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Skaterplatz wird zur »Partyzone«

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Obwohl der neu gestaltete Skaterplatz noch nicht ganz fertigist, wird er bereits gut frequentiert – das geht auch mit mehr Lärm einher. Bürgermeister Andreas Scheck (BfM) steht jedoch einer Nachbesserung nach Abschluss der Arbeiten offen gegenüber. (Foto: Peter)

Marquartstein – Josef Moritz (CSU) brachte bei der jüngsten Gemeinderatssitzung in Unterwössen im Alten Bad vor, dass am Skaterplatz wohl die Lärmbelästigung zugenommen habe und das Areal als »Partyzone« genutzt werde. Roland Polleichtner (BfM) fügte hinzu, dass der Platz neu sei und aktuell mehr frequentiert werde als der alte Platz zuvor.


Dass der neue Platz mehr genutzt werde, war im Vorfeld klar, sagte Thomas Halder (BfM). Und schob noch nach, dass die Gemeinde einen Platz für die Jugendlichen wollte. Was ihn störe, seien die Fahrzeuge, die nun hier abgestellt würden, so Halder.

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Für den Skaterplatz gebe es die Genehmigung mit all den erforderlichen Gutachten, sagte Bürgermeister Andreas Scheck (BfM) dazu. Er sehe hier die Skaterszene eher nicht als verantwortlich an, sondern eher einen Kreis von Personen, die den Platz zu Partys nutzten.

Noch seien die Bauarbeiten nicht abgeschlossen, und so sehe er keine sofortigen Maßnahmen als erforderlich an. Sollten jedoch nach Abschluss der Arbeiten Nachbesserungsbedarf oder Optimierungen der Geräte erforderlich sein, werde er sich dem nicht verschließen. Zu den abgestellten Fahrzeugen meinte Scheck, die Fahrzeughalter seien bereits angeschrieben worden, um Abhilfe zu schaffen.

Klaus Hell (BfM) hoffte, dass Kindergärten und Kindertagesstätten trotz Corona-Einschränkungen offenbleiben werden. Er fürchte jedoch, dass in den Gebäuden mit der fortschreitenden kälteren Jahreszeit die Lüftungskonzepte wie eventuell auch in den Schulen nicht mehr ausreichend umgesetzt werden könnten. Er regte an, dem Personal CO2-Messgeräte als nutzvolles Hilfsmittel und bei Bedarf auch Luftreinigungsgeräte zur Verfügung zu stellen. Dazu antwortete Scheck, dass das Förderprogramm dazu letzte Woche gekommen sei und die Erarbeitung für Marquartstein bereits im Gange sei.

Aufgrund der stark angestiegenen Corona-Fallzahlen und der damit verbundenen Beschränkungen werde die Bürgerversammlung abgesagt. Wie Scheck weiter sagte, soll ein Jahresbericht in geeigneter Weise veröffentlicht werden. Aus dem gleichen Grund werde es keine öffentliche Gedenkfeier am Volkstrauertag geben. Es wird nur im kleinen Kreis eine Kranzniederlegung geben.

Weiter gab Scheck bekannt, dass die Gemeinden im oberen Achental von der Arbeitsgruppe für Sozialplanung und Altersforschung eine Untersuchung zum Bestand und zum künftigen Bedarf an Pflege- und Wohnangeboten für Senioren erstellen ließen.

Das Ergebnis wird voraussichtlich am 1. Dezember in einer gemeinsamen Gemeinderatssitzung in Reit im Winkl vorgestellt.

Die Bauwerber des Ortsteils Streunthal beabsichtigen, das alte Gebäude in der Größe von rund 10 auf 19 Meter abzubrechen und ein Einfamilienhaus mit Einliegerwohnung und integrierter Garage mit den Grundrissmaßen von 12 auf 21 Metern neu zu bauen. Da hierzu Abweichungen vom Bebauungsplan »Streun-thal« erforderlich wären, stellten sie vorab einen Antrag auf Vorbescheid.

Laut Antrag würde sich die Geschoßflächenzahl (GFZ) auf 0,33 erhöhen und den festgesetzten Wert um 10 Prozent überschreiten. Das lehnte Bürgermeister Scheck ab. Grund dafür sei die Lage am Ortsrand. Seiner Ansicht nach solle hier nicht in die Nachverdichtung gegangen werden.

Franz Aigner (BfM) sah die Erweiterung des Gebäudes in Richtung Wald und somit in Richtung Baumfallzone problematisch. Deshalb könne er dem Vorhaben nicht zustimmen. Toni Entfellner (Grüne/Offene Liste) drängte darauf, dass die Bauwerber auf die Baumfallzone und erforderliche Maßnahmen hinzuweisen seien.

Letztlich stimmte das Gremium außer Aigner und Polleichtner dem Antrag unter der Maßgabe zu, dass die Baumfallzone berücksichtigt und sich bei der Gebäudelange an den Altbestand gehalten wird, zu. MP


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