Wie soll der Ausbau der Bundesstraße 307 erfolgen?

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Die Entwurfsplanung für den Ausbau der Bundesstraße 307 zwischen Geisenhausen und Raiten wird laut Bürgermeister Andreas Scheck bis zum Sommer ausgearbeitet sein. So wie es aussieht, wird die S-Kurve im Waldbereich wegfallen. (Foto: Peter)

Marquartstein – Bürgermeister Andreas Scheck (BfM) berichtete im Gemeinderat über den Planungsstand zum Ausbau der Bundesstraße 307 zwischen Geisenhausen und Raiten. Die Planungen hätten sich sehr in die Länge gezogen, da der Wasserabfluss bei Hochwassersituationen sehr komplex sei, so der Bürgermeister.


Marquartstein habe keine der drei Varianten des Staatlichen Bauamts favorisiert. Das Bauamt bevorzuge nun die »Grüne Variante«. Diese Variante halte sich in gewissen Bereichen im Wesentlichen am Bestand der jetzigen Straße. Doch die Durchfahrt durch den Waldbereich bringe einen wesentlichen Eingriff mit sich, bei dem der Hang wohl deutlich durchschnitten werde, führte Scheck weiter aus.

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Der Vorschlag für diese Variante solle bis zum Sommer ausgearbeitet sein. Danach solle der Entwurf in den beiden Gemeinderäten von Schleching und Marquartstein vorgestellt werden. Anschließend wird nach den Worten von Scheck der Vorentwurf bei der Regierung von Oberbayern eingereicht und bei einem üblichen Vorgang werde wohl kaum mit einem Baubeginn vor 2026 gerechnet werden können, so Scheck.

Auch wenn die Ausführung der geplanten Doppelhaushälfte mit einer Gaube an der Alten Dorfstraße kein uneingeschränktes Gefallen fand, befürwortete der Gemeinderat den Bauantrag gegen die Stimmen von Scheck, Hubert Götschl (BfM) und Klaus Hell (BfM) zu. Zwar wurde die Schaffung von neuem Wohnraum einhellig positiv gesehen, nur die Ausführung gab Anlass zur Ablehnung. Der Antrag beinhaltet auch den Abbruch der Dreifachgarage.

Einem Antrag der Bauwerber zur Errichtung eines Carports mit Abstellraum an der Freiweidacher Straße wurde einstimmig stattgegeben. Der Billigungsbeschluss zur erforderlichen Änderung des Bebauungsplans »Bruckfeld« zur Realisierung einer Grundstücksteilung und zur Errichtung eines Doppelhausen bekam ebenfalls ein einstimmig positives Votum.

Zum geplanten dreigeschoßigen Wintergarten an der Lindenstraße sagte Bürgermeister Scheck, das Vorhaben sei schon in vorherigen Sitzungen behandelt worden. In den früheren Beratungen gab es bereits unterschiedliche Ansichten zur Gestaltung des Wintergartens. Die Glasfläche sollte eventuell mit Lamellen unterbrochen werden. Nun stand die Änderung des Bebauungsplans »Niedernfels« an, die erforderlich wäre, um die Baumaßnahme realisieren zu können.

Grundsätzlich sei er nicht gegen die Maßnahme, sagte Scheck. Jedoch störe er sich an der Gestaltung, die hier nicht passend sei. Darum wolle er nicht zustimmen. Die Gestaltung weiche zu weit vom üblichen Baustil ab. Franz Aigner (BfM) sagte, dass für ihn die Ausführung kein Gesicht habe; er wolle wie schon vorher auch dieses Mal nicht zustimmen. Der Antrag sei schon vor einigen Wochen mit einigen Auflagen verabschiedet worden, die aus seiner Sicht in der neuen Gestaltung eingeflossen seien, meinte Martin Riedl (CSU). Darum sei er der Ansicht, dass nun nicht noch weitere Vorgaben gemacht werden könnten. Bei der Abstimmung kam es mit 8:8 Stimmen zum Patt und somit war der Antrag abgelehnt.

Der alte Bebauungsplan »Freiweidach« soll durch vier neue Bebauungspläne mit den kleineren Bereichen »Burgberg, Altes Dorf, Freiweidach Süd und Freiweidach Nord« ersetzt werden. Nun sind die Planungen im Teilbereich »Freiweidach Süd« soweit, dass der Gemeinderat die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit, der Behörden und Träger öffentlicher Belange einstimmig beschlossen hat.

Abschließend informierte Scheck darüber, dass der Beirat »Natur- und Klimaschutz« seine nächste Sitzung am 10. Mai online als Livestream abhalten wird.

MP


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