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Impfzentrum in Altenmarkt betriebsbereit: Erste Termine wohl ab nächster Woche

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Fotos: Landratsamt Traunstein
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Altenmarkt – Das Impfzentrum des Landkreises ist einsatzbereit: Nachdem die Arbeiten wie geplant beendet werden konnten, fand am Freitag ein erfolgreicher Probebetrieb statt, bei dem das Konzept von Landkreis und Kliniken Südostbayern nochmals durchgespielt wurde.


Die noch ausstehende Zulassung des ersten Corona-Impfstoffs von Biontech und Pfizer in der EU steht kurz bevor. Die Europäische Arzneimittelagentur will ihr Gutachten am 21. Dezember der Europäischen Kommission zur Entscheidung vorlegen.

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Impfungen vorerst nur für bestimmte Personengruppen

Da die Impfstoffe – gerade in der Anfangsphase – nur begrenzt verfügbar sein werden, kann dieser zunächst nur bestimmten Personengruppen angeboten werden. Eine entsprechende Definition für Deutschland wurde mit der Corona-Impfverordnung des Bundesgesundheitsministeriums festgelegt. Danach sollen gerade zu Beginn Personen in einem Alter von über 80 Jahren vorrangig geimpft werden.

Der Landkreis Traunstein versendet daher schnellstmöglich ein umfassendes „Informationspaket“ an alle Impfberechtigten in dieser Altersgruppe. Darin sind unter anderem wichtige Hinweise zu Terminvergabe und Ablauf im Impfzentrum enthalten. Dem Informationspaket wird außerdem ein Aufklärungsmerkblatt sowie ein Anamnese- und Einwilligungsblatt beigelegt.

Eine Impfung ist ausschließlich nach einer vorherigen Terminvereinbarung und zunächst auch nur für diesen Personenkreis möglich. Der Betreiber, die Kliniken Südostbayern, wird dazu ab Montag (21. Dezember) eine entsprechende Hotline schalten. Auch eine Online-Terminreservierung mit einem speziellen Zugangscode ist voraussichtlich ab Mittwoch (23. Dezember) möglich.

Erste Termine sollen dann zum Wochenende vom 26. und 27. Dezember vereinbart werden – das hängt dann selbstverständlich noch von der Lieferung des Impfstoffes durch den Freistaat ab. Die Öffnungszeiten des Impfzentrums sind grundsätzlich von Montag bis Sonntag von 9 bis 20 Uhr.

Ebenfalls zuerst können sich Bewohner von Senioren- und Altenpflegeheimen sowie bestimmtes Personal im medizinischen und pflegerischen Bereich in der Priorisierungsstufe 1 impfen lassen. Das übernehmen voraussichtlich mobile Teams.

Geplanter Ablauf im Impfzentrum

Das Impfzentrum am Aubergtunnel in Altenmarkt kann nach der Terminvereinbarung mit dem Auto angefahren werden. Auch über die neue Bushaltestelle „Impfzentrum Altenmarkt“ ist der Standort erreichbar. Die Linien 9442, 9438 und 9242 haben die Haltestelle in ihren Fahrplan aufgenommen.

Ab der Ankunft im Impfzentrum ist unbedingt eine Mund-Nase-Bedeckung zu tragen. Es erfolgt eine entsprechende Eingangskontrolle durch den Sicherheitsdienst, damit sichergestellt ist, dass nicht zu viele Personen und nur solche mit Termin in das Impfzentrum gelangen.

Im Anmelderaum innerhalb des Impfzentrums werden dann die Personalien erfasst. Anschließend erfolgt im Aufklärungszimmer ein persönliches Gespräch zur Covid-19-Impfung mit einem Arzt. Dieser überprüft die mitgebrachten Unterlagen und klärt noch offene Fragen. Wenn alle Unklarheiten beseitigt sind und der Impfung zugestimmt wurde, erhält man im nächsten Raum die eigentliche Schutzimpfung. Nach einer kurzen Beobachtungszeit kann das Impfzentrum wieder verlassen werden.

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Chance zur Impfung unbedingt nutzen

„Natürlich setzt diese Impfung eine freiwillige Teilnahme voraus“, betont Landrat Siegfried Walch. Sowohl Landrat Walch als auch Dr. Wolfgang Krämer, Leiter des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein, hoffen jedoch auf eine große Bereitschaft zur Impfung. „Erst wenn wir den Gemeinschaftsschutz mit einer Immunität von rund 70 Prozent in der Bevölkerung schaffen, kann diese Pandemie vorübergehen“, so Dr. Krämer.

Dass die Zulassung in diesem enormen Tempo durch die Europäische Union geschafft wurde, erfolge aber nicht mit Zugeständnissen bei den Test-Anforderungen und der Sicherheit der Wirkstoffe. Dazu Dr. Krämer: „Allein die sogenannte Phase-3-Studie des Pharma-Verbundes von Biontech und Pfizer erfolgte an knapp 44.000 Personen“. Wie jeder andere Impfstoff auch wurde dieser in streng kontrollierten Prozessen intensiv geprüft.

„Nur gemeinsam können wir diese Krise bewältigen. Wer sich impfen lässt, schützt nicht nur sich selbst, sondern auch seine Familie, Freunde und die gesamte Gesellschaft. Nutzen wir also diese Chance, die uns die Wissenschaft bietet – ich werde es auf jeden Fall tun“, so Landrat Siegfried Walch abschließend.

Die Hotline-Nummer und die Internet-Adresse für die Online-Terminvereinbarung wird den Impfberechtigten in dem entsprechenden Schreiben mitgeteilt, so das Landratsamt. Zunächst kann nur dieser beschränkte Personenkreis einen Termin vereinbaren.

Landrat Siegfried Walch im Interview über das neue Impfzentrum: »Wir brauchen unbedingt die Nähe zu einem Klinik-Standort«


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