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Straßenbau für die Ortsumfahrung Obing beginnt

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Damit soll Ende 2020 Schluss sein: Lkws schlängeln sich durch eine enge Kurve in der Obinger Ortsdurchfahrt. Im September läuft die erste von drei Bauphasen für die knapp fünf Kilometer lange Ortsumfahrung der B304 an. Foto: Staatliches Bauamt Traunstein

Obing – Mit dem ersten Abschnitt der Bauarbeiten für die Obinger Ortsumgehung soll in der kommenden Woche begonnen werden. Der Bau ist in drei Phasen aufgeteilt. Ende 2020 soll die Umfahrung für den Verkehr freigegeben werden.

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Wie das Staatliche Bauamt Traunstein mitteilt, beginnen die Erdbauarbeiten des ersten rund zwei Kilometer langen Teilabschnitts, der sich von Roitham am westlichen Bauanfang bis in etwa zur Kreisstraße TS 8 in Richtung Kienberg nördlich von Pfaffing zieht, am Montag, den 3. September.

In dieser und zwei folgenden Phasen soll der Straßendamm ohne Frostschutzschicht für die spätere Ortsumfahrung mit Entwässerungseinrichtungen erbaut werden. Notwendig ist diese Herangehensweise mit drei Bauphasen auf der einen Seite wegen der Bodenbeschaffenheit im Baubereich und andererseits aufgrund der Kopplung der Maßnahme mit der Ortsumfahrung Altenmarkt. Dort fallen aus den derzeitigen Bohrungen für den Aubergtunnel rund 14.000 Kubikmeter Überschussmasse an, die in Obing als Straßenbaumaterial wiederverwendet werden sollen.

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Auf einer Länge von 4,7 Kilometern soll der Verkehr ab voraussichtlich 2020 an Obing vorbeigeleitet werden. Die neue Trasse (im Bild blau dargestellt) verläuft nördlich der Gemeinde. Foto: Staatliches Bauamt Traunstein

Drei Phasen bis ins Frühjahr 2019

In der ersten Phase, die bis voraussichtlich Mitte Oktober andauert, werden abschnittsweise der Oberboden abgetragen, der Kohlbach am westlichen Beginn der Umgehung verlegt, die notwendigen Entwässerungsanlagen errichtet und der Straßendamm bis in einer Höhe von 0,4 Metern gebaut.

Im November sollen dann im Rahmen der zweiten Bauphase die ersten 7000 Kubikmeter an Überschussmaterial von Altenmarkt nach Obing transportiert und dort im Straßendamm verbaut werden.

Abhängig von der Witterung kann mit der dritten Phase dann Ende Februar oder Anfang März die zweite Charge des Überschussmaterials (der zweite Teil von 7000 Kubikmetern) als Straßenbaumaterial aus Altenmakrt angefahren werden. Benötigt werden für diesen ersten Abschnitt insgesamt rund 26.000 Kubikmeter Baumaterial. Die Kosten für die etwa zwei Kilometer lange Strecke liegen bei circa 720.000 Euro.

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Die aktuelle Verkehrslage auf der Ortsdurchfahrt: Lastwägen und Autos schlängeln sich auf der B304 durch Obing. Foto: Staatliches Bauamt Traunstein

Eigentlicher Straßenbau von Naturschutz-Auflagen abhängig

In welchem Zeitraum die eigentlichen Straßenbauarbeiten durchgeführt werden können, hängt im Wesentlichen von naturschutzfachlichen Auflagen zur Schaffung von Ausgleichs– und Kompensationsmaßnahmen ab. Nachdem bereits sogenannte Wiesenbrüterflächen angelegt und ein Ausgleich für nötige Eingriffe in Waldflächen geschaffen wurden, können die weiteren Arbeiten für den Straßenbau auf einem ersten Teilabschnitt erfolgen. Derzeit befindet sich die Brücke an der Honauer Straße in Bau.

Fertigstellung der Obinger Umfahrung wohl 2020

Für die insgesamt 4,7 Kilometer lange Ortsumgehung und die dafür notwendigen Ingenieurbauwerke und Knotenpunkte rechnet man mit einer Bauzeit von etwa zwei Jahren. Die Freigabe für den Verkehr ist damit für Ende 2020 geplant. Weitere Brücken- und Straßenbauarbeiten sind ab Anfang 2019 vorgesehen.

Wie immer können sich die Arbeiten bei schlechtem Wetter verzögern und damit die zeitliche Planung verschieben. Wegen der notwendigen Erdtransporte wird es vermutlich zu vereinzelten Verkehrsbehinderungen kommen, so das Staatliche Bauamt.

Im Juli vergangenen Jahres erfolgte der lang ersehnte Spatenstich:

red/Presseinformation des Staatlichen Bauamts Traunstein