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Im bisherigen Impfzentrum in Altenmarkt errichtet der Landkreis Traunstein eine Erstaufnahmestelle für Flüchtlinge aus der Ukraine.

Impfzentrum wird Flüchtlingsunterkunft

Altenmarkt – Der Landkreis Traunstein errichtet analog zum Kreiswehrersatzamt in Traunstein eine zusätzliche Erstaufnahmestelle für Flüchtlinge aus der Ukraine im bisherigen Impfzentrum in Altenmarkt. 


Wie das Landratsamt am Montag mitteilte, laufen derzeit die Vorbereitungen für die Umbaumaßnahmen hinsichtlich Infrastruktur und Ausstattung. Die Aufnahmestelle soll ab kommender Woche für bis zu 60 Personen vorübergehend einen Schlafplatz bieten. Ebenso werden dort bereits alle notwendigen Formalien und Antragstellungen abgewickelt. Mit der zusätzlichen Erstaufnahmestelle ist der Landkreis auch für den Fall weiter steigender Ankunftszahlen bestens gerüstet. Nach der vorübergehenden Unterbringung in der Erstaufnahmestelle sollen die Flüchtlinge zeitnah einer dauerhaften Unterkunft zugewiesen werden.

Impfungen gegen das Coronavirus bündelt der Landkreis Traunstein am Impfstandort in Traunstein (Jahnstraße 38/Permanderstraße 23).

Darüber hinaus stehen auch die Hausärzte und der Impfbus weiterhin für Corona-Impfungen zur Verfügung. Bis einschließlich Donnerstag finden noch Impfungen in Altenmarkt statt. Alle Bürger, die darüber hinaus bereits einen Termin im Impfzentrum in Altenmarkt vereinbart haben, werden nach Auskunft des Landratsamts telefonisch kontaktiert und erhalten einen neuen Termin in Traunstein.

Kommen aktuell ukrainische Flüchtlinge im Landkreis an, gibt es zwei Vorgehensweisen:

1. Alle Flüchtlinge ohne eine dauerhafte Unterkunftsmöglichkeit bei Verwandten oder Freunden im Landkreis müssen in die zentrale Erstaufnahmestelle im ehemaligen Kreiswehrersatzamt in Traunstein zur Datenerfassung und Einleitung der ersten Schritte. Der Landkreis Traunstein kann nur für Personen, die erfasst wurden, eine Unterkunft bereitstellen.

2. Sofern es die Möglichkeit gibt, dauerhaft bei Verwandten oder Freunden unterzukommen, können die Flüchtlinge diese umgehend aufsuchen. Auch in diesem Fall müssen sich die Flüchtlinge aus der Ukraine an das Erstaufnahmezentrum am ehemaligen Kreiswehrersatzamt zur Datenerfassung wenden. Folgende Angaben werden hier benötigt: Familienname, Vorname, Staatsbürgerschaft, Geburtsdatum, die Anschrift des privaten Unterbringungsortes, E-Mail und Mobiltelefonnummer, sowie einen Scan aller vorhandenen Dokumente (Reisepass, ID-Karten). Zur Sicherung des Grundbedarfs können sich die bereits dauerhaft bei Verwandten oder Freunden untergebrachten Flüchtlinge im Landkreisgebiet an das Sozialamt des Landkreises Traunstein wenden. Der Antrag auf Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz soll per E-Mail an sozialamt(at) traunstein.bayern übermittelt werden.

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