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Reichsbürger veranstalten »Gottesdienst« ohne Masken und Abstände – Polizei greift ein

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Obing: Reichsbürger veranstalten »Gottesdienst« ohne Masken und Abstände – Polizei greift ein
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Foto: Jens Wolf/dpa

Obing – Eine unerlaubte Versammlung mit zahlreichen Personen, bei der keinerlei Rücksicht auf die geltenden Hygienevorschriften genommen wurde, musste die Polizei am Sonntag in Obing auflösen. Den Organisator sowie die Teilnehmer erwarten nun Anzeigen.


Am Vormittag gegen 10.30 Uhr war der Polizeiinspektion Trostberg eine größere Zusammenkunft in den Räumen einer ehemaligen Fahrschule in Obing gemeldet worden. Um das Gebäude waren mehrere Fahrzeuge geparkt und im früheren Unterrichtsraum der Fahrschule hielten sich mehrere Personen auf.

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Als die Beamten der Polizei mit zwei Streifenbesatzungen eintrafen, stellten sie insgesamt elf Personen fest. Bei der Kontrolle wurde klar, dass diese nach behördlicher Definition der Reichsbürgerszene zuzuordnen sind. Der Veranstaltungsleiter, ein 54-jähriger Mann aus dem Landkreis Rosenheim, deklarierte das Zusammentreffen als »Gottesdienst«.

Da sich die Anwesenden allerdings nicht an die geltenden Hygienevorschriften hielten, konnte die Polizei diese Deklarierung jedoch nicht teilen. So wurden beispielweise keine Mindestabstände eingehalten. Auf das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes haben die Teilnehmer sogar gänzlich verzichtet.

Alle Anwesenden wurden wegen Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz angezeigt. Nach erfolgter Anzeigenaufnahme »war die Messe gelesen«. Die Veranstaltung wurde im Anschluss von den Organisatoren selbst beendet.