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Gewerbestraße in Aiging wird verlängert

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Die Gewerbestraße in Aiging will die Gemeinde nach Süden in Richtung der Stadtgrenze zu Traunstein verlängern. Dort, wo derzeit große Schneemengen gelagert sind, beginnt das noch fehlende Teilstück von rund 300 Metern und endet an der Gemeindeverbindungsstraße Weiderting-Wang. (Foto: Volk)

Nußdorf – Der Gemeinderat beschloss in seiner jüngsten Sitzung, die Gewerbestraße in Aiging in Richtung Süden zu verlängern und den Anschluss an die Gemeindeverbindungsstraße von Weiderting nach Wang herzustellen. Damit wird es möglich, dass die Betriebe im Gewerbegebiet auch von Süden her über die Abfahrt der Bundesstraße 304 bei Weiderting angefahren werden können und nicht mehr nur von Aiging her.


Mindestens zwei Betriebe, die Grundstücke im Gewerbegebiet erworben haben, wollen in diesem Jahr bauen. Dazu muss die Erschließungsstraße erstellt werden. Der Gemeinderat stellte deshalb die Dringlichkeit der Durchführung fest. Eine genehmigte Haushaltsplanung 2019 könne nicht mehr abgewartet werden, so der Tenor im Gremium.

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Die Planung für die Erschließung mit Straßen- und Kanalbau sowie Errichtung einer Löschwasserzisterne wurde an das Planungsbüro »bsm« in Traunwalchen zum Preis von 68 000 Euro vergeben. Für die Baumaßnahme des rund 300 Meter langen Straßenstücks wurden Kosten von 400 000 Euro geschätzt. Dabei geht Bürgermeister Hans Gnadl davon aus, dass sich einer der Gewerbebetriebe mit 50 Prozent (circa 30 000 Euro) am Bau der Zisterne beteiligt.

Auf den Straßenbau entfallen geschätzt 281 000 Euro, auf den Kanal 90 000 Euro. Beides wird nach Abschluss der Maßnahmen über Erschließungs- beziehungsweise Kanalherstellungsbeiträge von den Anliegern erhoben. Mit 11:3-Stimmen erteilte der Gemeinderat den Planungsauftrag für die Baumaßnahme.

Ebenfalls vergab das Gremium die Planung zum Deckenbau und zur Verbreiterung der Gemeindeverbindungsstraße von Aiging nach Wang auf dem Teilstück von der Abschleifung der B 304 bis zur Abzweigung der Gewerbestraße. Auch dieser Auftrag wurde an das Büro »bsm« vergeben, gemäß Honorarberechnung zu 25 000 Euro.

Die Straße war 2004 errichtet und mit einer Tragschicht versehen worden, die mittlerweile sehr schadhaft ist. Die Tragschicht muss erneuert und das Auftragen der Deckschicht nachgeholt werden. Des Weiteren soll die Straße verbreitet werden, damit die Lkw-Zufahrt zu den Kiesabbauflächen entsprechend breit ist. Einer der Kiesgrubenbetreiber wird sich voraussichtlich an den Baukosten beteiligen, wie Bürgermeister Gnadl informierte.

Im Zuge der Arbeiten soll auch die schadhafte Entwässerung vor der Zufahrt zur Spedition Eberl erneuert werden. Das Staatliche Bauamt wird sich dabei an den Baukosten beteiligen.

Die Kosten für die Gesamtmaßnahme – Straßenbau und Entwässerung – wird auf 128 000 Euro geschätzt. Nach Abzug der erwarteten Kostenbeteiligungen verbleiben 104 000 Euro, die von der Gemeinde zu tragen sind. Die Mittel werden in der Haushaltsplanung 2019 berücksichtigt. Der Weichenstellung erfolgte mit 11:4-Stimmen.

Der Gemeinderat beschloss, den Bebauungsplan Nußdorf-Ortsmitte im Bereich eines landwirtschaftlichen Anwesens an der Raiffeisenstraße zu ändern. Auf der Grundstücksfläche sollen eine Garage und ein Gartenhaus errichtet werden. Die Ausmaße der Garage erlaubt keine isolierte Befreiung. Deshalb sind die Änderung des Bebauungsplanes und die Darstellung eines Baufensters notwendig. Einstimmig beschloss der Gemeinderat, das Verfahren einzuleiten und die Träger öffentlicher Belange zu beteiligen.

Der Bebauungsplan soll auch dahingehend geändert werden, dass Umnutzungen der landwirtschaftlichen Betriebsgebäude im Geltungsbereich möglich sind. Die Verwaltung wird einen entsprechenden Vorschlag ausarbeiten und dem Gemeinderat vorlegen. Nach erfolgter Bebauungsplanänderung wird der Eigentümer einen Antrag auf Nutzungsänderung stellen, kündigte Bauamtsleiterin Birgit Schultheiss an.

Informiert wurde der Gemeinderat über das Defizit des Pfarrkindergartens St. Laurentius für das Jahr 2017/2018 in Höhe von 77 000 Euro, von denen die Gemeinde 46 000 Euro tragen muss. Der Gemeinderat sprach sich dafür aus, den Betrag vorerst nicht zu bezahlen; die Gründe für dieses unerwartete Defizit sollen vorher von der Geschäftsführung des Kindergartenverbundes erläutert werden.

Auch für das laufende Kindergartenjahr wird ein Defizit von 54 000 Euro erwartet. Der Gemeinderat wird der Planung und dem Haushaltsplan nicht zustimmen. Auch dazu müssen die Gründe für das Defizit dargelegt und mögliche Einsparmöglichkeiten aufgezeigt werden.

Für die Kommunalwahlen 2020 bestellte der Rat Gabriela Rogos, die Geschäftsleiterin, zur Wahlleiterin und Carola Leibe zu deren Stellvertreterin. pv