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Wechsel von Marquartstein nach Sparz

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Günter Miller, Schulleiter der Achental-Realschule Marquartstein, übernimmt am 1. August die Geschicke der Mädchenrealschule Maria Ward in Sparz. (Foto: Giesen)

Marquartstein – Der Leiter der Staatlichen Achental-Realschule in Marquartstein, Günther Miller, wechselt nach Traunstein: Am 1. August übernimmt er das Zepter in der Mädchenrealschule Maria Ward in Sparz. Miller leitet die Geschicke der Achental-Realschule seit acht Jahren. 2011 war er der Nachfolger von Karl Poppenwimmer gewesen, der damals in Pension ging.


»Ich wäre gerne noch ein paar Jahre länger geblieben«, sagt Miller im Gespräch mit dem Traunsteiner Tagblatt. Aber jetzt habe sich die Stelle in der Maria Ward Schule in Sparz angeboten, weil die dortige Schulleiterin Ende des Schuljahrs in den Ruhestand gehe. »Ich wollte nicht weitere 25 Jahre lang Schulleiter in Marquartstein bleiben – das wäre weder gut für die Schule, noch für mich gewesen«, erklärt Miller.

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Allzu breit seien die Möglichkeiten in der Region zu wechseln jedoch nicht gesät. Mit seiner jungen Familie möchte er inzwischen auf jeden Fall im Achental wohnen bleiben. Unter der Führung von Miller schritt die Digitalisierung an der Achental-Realschule voran. Jeder Unterrichtsraum ist nun mit Internetanschluss ausgestattet. Der neue Chemiesaal entstand, Vorbereitungen für die umfangreiche Sanierung des Verwaltungstrakts der Schule mit Direktorat und Lehrerzimmern sowie den naturwissenschaftlichen Fachräumen liefen. Schon in den kommenden Pfingstferien wird die für eine Summe von 1,7 Millionen Euro veranschlagte Sanierung des Verwaltungstrakts mit neuen Fenstern und Außendämmung sowie Maßnahmen für den Brandschutz beginnen.

Neue Herausforderungen in Sparz

»Für mich ist der Wechsel nach Maria Ward besonders spannend, weil mich nicht nur eine neue Schule, eine reine Mädchenschule, sondern ein neuer Schulträger erwartet«, sagt Miller. Nicht der Staat sei der Träger, sondern das Erzbischöfliche Ordinariat in München. In Sparz gebe es nicht zuletzt baulich noch sehr viel zu tun, weil bisher fast die komplette Infrastruktur im Bereich Digitalisierung fehle, sagt Miller. Inzwischen sei jedoch bereits die Zusage der Kirche da, dass die finanziellen Mittel dafür bewilligt sind.

»Durch ihre alte Geschichte ist die Schule in Sparz für mich etwas ganz Besonderes«, erklärt Miller. Die Mädchenrealschule Maria Ward in Sparz wurde 1895 von den Englischen Fräulein, den Maria Ward- Schwestern, Congregatio Jesu, als Höhere Töchterschule und spätere Mädchenmittelschule gegründet. Bis heute werden zum Beispiel immer Hausschuhe in der Schule getragen, und selbstverständlich kommt der religiösen Erziehung im Sinne von Maria Ward ein hoher Stellenwert zu. So freut sich Miller einerseits auf die neuen Herausforderungen, ist aber auch traurig, gehen zu müssen.

Noch steht nicht fest, wer neuer Leiter der Achental-Realschule wird. Wie der Leiter der Personalabteilung des Kultusministeriums, Walter Huber, im Gespräch mitteilte, wird die Stelle für einen neuen Schulleiter in den kommenden Tagen ausgeschrieben, so dass bereits zum 1. September ein neuer Schulleiter feststehen könnte. Falls sich kein passender Kandidat meldet, werden die bisherigen Konrektoren Christine Branz und Stephan Breitrainer bis Februar die Schule kommissarisch leiten. gi