuss kürzlich bei einem Ortstermin besprochen. »Dachwasser und Oberflächenwasser von versiegelten Flächen sollen auf dem eigenen Grundstück versickern«, fasste es Lanzinger zusammen. Vordermayer mahnte den Verkehr an, dürfe doch der schmale Feld- und Waldweg nicht von parkenden Autos eingenommen werden. »Im Vergleich zu jetzt wird der Verkehr weniger werden«, beruhigte der Bürgermeister und verwies auf die fünf nachzuweisenden Stellplätze. Eine Abwasserentsorgung mit Hilfe eines Pflanzenbeets ist nachgewiesen. höf