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Vorstandschaft der Musikkapelle im Amt bestätigt

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Für seine Tätigkeit als Kassier der Musikkapelle Nußdorf wurde Alfons Osenstätter (Mitte) mit der Verdienstmedaille in Bronze des Musikbunds Ober- und Niederbayern geehrt. Zur Auszeichnung gratulierten und für sein engagiertes Tun dankten Josef Winkler (rechts) sowie zweiter Vorsitzender Bernhard Posch. (Foto: Volk)

Nußdorf – Die Musikkapelle Nußdorf wird weiterhin vom Vorstandsduo mit Vorsitzendem Andreas Wimmer und seinem Stellvertreter Bernhard Posch geführt. Auch Dr. Elmar Walter ist für weitere zwei Jahre Kapellmeister und musikalischer Leiter der Musikkapelle. Bei der Jahreshauptversammlung des Musikvereins wurde das bewährte Führungsteam einstimmig wiedergewählt.


Ebenso im Amt bestätigt wurden Schriftführerin Christina Niederbuchner, Jugendleiterin Stefanie Brunner sowie Theresa Mayer, die stellvertretende Kapellmeisterin, Peter Niederbuchner (Notenwart), Martin Wallner (Aktivensprecher), Viktoria Schützinger (Kleiderwart) und Florian Lieb und Matthias Huber als Beisitzer. Neu in der Vorstandsriege ist Josef Winkler als Kassier. Er folgt auf Alfons Osenstätter, der sich nach sieben Jahren als Finanzchef des Vereins nicht mehr zur Wahl stellte. Die Vereinsvorsitzenden würdigten die engagierte Tätigkeit Osenstätters, der als Kassier seit der Vereinsgründung tätig war. In Anerkennung seiner ehrenamtlichen Dienste für den Musikverein wurde er mit der Verdienstmedaille in Bronze des Musikbunds für Ober- und Niederbayern ausgezeichnet.

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Verein hat mehr als 300 Mitglieder

Für langjährige aktive Mitarbeit geehrt wurden Johannes Parzinger und Josef Winkler. Sie wurden mit der Ehrennadel in Bronze des Musikbunds für Ober- und Niederbayern ausgezeichnet – eine Auszeichnung, die für mindestens 15 Jahre vergeben wird. Mit Freude berichtete der Vereinsvorsitzende, dass die Zahl der Mitglieder die 300er Marke überschritten hat. Aktuell hat der Verein 308 Mitglieder, darunter 52 aktive Musikanten in der Hauptkapelle und 18 bei den Nachwuchsbläsern.

Die Vereinsaktivitäten des letzten Jahres waren dominiert von der Fertigstellung, Einweihung und Inbetriebnahme des hochmodernen Probenraums in der neuen Nußdorfer Grundschule. Rund 180 000 Euro kosteten der Innenausbau und die Ausstattung, von denen rund 130 000 Euro durch das Leader – das Förderprogramm für den Ländlichen Raum, den Kulturfonds Bayern und durch Spender und Sponsoren gedeckt werden konnten. 1300 ehrenamtliche Stunden Eigenleistung wurden von den Aktiven erbracht.

Im vergangenen Jahr investierte die Musikkapelle rund 7000 Euro für Instrumente, Noten und eine Lichtanlage. »Alles, was eine Musikkapelle braucht, haben wir in kurzer Zeit erreicht und darauf können wir stolz sein«, sagte Wimmer erfreut. Schwerpunkt der Vereinsarbeit soll künftig die Jugendarbeit und die Ausbildung junger Musikanten sein. 36 junge Musikanten konnten seit 2012 gewonnen und in die Nachwuchskapelle aufgenommen werden, 18 sind mittlerweile in der Hauptkapelle aktiv. Jedes dritte Mitglied der Hauptkapelle stammt aus der eigenen Jugendarbeit, hob Wimmer hervor.

Auf individuelle Vereins- bedürfnisse eingehen

Wermutstropfen sei, dass für die Nachwuchskapelle und die Ausbildung der jungen Musikanten jährlich 2000 Euro benötigt werden, die der Verein auf Dauer aus Eigenmitteln nicht stemmen könne. Die Jugendförderung der Gemeinde auf Grundlage der aktuell gültigen Zuwendungsregelung reiche nicht aus. Deshalb appellierte Vorsitzende, Andreas Wimmer an Bürgermeister Hans Gnadl und den Gemeinderat die Zuschussrichtlinien zu überdenken. »Bitte schaut auf die individuellen Bedürfnisse der Vereine; die sind nicht vergleichbar, die einen brauchen weniger, andere mehr Unterstützung.« Wimmer bat darum, die jährlich notwendige Förderung für die Jugendarbeit zu gewähren. Für die Ausbildung der Jugendlichen seien ausgebildete Musiklehrer zwingend erforderlich – ein aktives Mitglied der Kapelle könne das nicht übernehmen. Kapellmeister Walter betonte, es gehe nicht darum, andere Vereine und deren Arbeit abschätzend zu bewerten. Es gehe vielmehr um das Verständnis dafür, dass die Musikkapelle andere Notwendigkeiten habe. »Es geht um die Zukunft von 24 jungen Musikanten – deren Zukunft ist die der Musikkapelle Nußdorf.«

Bürgermeister Gnadl würdigte die hervorragende Nachwuchsarbeit der Musikkapelle und die engagierte Arbeit der Vorstandschaft. Was den jährlichen Zuschuss zur Förderung der Jugendarbeit betrifft, sagte der Rathauschef: »Allen recht getan ist etwas, was keiner kann.« Die Vergaberichtlinien zur Förderung der Jugendarbeit befänden sich in einer Probephase, dazu werde vermutlich noch an dem einen oder anderen Rad gedreht. Man dürfe jedoch nicht vergessen, dass die Gemeinde auch jährlich rund 30 000 Euro als freiwillige Leistung für die Musikschule ausgebe. Insgesamt müsse die Gemeinde sorgsam mit Steuergeldern umgehen; über die Gewährung freiwilliger Leistungen entscheiden die 15 Mitglieder des Gemeinderats, erinnerte Gnadl.

Josef Wolfertstetter erinnerte im Rückblick an das Mitwirken beim 50. Jubiläum der DJK Nußdorf, an die Einweihung der neuen Grundschule und des Probenraums der Musikkapelle, die vielen Spieltermine, besonders die bei Veranstaltungen und Feierlichkeiten in der Gemeinde und das erfolgreiche Josefi- bzw. Jahreskonzert. Kassier Alfons Osenstätter informierte letztmals in dieser Funktion über den Stand der Vereinsfinanzen. Das Vereinsvermögen sei um rund 48 000 Euro gesunken, was durch große Investitionen für den Probenraum zu erklären ist.

Vorsitzender Wimmer lud zu den Standkonzerten der Musikkapelle am 3. Juni und 1. Juli in Nußdorf am Bürger- und Vereinsheim bzw. in der neuen Schule ein. Neben 25 Spielterminen werde die Kapelle beim Bezirksmusikfest in Altenmarkt (7. Juli), beim Trachtenfest in Chieming und beim Feuerwehrfest in Grabenstätt aufspielen. pv