Ohne Hilfe geht es nicht – Spendensammlung für Lebensmittel für Schule in Uganda

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Lehrerin Debra mit ihrem Dankbrief: »Nur mit Eurer Hilfe schaffen wir die 'Corona-Ferien'«.

Nußdorf – Rund um den Erdball hat sich das Leben durch Corona dramatisch verändert. In Uganda, an der Mukisa Parent School im Dorf Kjyunga, geht es für die 250 Kinder und Lehrerinnen nach wie vor ums nackte Überleben. Durch die diktatorischen Einschränkungen der Regierung ist die Lebensmittelbeschaffung für alle Tagelöhner und Straßenverkäuferinnen völlig zusammengebrochen. Der Nußdorfer Verein Matoke sammelt daher Spenden für Lebensmittel für eine Schule in Uganda.


Viele Frauen und Kinder leben vom Verkauf von Gemüse und Erdnüssen. Da alle Märkte durch die Corona - Pandemie geschlossen sind, versuchen sie trotzdem etwas zu verkaufen, um ein paar Schillinge zu verdienen. Oft werden sie erwischt, dann gibt es Prügel und die Polizei verjagt sie. Manchmal werden sie zur Strafe auch entkleidet, um sie zu demütigen. Unterernährung und die Anfälligkeit für Krankheiten, besonders Malaria und Durchfall, waren in kurzer Zeit die Folge.

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Nach dem ersten Hilferuf der Schulleitung, Annet Nakigudde, hat sich der Verein Matoke aus Nußdorf im März sofort entschlossen, mit Lebensmittellieferungen den Hunger zu lindern. »Aufgrund unserer finanziellen Möglichkeiten konnten wir anfangs nur an alle gesponserten Kinder Nahrungsmittel verteilen und dem Lehrkörper ein kleines Gehalt bezahlen, der durch die Schulschließung völlig mittellos war«, sagt dazu Christa Gromotka.

»Das Traunsteiner Tagblatt half dann mit einem ausführlichen Bericht über die Situation zu weiteren Spenden, und seit April können alle Kinder Monat für Monat lebensnotwendige Nahrungsmittel in Empfang nehmen«. Die Verteilung sei an strengste Vorschriften gebunden, müsse von der örtlichen Behörde genehmigt werden, und für den angeordneten Polizeischutz sei eine Gebühr fällig.

Durch die monatlichen Lebensmittelpakete, bestehend aus Posho (Maismehl), Bohnen, Öl, Erdnusspaste, Zucker und manchmal auch etwas Reis – der sei fast dreimal so teuer als Posho – sei die Hoffnungslosigkeit in große Dankbarkeit verwandelt worden, wie Briefe und Bilder per Whats-App berichteten. Lehrerin Debra schreibt: »Nur mit eurer Hilfe schaffen wir die 'Corona-Ferien' und bitten Gott um Segen für alle Helfer.« Auch die Schulleitung Annet Nakigudde habe einen bewegenden Brief an den Verein Matoke geschrieben, so Gromotka: »Sie denkt mit Hochachtung und großem Dank jeden Tag an uns und betet, dass Gott die Arbeit unserer Hände segnet«.

Es habe sich herumgesprochen, dass die Mukisa Parent School der einzige Ort im Dorf Kjyunga sei, wo Lebensmittel verteilt werden. »Deshalb kommen auch viele arme Familien, deren Kinder nicht zur Schule gehören und bitten um etwas zum Essen«, berichtet Gromotka weiter. Das Wunder sei, dass Arme mit noch Ärmeren teilten. Das habe ihr Eva Maria von Mission of Disability mitgeteilt, sodass niemand ganz leer nach Hause gehen müsse.

Eine Lebensmittelversorgung sei neben den hohen Kosten ein großer, logistischer Aufwand und könne nur mit Hilfe von Kontaktpersonen in Uganda bewältigt werden. »Viele dieser einheimischen Helfer, die selbst nicht viel haben, arbeiten völlig umsonst, lediglich die Transportkosten werden bezahlt.«

Für Weihnachten will der Verein Matoke ein besonderes Hilfspaket zusammenstellen mit Keksen, Fleisch, Hygieneartikeln und Grundnahrungsmitteln, damit auch in Uganda die Kinderaugen leuchten können. Da die Schulen voraussichtlich erst im Februar für alle Kinder öffnen würden und eine Erwerbsmöglichkeit nur sehr beschränkt möglich sei, werde auch im neuen Jahr noch zusätzliche Hilfe nötig sein, sagt Christa Gromotka.

»Gegen Hunger hilft nur teilen«, sagt sie. Deshalb sammelt der Verein Matoke Spenden auf seinem Konto bei der Kreissparkasse Traunstein, IBAN DE83 7105 2050 0040 6029 97, Verwendungszweck Schulprojekt Matoke Uganda. Wer eine Spendenbescheinigung wünscht, sollte seine Adresse angeben, um eine aufwändige Suche nach dem Absender zu vermeiden.

Nähere Informationen zur Arbeit des Verein gibt es bei Christa Gromotka aus Nußdorf unter der Telefonnummer 08669/ 73 21 oder auf der Internetseite des Vereins Matoke.

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