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Tanzlmusik und »Thermoflitz-Verführung«

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Der Maler Igor (Mitte, Franz Schützinger) wird von der liebesbedürftigen Erna (Stefanie Brunner) arg bedrängt. Sein Chef Max (links, Heinrich Jobst) kann da nicht mehr zusehen. (Foto: Volk)

Nußdorf – Tanzlmusik, Volkstänze und Plattler, lustige Geschichten und Verserl und ein amüsanter Einakter um die »Thermoflitz-Verführung« erfreuten die Besucher beim Dorfhoagart im Trachtenheim. Die Stücke und Lieder der Musikanten und Sänger, die Tänze der Kinder- und Jugendgruppe sowie der Aktiven und die unterhaltsame Aufführung der Theatergruppe des Trachtenvereins begeisterten die Besucher im vollbesetzten Saal.


Die 1612er-Musi, ein Quartett mit zwei Ziachspielern, Horn und Harfe, spielte flotte Stücke, verführte zum Tanz oder zum Zuhören. Die Wahoizner Sänger blickten mit ihren Liedern auf die Freuden des Lebens, zum Beispiel das Fensterln, verschwiegen dabei aber nicht, dass das Werben um die Liebste auf der Leiter auch gefährlich werden kann, zum Beispiel, wenn man von der Bäuerin erwischt und »gschopft« wird. Auch sein Loblied auf einen guten und erfolgreichen Almsommer und die glückliche Rückkehr ins Tal besang das Männer-Quartett.

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Die jungen Musikanten von »Blech hamma a« setzten ihre Instrumente gekonnt ein und gaben schmissige Stücke zum Besten. Stefanie Brunner, Vorsitzende des Trachtenvereins, amüsierte mit humorigen Versen und witzigen Geschichten. Die Buam und Dirndln der Kinder- und Jugendgruppe des Trachtenvereins präsentierten ihr tänzerisches Können, ebenso die aktiven Buam und Dirndln. Dabei zogen vor allem die Jüngsten, die mit großem Eifer bei der Sache waren, die Blicke auf sich. Belohnt wurden sie dafür mit tosendem Applaus der Zuschauer.

Einen lustigen Höhepunkt des Dorfhoagartn bildete der Einakter »Die Thermoflitz-Verführung«, gespielt von der Theatergruppe des Trachtenvereins. Es scheint so, als drehe sich in dem Einakter von Andreas Leopold alles um die namensähnliche Küchenmaschine. Alle Figuren des Stücks gehen davon aus, dass ihnen der neue Thermoflitz vorgestellt wird. Zur Küchengeräteparty werden auch die beiden Maler Igor (gespielt von Franz Schützinger) und Max (Heinrich Jobst), sein Chef eingeladen – oder besser zur Teilnahme genötigt. Igor wird dabei von der mannstollen Erna (Stefanie Brunner) bedrängt, weiß sich jedoch mit vehementer Abwehr zu verteidigen. Ursel (Dini Purzeller), die Organisatorin der Vorführung, lässt alle bis zur letzten Minuten im Unklaren, auch Gastgeberin Frau Fröhlich (Regina Graf).

Als Peter Schuller (Martin Gregor) auftaucht, der das »Vorprogramm« der vermeintlichen Kochgerätevorführung bestreitet, unübersehbar die Nähe zu Männern sucht und die feschen Damen eher ignoriert, wird die Sache noch undurchsichtiger. Als dann Herkules (Sepp Schauer), die eigentliche Attraktion, auftaucht, in Leder-Outfit, mit wenig Untergewand, dunkler Sonnenbrille und laszivem Gehabe, wird schnell deutlich, dass es sich nicht um eine Gerätevorführung, sondern eine Verführung handelt.

Die Darsteller wussten zu überzeugen und ihre Spielfreude belohnte das Publikum mit viel Applaus. Zum Erfolg trugen hinter der Bühne Spielleiterin Christine Czogalla und Souffleuse Cornelia Schauer bei; für passende Masken und Frisuren sorgte Helga Braml, für Bühnenbild und Technik Martin Zimmermann.

Gelegenheit, den unterhaltsamen Einakter zu erleben, gibt es noch am Sonntag um 13.30 Uhr im Bürger- und Vereinsheim. Bei Kaffee und Kuchen zeigt die Theatergruppe die »Thermoflitz-Verführung« ein weiteres Mal. Der Eintritt ist frei. pv