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Über 50 km/h zu schnell: Raser kommen wegen Messfehlern straflos davon

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Laserpistole
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Foto: dpa/Matthias Balk

Tacherting – Nur wegen Messproblemen kamen zwei Temposünder, die mit rund 60 bis 70 km/h an einem Schulbus an der Haltestelle in Wartmoning vorbeigefahren sind, mit einer Verwarnung davon. Aber die Polizei wird ihre Kontrollen an diesen sensiblen Stellen verstärken.


Am heutigen Freitag überwachte die Trostberger Polizei ab 7.15 Uhr morgens die Bushaltestelle in Wartmoning nordöstlich von Emertsham mit zwei Streifenfahrzeugen.

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Mit einem Lasermessgerät überprüften die Beamten die Geschwindigkeit der an den Schulbussen vorbeifahrenden Fahrzeuge in beide Richtungen. Zwei Autofahrer hatten großes Glück: ihre Geschwindigkeit konnte nicht exakt festgestellt werden, da andere Fahrzeuge die Messung störten. Sie wurden allerdings trotzdem angehalten und mit 15 Euro vor Ort verwarnt, da sie augenscheinlich deutlich schneller als die vorgeschriebene Schrittgeschwindigkeit gefahren waren.

Sie gaben selbst an, mit rund 60 bis 70 Stundenkilometern im Gegenverkehr am Schulbus vorbeigefahren zu sein. Bei dieser Überschreitung der Geschwindigkeit hätte beide Lenker ein Fahrverbot erwartet.

Die Polizei appelliert in diesem Zusammenhang nochmals eindringlich an alle Verkehrsteilnehmer, an Haltestellen besondere Vorsicht walten zu lassen.

Für einen Bus, der sich einer Haltestelle nähert und die Warnblinker eingeschaltet hat, besteht absolutes Überholverbot. Fahrer müssen ihre Geschwindigkeit verringern und unbedingt hinter dem Bus bleiben. Vor allem Kinder könnten von der anderen Straßenseite unachtsam über die Fahrbahn laufen, um den Bus noch zu erreichen. Steht der Bus mit eingeschalteter Warnblinkanlage in der Haltestelle darf nur mit Schrittgeschwindigkeit, das sind etwa 7 bis 10 km/h, vorbeigefahren werden. Dies gilt auch für den Gegenverkehr. Blinkt der Bus links, weil er wieder in den fließenden Verkehr einfahren möchte, ist ihm das Einscheren zu ermöglichen.

Aufgrund des tragischen Verkehrsunfalls in Reischach, bei dem zwei 11-jährige Mädchen an einer Schulbushaltestelle ums Leben gekommen sind, wird die Polizei künftig ihr verstärktes Augenmerk auf Haltestellen des öffentlichen Nahverkehrs legen.