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Dopingmittel führt zum Sieg beim »Schweindalrennen«

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Bauernbub Kurt (Martin Steiner, rechts) und sein Vater (Heinrich Jobst) mixen ein Dopingmittel, das Hausschwein Rosa eingeflößt werden soll. Die beiden wollen auf Nummer Sicher gehen, dass Rosa das »Schweindalrennen« und ein Preisgeld von 2000 Mark gewinnt. (Foto: Volk)

Nußdorf – Wie ein Hausschwein zum flotten Schweinsgalopp gedopt wird, zeigte die Theatergruppe des Trachtenvereins Nußdorf beim Dorfhoagart mit einem amüsanten Einakter. Die Kinder- und Jugendgruppe sowie die Aktiven unterhielten mit Volkstänzen, Vereinschefin Stefanie Brunner las lustige und auch nachdenkliche Geschichten und verschiedene Gruppen des Brauchtumsvereins musizierten und sangen.


Der Nußdorfer Dreiklang, ein Gesangstrio mit Annemarie und Irmgard Schauer sowie Maria Purzeller, präsentierte eingängige Lieder mit lustigen Texten: Zum Beispiel erzählte eine der gesanglich vorgetragenen Geschichten vom Gries- und vom Leberknödel, »de zwoa ham sich ned vertrag'n – da hod der oa den andern übern Tisch oweschlag'n«. Die Hackbrett-Musi spielte Hausmusik-Stücke. Premiere als neue Formation hatte die Klarinetten-Musi und die 1612er-Musi lockte die Paare mit flotter Tanzlmusik auf die Tanzfläche. Die Buam und Dirndln der Kinder- und Jugendgruppe des Trachtenvereins zeigten ihr tänzerisches Können und vor allem die Jüngsten, die Drei- bis Fünfjährigen, die mit großem Elan bei der Sache waren, zogen die Aufmerksamkeit auf sich und wurden für ihren tänzerischen Mut vom Publikum mit tosendem Applaus belohnt. Ebenso aber auch die Aktiven, die unter anderem die »Olympia-Polka« auf dem Parkett zum Besten gaben.

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Mit dem lustigen Einakter »Schweindalrennerts« führte die Theatergruppe des Trachtenvereins vor, wie aus einem Hausschwein eine Rennsau wird, wie es ein Wettrennen gewinnt und seinem Besitzer damit einen beträchtlichen Gewinn einbringt. Die Geschichte beginnt damit, dass Bauernsohn Kurt (Martin Steiner) seinen Vater (Heinrich Jobst) anpumpt, um sich einen Computer kaufen zu können. Der jedoch ist knapp bei Kasse, erfährt von seinem Sohn aber, dass ein Schweinerennen eine gute Möglichkeit wäre, schnelles Geld zu machen. Die Bäuerin (Cornelia Schauer), die meist damit beschäftigt ist, ihren erwachsenen Bub Kurt zu betüdeln, hält wenig von dem Plan. Und die schrullige Magd Lisl (Sandra Eberhardt) sieht und macht alles sowieso ganz anders als die anderen, mal tollpatschig, mal pfiffig und mit Schläue. Besonders gewieft kommt sich der Bauer vor. Er beginnt damit, seine Sau Rosa zu trainieren und mixt ein Elixier aus pulverisierten Rossballen, Gockerlmist, Katzenhaaren und Hundeleckerli. Tatsächlich bringt das Dopingmittel den gewünschten Erfolg: Rosa gewinnt das »Schweindalrennen« und der Bauer 2000 Mark. Die Flasche mit dem flüssigen, selbstgebrauten Schweinetrank bekommt jedoch versehentlich auch Rudi (Tobias Müller), Kurts Freund, in die Hände, als er ausgelaugt vom Training in der Bauernstube ankommt und ihn durstig in einem Zug austrinkt. Sofort stellen sich seltsame Anfälle ein. Rudi gackert und bellt, miaut und wiehert und krümmt sich vor Bauchschmerz. Das besorgt vor allem Vroni (Viktoria Schützinger), die Tochter des Hauses, die schon immer ein Auge auf Rudi geworfen, sich aber nicht getraut hat, seine Liebe zu ihm zu bekennen. Als klar wird, woran Rudi leidet und seine tierischen Symptome wieder verschwunden waren, nahmen das »Schweindalrennen« und dessen unerwartete Folgen ein gutes Ende.

Die Darsteller überzeugten mit viel Spielfreude und witzigen Dialogen, was vom Publikum mit großem Applaus honoriert wurde. Zum Erfolg trugen Spielleiterin Christine Czogalla und Christian Czogalla als Souffleur bei; für das schmucke Bühnenbild sorgte Josef Schauer. pv