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Tipps und Tricks für die Gartengestaltung

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Kreisvorstand Michael Luckas (links) und Kreisfachberater Markus Breier sprachen beim 26.  Traunsteiner Gartentag in Palling. (Foto: Waldherr)

Palling – Anregungen und Tipps rund um die Gartengestaltung holten sich ungefähr 350 Gartenliebhaber beim Traunsteiner Gartentag im Gasthaus Michlwirt. Der Kreisverband Traunstein für Gartenkultur und Landespflege und die Kreisfachberatungsstelle am Landratsamt Traunstein organisierten die Veranstaltung bereits zum 26. Mal für Gartler aus dem Landkreis.


Kreisvorsitzender Michael Luckas sagte, die Sorge um die Bienen, Wildbienen, Insekten und die Artenvielfalt sei das, was die Gesellschaft, die Verbände und nun auch die Politik derzeit beschäftige. Für Gartenfreunde und die Gartenbauvereine treffe das ebenfalls zu, so Luckas, »nur mit dem Unterschied, dass das für uns nichts Neues ist. Schon seit vielen Jahren stehen bei uns zunehmend die Pflege der Naturnähe und der Umwelt- und Artenschutz hoch im Kurs. Für uns ist der Schutz der Artenvielfalt keine Absichtserklärung, sondern wir setzen dies schon lange einfach um, ohne viel Wind davon zu machen – vielleicht sollten wir da lauter werden!« Dieses Bestreben und die Verantwortung für den Artenschutz zeige sich bei Aktionen, Maßnahmen, Wettbewerben oder einfach mit Informationen wie an diesem Gartentag, sagte der Kreisvorsitzende.

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In diese Kerbe schlug auch Pallings Bürgermeisters Josef Jahner. Von der Arbeit der Gartler profitiere auch die Gemeinde Palling als Kommune, denn der Gartenbauverein erledige meist unbemerkt viel Arbeit, ohne dass Kosten anfallen.

Kreisfachberater und Seminarleiter Markus Breier informierte über »Es war einmal der Buchs – Pilze, Zünsler, Buchsersatz«. Wenn die Gartler an ihren Buchspflanzen einen Schaden feststellen, sei es meist schon zu spät, um etwas dagegen zu unternehmen, denn Pilze, der Buchsbaumzünsler und der Buchsbaumkrebs nagen zunächst im Verborgenen an den Pflanzen und tragen zum Buchsbaumsterben bei. Durch Krankheiten oder Pilz abgefallene Buchsblätter sollte man entfernen, empfahl Breier. Als Ersatz für den Buchs könne man Azaleen, Rhododendron, Ilex Stechpalme, Eibe, Berberitze, Heckenkirsche, Zwergmispel oder blühende Hecken pflanzen.

Dr. Reinhard Witt zeigte auf, wie Naturgärtner Insekten und Kleintierarten schützen und vor dem Verschwinden retten können. An verschiedenen Arten der Gestaltung eines Gartens erläuterte er, welche Insekten, Vögel, Eidechsen und andere Kleintierarten in welchen Biotopen leben und sich dort auch vermehren können.

Eine Lanze für den Phlox brach Christian Kreß. Der Phlox sei es wert, ihn von seinem angestaubten Image zu befreien, denn er sei modern und es gebe viele neue Sorten, die die Sommerhitze vertragen und recht robust seien. Kreß erklärte auch, wie man den Phlox selber vermehren kann, und welche Blütenpflanzen und Gräser gut mit diesem harmonieren.

Gärtner Alois Schrögmeier gab viele Tipps zum Gemüseanbau im Hausgarten. Der schönste Platz dafür sei vor dem Haus in der Sonne. Salat solle man flach pflanzen, gut eingießen und dann nicht mehr gießen, damit sich die Wurzeln nach Wasser strecken und die Pflanzen dadurch gestärkt werden. Informiert hat er auch, was man gegen Blütenendfäule bei Tomaten und gegen Schädlinge tun kann. Einen guten Gärtner erkenne man zum Beispiel daran, wie viele und welche Kräuter er pflanzt, so Schrögmeier weiter.

Die Pausen nutzten die Gartler, um sich kostenlose Merkblätter mitzunehmen und einen Blick in hochwertige Gartenbücher zu werfen, die zum Anschauen bereit lagen. Ausgestattet mit all diesen Informationen steht der neuen Gartensaison nichts mehr im Weg. cw