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Nachdenkliche Texte und eingängige Melodien

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Die Geschwister Andreas, Christina und Maria Niederbuchner (von links), alle drei aktive Musikanten der Musikkapelle, bereicherten das Adventskonzert mit feiner Stubenmusik.

Nußdorf – Den Advent als besondere Zeit des Jahres, als Gnadenzeit zu erfahren, sich auf die Ankunft des Herrn zu besinnen, aber auch die Freude auf die Geburt des Christuskinds zu erfahren war das Bemühen der rund 80 Mitwirkenden beim Adventskonzert in der Pfarrkirche St. Laurentius. »Musik im Advent« – ein gemeinsames Konzert der Musikkapelle mit dem Kirchenchor – konnte diesen selbstgesteckten Anspruch voll erfüllen. Das Publikum war begeistert und würdigte die musikalischen Darbietungen mit tosendem, lang anhaltendem Applaus.


Mit dem gut einstündigen Konzert bot die Musikkapelle Nußdorf in verschiedenen Besetzungen, ein Potpourri eingängiger Melodien, ein Verwöhnprogramm für Ohren und Seele. Begrüßt wurden die Zuhörer in der vollbesetzten Pfarrkirche vom Weisenbläser-Quartett. Darauf folgten die Mitglieder der Musikkapelle in unterschiedlichen Besetzungen, als Klarinettenquartett, als Saxophon- und Flötengruppe, präsentierten verschiedenste Stücke von Swing bis Jazz.

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Die drei Geschwister Niederbuchner in Stubenmusik-Besetzung spielten »In der Kuche«, ein feines Stück, das ebenso passend »In der Kirch'« heißen könnte. Stefanie Brunner spielte auf der Ziach das bekannte Herbert-Pixner-Stück »Augenstern« und zuvor den »89/90er-Landler«.

Der Kirchenchor unter der Leitung von Stephan Wahl gab »Wie soll ich Dich empfangen?« von Paul Gerhardt (1607 bis 1676) zum Besten sowie »Herr, send‘ uns herab deinen Sohn« und bat damit, dass der Erlöser nun endlich kommen möge.

Nachdenkliche Texte zum Advent trug Willi Müller vor. Zum Höhepunkt des musikalischen Adventabends bescherten Blasorchester und Kirchenchor mit »Bethlehem« eine musikalische Weihnachtsgeschichte von Blasmusik-Komponist Kurt Gäble. Diese musikalische Verkündigung enthält die populären Lieder »Stern über Bethlehem«, »Kleine Stadt Bethlehem« und »In der Nacht von Bethlehem«.

Erzähler Willi Müller, Blasorchester und Chor erzählten vom unscheinbaren Dorf Bethlehem, das zur Stätte des göttlichen Wunders wurde und vom Stern, der mit seinen hellen Strahlen den Weg weist und die frohe Botschaft verbreitet. Musikanten und Sänger ließen ein faszinierendes »Bethlehem« und ein fulminantes Werk erklingen, mit dem die Zuhörer reich beschenkt wurden.

Ebenso bewegend »Guten Abend, gute Nacht«, nach einem Arrangement von Pavel Stanèk, der das bekannte Lied von Johannes Brahms (1833 bis 1897) mit viel Einfühlungsvermögen dem heutigen Musikempfinden angepasst und ein bereicherndes Werk für Blasorchester geschaffen hat. Zum Schluss des Konzerts, das unter der Gesamtleitung von Theresa Mayer stand, spielten und sangen alle Mitwirkenden, zusammen mit den Zuhörern eines der bekanntesten Adventslieder überhaupt, »Macht hoch die Tür, die Tor macht weit«. Die Spenden, mit denen das Publikum für den wunderschönen Konzertabend »Danke« sagte, kommen der Jugendarbeit der Musikkapelle zugute. pv